Wirtschaftliche Situation der KMU in Deutschland
Frankfurt/Main () – Eine mögliche wirtschaftliche Erholung zur Jahreswende ist in den Unternehmen des Mittelstands noch nicht angekommen. Der Umsatz der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) ist im November um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, zeigen Daten des Softwarehaues Datev, die die FAZ veröffentlicht.
Der Umsatzindex liegt demnach so niedrig wie zuletzt im Juni. Im vergangenen Jahr insgesamt haben die Umsätze im Mittelstand nahezu stagniert, mit einer leichten Tendenz nach unten.
Das deutliche Umsatzminus im Dezember sät Zweifel an der These, dass Deutschland kurz vor einer konjunkturellen Wende zum Besseren stehe. Zuletzt hatten mehr Aufträge für die Industrie und eine anziehende Produktion im verarbeitenden Gewerbe diese Wendevermutung gestärkt.
Der Datev-Mittelstandsindikator deutet nun darauf hin, dass die Lage bei weitem noch nicht rosig aussieht. Das hat besonderes Gewicht, weil Datev, der Informationsdienstleister für die steuerverarbeitenden Berufe, für den Indikator direkt auf anonymisierte Umsatzdaten von KMU zurückgreift. Es ist so eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Lage am Jahresende auf Basis harter Wirtschaftsdaten.
Sinkende Umsätze verzeichneten gemäß der Datev-Analyse alle Branchen mit Ausnahme des Baugewerbes. Im Einzelhandel blieb das Weihnachtsgeschäft aus. „2025 war ein verlorenes Jahr für den Mittelstand“, sagte Robert Mayr, der Vorstandsvorsitzende der Datev-Genossenschaft. Vor allem Kleinst- und kleine Unternehmen spürten die andauernde Kaufzurückhaltung, die steigenden Kosten und den strukturellen Wandel.
Die schlechte Lage der KMU spiegelt auch die Entwicklung der Beschäftigung. Der entsprechende Datev-Teilindex fiel in der saisonbereinigten Rechnung um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe und in der Gastronomie ging Beschäftigung verloren. Der Indikator für die Lohnentwicklung zeigt für Dezember einen andauernden Kostendruck für die kleinen und mittleren Unternehmen. Löhne und Gehälter im Mittelstand stiegen um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit stärker als die Inflation.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Frankfurt/Main, Robert Mayr
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Datev, FAZ, Datev-Genossenschaft
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Der Umsatz der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ist im November um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen, was Zweifel an einer bevorstehenden wirtschaftlichen Erholung aufwirft.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Umsatzrückgang von 1,6 Prozent im November im Vergleich zum Vorjahr
- Niedriger Umsatzindex wie zuletzt im Juni
- Stagnation der Umsätze im vergangenen Jahr
- Zweifel an einer bevorstehenden konjunkturellen Wende
- Anstieg von Aufträgen und Produktion im verarbeitenden Gewerbe
- Besondere Bedeutung der Daten durch anonymisierte Umsatzdaten von KMU
- Sinken der Umsätze in nahezu allen Branchen außer dem Baugewerbe
- Ausbleiben des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel
- Steigende Kosten und struktureller Wandel belasten insbesondere kleine Unternehmen
- Rückgang der Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe und Gastronomie
- Kostendruck bezüglich Löhne und Gehälter im Mittelstand
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Umsatz der KMU im November um 1,6 Prozent gesunken
- Umsatzindex auf niedrigstem Stand seit Juni
- Stagnation der Umsätze im gesamten Jahr 2025
- Zweifel an konjunktureller Wende durch deutliches Umsatzminus im Dezember
- Alle Branchen mit Ausnahme des Baugewerbes verzeichnen Umsatzrückgänge
- Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel blieb aus
- Robert Mayr bezeichnet 2025 als verlorenes Jahr für den Mittelstand
- Kleinst- und kleine Unternehmen leiden unter Kaufzurückhaltung und steigenden Kosten
- Beschäftigung im KMU-Bereich um 0,4 Prozent gesunken
- Besondere Verluste in verarbeitendem Gewerbe und Gastronomie
- Löhne im Mittelstand stiegen um 3,8 Prozent über dem Inflationsniveau
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Umsatz der KMU im November gesunken
- Umsatzindex im Juni-Niveau
- Stagnation der Umsätze im vergangenen Jahr
- Zweifel an konjunktureller Wende
- Schlechte Lage im Mittelstand bestätigt durch Datev-Indikator
- Sinken der Umsätze in allen Branchen außer Baugewerbe
- Weihnachten im Einzelhandel blieb aus
- Kaufzurückhaltung und steigende Kosten belasten Unternehmen
- Rückgang der Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe und Gastronomie
- Kostendruck durch steigende Löhne und Gehälter im Mittelstand
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: "2025 war ein verlorenes Jahr für den Mittelstand", sagte Robert Mayr, der Vorstandsvorsitzende der Datev-Genossenschaft.
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