Ökonom Felbermayr kritisiert EU-Klimazoll CBAM

Ökonom Felbermayr kritisiert EU-Klimazoll CBAM

News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wirtschaft: Kritische Stimmen zum EU-Klimazoll

Brüssel () – Ökonomen und Wirtschaftsvertreter kritisieren den ab Januar geltenden Klimazoll der Europäischen Union.

„Die Motivation für dieses ist gut, aber – wie so oft – sind die noch nicht überzeugend“, schreibt der Wirtschaftswissenschaftler Felbermayr in einer bisher unveröffentlichten Untersuchung, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. Felbermayr war mehrere Jahre lang Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und ist nun Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Brüssels Maßnahme ist unter dem Namen CBAM bekannt. Bei der Einfuhr bestimmter Waren aus Ländern mit lockereren Umweltvorschriften – etwa Stahl, Zement und Dünger – wird an den Grenzen der EU nun ein Aufschlag fällig. Dazu sollen europäische ermitteln, wie viel Kohlendioxid während der Produktion der Importe entstanden ist.

Felbermayr hält ein Instrument wie CBAM prinzipiell für nötig, um negative Effekte der europäischen CO2-Bepreisung auszugleichen. Aber er kritisiert Brüssels Ansatz. Wie viel Kohlendioxid in einem Produkt stecke, lasse sich nur schwer feststellen, schreibt er. CBAM verursache daher „erhebliche bürokratische Kosten“. Unternehmen, die etwa Stahl oder Zement außerhalb der EU einkauften, würden belastet und könnten abwandern.

Der Ökonom spricht sich daher für einen Zuschuss auf Exporte aus. Zudem schlägt er eine uniforme Abgabe auf Importe vor. Dann müssten europäische Unternehmen nicht länger Emissionen in fernen Ländern ermitteln, würden also entlastet. Eine Alternative könnte Felbermayr zufolge sein, Produzenten CO2-intensiver Güter – anders als bisher von der EU geplant – weiterhin kostenlose Zertifikate zuzuteilen. All das soll ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten.

Auch aus der kommt Kritik an CBAM. „Die EU hat ihren Grenzausgleich nicht zu Ende gedacht“, sagte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, der „Welt am Sonntag“. „Viele Verarbeiter betroffener Vorprodukte sind in höchster Sorge.“ Auch der Export drohe zu leiden. „Und das alles“, klagte Kirchdörfer, „in dieser sehr schwachen Konjunktur“. Aber im Grundsatz sei ein marktwirtschaftliches Instrument in der Klimapolitik richtig.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Container (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Gabriel Felbermayr, Rainer Kirchdörfer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Europäische Union, Kieler Institut für Weltwirtschaft, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Stiftung Familienunternehmen

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Brüssel

Worum geht es in einem Satz?

Ökonomen und Wirtschaftsvertreter kritisieren den ab Januar 2024 geltenden Klimazoll der EU (CBAM), da dessen Umsetzung bürokratische Hürden und Kosten für Unternehmen mit sich bringt, während alternative Vorschläge zur Entlastung und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit erforderlich sind.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Einführung des Klimazolls (CBAM) durch die EU
  • Ziel: Ausgleich negative Effekte der europäischen CO2-Bepreisung
  • Kritik an mangelnder Umsetzbarkeit und bürokratischem Aufwand
  • Schwierige Ermittlung von CO2-Emissionen in importierten Produkten
  • Bedenken bezüglich Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
  • Unsicherheit in der Wirtschaft durch geplante Maßnahmen
  • Anforderungen an europäische Unternehmen bei der Einfuhr von Waren mit geringeren Umweltvorschriften

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Politik, Öffentlichkeit und Medien reagieren wie folgt:

- Kritische Stimmen von Ökonomen und Wirtschaftsvertretern
- Gabriel Felbermayr bezeichnet Pläne als nicht überzeugend
- CBAM wird als notwendig angesehen, aber mit bürokratischen Nachteilen belastet
- Vorschläge zur Entlastung europäischer Unternehmen
- Rainer Kirchdörfer äußert Bedenken über unzureichende Planung des Grenzausgleichs
- Sorge um Wettbewerbsfähigkeit und Export in schwacher Konjunktur

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Kritik an der Umsetzbarkeit des Klimazolls
  • Erhebliche bürokratische Kosten
  • Belastung für Unternehmen, die außerhalb der EU einkaufen
  • Möglichkeit der Abwanderung von Unternehmen
  • Vorschlag für Zuschüsse auf Exporte
  • Bedarf an uniformer Abgabe auf Importe
  • Existierender Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen
  • Sorgen der Verarbeiter betroffener Vorprodukte
  • Möglicher Einfluss auf den Export
  • Negative Auswirkungen auf die Konjunktur

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Der Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayr kritisiert Brüssels Ansatz des Klimazolls, da sich der CO2-Gehalt in Produkten nur schwer feststellen lasse und dies erhebliche bürokratische Kosten verursache.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert