Rente: Linke warnt vor drastischem Anstieg der Altersarmut

Rente: Linke warnt vor drastischem Anstieg der Altersarmut

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Altersarmut in Deutschland: Politische Warnungen

Berlin () – Die Linke warnt vor einem drastischen Anstieg der Altersarmut in Deutschland.

Hintergrund ist eine Anfrage der Linken im Bundestag zum rechnerischen Rentenniveau bei verschiedenen Bruttoverdiensten; über die Antwort der Bundesregierung berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).

Laut Berechnung des Bundesarbeitsministeriums wäre bei einem konstanten Stundenlohn über 45 Jahre Vollzeit ein Bruttostundenlohn von 19,99 Euro nötig, um auf 1.381 Euro Rente zu kommen – der aktuellen Armutsrisikoschwelle für Alleinlebende. Für 1.200 Euro Rente läge der rechnerische Stundenlohn bei knapp 16 Euro, für 1.500 Euro bei mehr als 21 Euro pro Stunde. Bei 1.700 bzw. 2.000 Euro Rente ergäben sich Stundenlöhne von rund 25 bzw. knapp 29 Euro.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verdienten im April 2025 rund 18,9 Millionen abhängig Beschäftigte weniger als 20 Euro brutto pro Stunde. 11,4 Millionen verdienten unter 16 Euro pro Stunde, mehr als 22 Millionen unter 22 Euro.

„Wenn jede zweite gesetzliche Rente in Richtung Armutsrisiko rutscht, ist das kein Ausrutscher, sondern Systemversagen“, sagte Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Eine gesetzliche Rente, bei der der Mindestlohn auch nach Erhöhungen fast zwangsläufig in Altersarmut führt, hat ein massives Legitimationsproblem.“

Der berechnete Stundenlohn von 20 Euro, der notwendig sei, um der Armutsgrenze zu entkommen, sei für die Hälfte der Beschäftigten derzeit unerreichbar. „Das zeigt: Deutschland hat kein individuelles, sondern ein strukturelles Renten- und Lohnproblem“, so Bartsch. „Dieses System braucht eine grundlegende Rentenreform – und ein höheres Rentenniveau.“

Das Arbeitsministerium weist in seiner Antwort allerdings darauf hin, dass aus den Modellrechnungen keine Rückschlüsse auf das Altersarmutsrisiko gezogen werden könnten. Die Armutsrisikoschwelle sei ein statistisches Konstrukt auf Basis des Nettoäquivalenzeinkommens, das alle Einkommen eines Haushalts berücksichtigt und keine Auskunft über die individuelle Bedürftigkeit gebe. Dies sei nicht mit einer einzelnen Einkommensart, wie der gesetzlichen Rente, zu vergleichen. Auch seien andere Alterseinkommen von Rentnern abseits der gesetzlichen Rente in der Berechnung nicht einbezogen. Zudem sei die Annahme eines gleichbleibenden Stundenlohns über 45 Jahre als Grundlage der Berechnung unrealistisch.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen von Personen, die im Artikel vorkommen, sind: Dietmar Bartsch.

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Die Linke, Bundestag, Bundesregierung, Funke-Mediengruppe, Bundesarbeitsministerium, Statistisches Bundesamt

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Die Linke warnt vor steigendem Altersarmutsrisiko in Deutschland, da viele Beschäftigte nicht den erforderlichen Stundenlohn erreichen, um eine angemessene Rente zu erhalten, was ein strukturelles Problem im Rentensystem aufzeigt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anfrage der Linken im Bundestag zum Rentenniveau
  • Antwort der Bundesregierung zu Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums
  • Notwendiger Bruttostundenlohn für angemessene Rente
  • Statistische Daten zu Arbeitsverdiensten in Deutschland
  • Hohe Anzahl an Beschäftigten mit niedrigem Bruttostundenlohn
  • Kritische Aussagen von Dietmar Bartsch über Systemversagen und Altersarmut
  • Hinweis des Arbeitsministeriums auf statistische Konstrukte und unrealistische Annahmen in Berechnungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Die Linke warnt vor drastischem Anstieg der Altersarmut in Deutschland.
  • Anfrage im Bundestag zum Rentenniveau führte zu Veröffentlichungen in Funke-Mediengruppe.
  • Berechnung des Bundesarbeitsministeriums zeigt nötige Bruttostundenlöhne für verschiedene Rentenhöhen.
  • Statistisches Bundesamt: 18,9 Millionen Beschäftigte verdienen weniger als 20 Euro brutto pro Stunde.
  • Dietmar Bartsch kritisiert Systemversagen bei gesetzlicher Rente.
  • Forderung nach grundlegender Rentenreform und höherem Rentenniveau.
  • Arbeitsministerium weist auf unrealistische Annahmen in den Modellrechnungen hin.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Drastischer Anstieg der Altersarmut in Deutschland
  • Erhöhung des Armutsrisikos bei gesetzlicher Rente
  • Legitimationsprobleme des Rentensystems
  • Unerreichbarkeit des notwendigen Stundenlohns für viele Beschäftigte
  • Notwendigkeit einer grundlegenden Rentenreform
  • Forderung nach höherem Rentenniveau
  • Statistische Irreführungen in der Rentenberechnung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Dietmar Bartsch zitiert. In seinem Statement kritisiert er das Rentensystem und fordert eine grundlegende Rentenreform.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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