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Wirtschaftliche Warnungen aus Berlin
Berlin () – Der Wirtschaftsweise Achim Truger hat die Bundesregierung davor gewarnt, die für 2028 geplante Senkung der Körperschaftsteuer vorzuziehen. Zu einem entsprechenden Vorstoß unter anderem von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte Truger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgabe). „Das ist eine totale Schnapsidee. Die zusätzlichen Impulse daraus wären sehr gering.“
Außerdem würde eine sofortige Senkung große Löcher in die öffentlichen Haushalte reißen. „Kontraproduktive Ausgabenkürzungen wären die Folge. Das würde die Konjunktur am Ende sogar belasten“, warnte Truger, der Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft ist. „Man sollte das unbedingt unterlassen.“
Er kritisierte zudem den Vorschlag aus der Arbeitgeberschaft, einen Feiertag zu streichen, um die Konjunktur anzukurbeln. „Die Auswirkungen halte ich für überbewertet“, sagte Truger. „Erstens ist es eine Besonderheit, die Konjunkturprognose überhaupt so anzupassen, dass zusätzliche oder wegfallende Feiertage eingerechnet werden. Andere Länder machen das nicht und es gibt auch Länder, in denen Feiertage, die auf das Wochenende fallen, nachgeholt werden.“ Zweitens sei derzeit eher mangelnde Nachfrage das Problem. Truger verwies zudem darauf, dass Bayern besonders viele Feiertage habe, wirtschaftlich aber nicht schwächer sei als andere Bundesländer.
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Achim Truger (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Achim Truger, Markus Söder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Achim Truger, Bundesregierung, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, CSU, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Sachverständigenrat Wirtschaft.
Wann ist das Ereignis passiert?
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Worum geht es in einem Satz?
Wirtschaftsweise Achim Truger warnt die Bundesregierung davor, die geplante Körperschaftsteuer-Senkung von 2028 vorzuziehen, da dies die öffentlichen Haushalte stark belasten und die Konjunktur negativ beeinflussen könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung vor vorzeitiger Körperschaftsteuersenkung
- Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
- Prognose von geringen zusätzlichen Impulsen
- Gefahr großer Löcher in den öffentlichen Haushalten
- Möglichkeit kontrarer Ausgabenkürzungen
- Kritische Haltung zu Vorschlägen der Arbeitgeberschaft
- Betonung der Rolle von mangelnder Nachfrage
- Vergleich mit anderen Ländern bezüglich Feiertage
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Achim Truger warnt vor Vorziehen der Körperschaftsteuersenkung 2028.
- Truger bezeichnet den Vorstoß als "totale Schnapsidee".
- Zusätzliche Impulse aus der Senkung wären gering.
- Sofortige Senkung würde große Löcher in die öffentlichen Haushalte reißen.
- Kontraproduktive Ausgabenkürzungen würden die Konjunktur belasten.
- Truger kritisiert Vorschlag, einen Feiertag zu streichen.
- Er hält die Auswirkungen für überbewertet.
- Hinweis auf andere Länder, die Feiertage anders handhaben.
- Mangelnde Nachfrage sei derzeit das Hauptproblem.
- Bayern hat viele Feiertage, aber ist wirtschaftlich nicht schwächer.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vorzeitige Senkung der Körperschaftsteuer könnte große Löcher in die öffentlichen Haushalte reißen
- Kontraproduktive Ausgabenkürzungen wären die Folge
- Belastung der Konjunktur
- Vorschlag, Feiertag zu streichen, wird als überbewertet angesehen
- Mangelnde Nachfrage als aktuelles Problem hervorgehoben
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Achim Truger zitiert, der die Bundesregierung davor warnt, die Senkung der Körperschaftsteuer vorzuziehen, und dies als "totale Schnapsidee" bezeichnet.
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