Schnitzer: Schwarzarbeiter zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten

Sozialpolitische Debatte in Sachsen-Anhalt

Berlin () – Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hält es für geboten, manche Empfänger von Sozialleistungen zu einem sozialen Dienst zu verpflichten.

„Eine Pflicht zu gemeinnütziger Arbeit kann sinnvoll sein für jene Empfänger von Grundsicherung, die sich dem entziehen, um lukrativer schwarz zu arbeiten“, sagte die Münchner Ökonomin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). „Dann wäre das ein probates Mittel, um Schwarzarbeit zu unterbinden.“

Schnitzer hält es allerdings für kontraproduktiv, dieses auf alle Bezieher von Grundsicherung anzuwenden. „Arbeitslose, die sich ernsthaft um einen Job bemühen, könnte eine solche Verpflichtung eher daran hindern, in den regulären Arbeitsmarkt zu gelangen“, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven , hatte vorgeschlagen, Sozialhilfeempfänger in zu einem sozialen Dienst zu verpflichten. „, die Leistungen vom Staat bekommen, sollten eine Gegenleistung erbringen, bis hin zu gemeinnütziger Arbeit“, sagte der CDU-Politiker ebenfalls den Funke-Zeitungen.

Schulze bezog sich dabei auf das Konzept der Bürgerarbeit, das von Gewerkschaften kritisiert wird. Dadurch sollen Langzeitarbeitslose auf dem Wege gemeinnütziger Tätigkeiten in den Arbeitsmarkt integriert werden. „Das sollten wir bundesweit wieder einführen – und das sollte für alle gelten, für jeden, der hier geboren ist genauso wie für Migranten“, sagte Schulze.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Monika Schnitzer (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Monika Schnitzer, Funke-Mediengruppe, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Sven Schulze, CDU, Bürgerarbeit, Gewerkschaften.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Sachsen-Anhalt.

Worum geht es in einem Satz?

Monika Schnitzer plädiert dafür, bestimmten Empfängern von Sozialleistungen soziale Dienste aufzuerlegen, um Schwarzarbeit zu bekämpfen, warnt jedoch, dass dies nicht für alle Grundsicherungsbezieher gelten sollte, da es Arbeitslose, die aktiv nach Jobs suchen, behindern könnte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg von Sozialleistungen in Deutschland
  • Zunahme von Schwarzarbeit
  • Forderung nach gesellschaftlicher Verantwortung
  • Vorschlag des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt
  • Diskussion über Integration Langzeitarbeitsloser
  • Kritische Haltung gegenüber pauschalen Ansätzen
  • Konzept der Bürgerarbeit als Bezugspunkt
  • Einfluss von Gewerkschaften auf öffentliche Meinung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Monika Schnitzer befürwortet soziale Dienstpflicht für bestimmte Sozialleistungsempfänger
  • Vorschlag, um Schwarzarbeit zu bekämpfen
  • Ablehnung einer allgemeinen Pflicht für alle Bezieher von Grundsicherung
  • Ministerpräsident Sven Schulze unterstützt die Idee einer sozialen Dienstpflicht
  • Bezug auf Konzept der Bürgerarbeit zur Integration Langzeitarbeitsloser
  • Schulze kritisiert von Gewerkschaften geäußerte Bedenken
  • Konzept soll für alle Sozialleistungsempfänger, einschließlich Migranten, gelten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verpflichtung zu gemeinnütziger Arbeit für bestimmte Sozialleistungsempfänger
  • Unterbindung von Schwarzarbeit durch soziale Dienstpflicht
  • Gefährdung der Bemühungen arbeitsloser Personen um regulären Arbeitsmarkt
  • Vorschlag von Sozialhilfeempfängern zur Gegenleistungsverpflichtung
  • Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt durch gemeinnützige Tätigkeiten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Wirtschaftsweise Monika Schnitzer zitiert, in der sie sich zu Sozialleistungen und gemeinnütziger Arbeit äußert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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