Wirtschaft: Solidaritätsabgabe für Topverdiener in Deutschland
Berlin () – Der Wirtschaftsweise Achim Truger schlägt vor, dass die sieben Prozent Topverdiener in Deutschland eine Krisen-Abgabe zahlen, um soziale Kürzungen zu vermeiden. „Ich persönlich plädiere für eine Solidaritätsabgabe für Krisen und Verteidigung“, sagte Truger der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).
Der Bundesregierung drohe durch Ausgaben etwa für Verteidigung und geringere Unternehmenssteuern eine Haushaltslücke, die 2029 rund 200 Milliarden Euro betragen könne. „Das durch Kürzungen auszugleichen, wäre sozialer Kahlschlag“, so Truger.
Der Wirtschaftsweise geht damit über die Forderung des Sachverständigenrats hinaus, der im Gutachten eine stärkere Belastung reicher Firmenerben fordert, um Erbschaften gleichmäßiger zu besteuern. Dabei gibt es einen Konflikt: Ratsmitglied Veronika Grimm nennt diese Diskussion in einem Minderheitsvotum „fahrlässig“.
Truger verteidigte die Forderung. „Unsere Argumente sind klar und nachvollziehbar. Dass man sie nicht aussprechen soll, ist mir zu viel der Verneigung vor den Familienunternehmern“, sagte er. Es geschehe häufig, dass gigantische Betriebsvermögen mit lächerlich niedrigen Sätzen besteuert würden oder gar nicht. „Wenn ich 150.000 Euro von der Tante erbe, zahle ich im Zweifel mehr als jemand, dem eine Firma im Milliardenwert in den Schoß fällt.“ Die Interessen der Reichen seien in der Politik überrepräsentiert, so Truger. „Wir sollten die Macht der Reichen in Deutschland begrenzen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Achim Truger am 12.11.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Achim Truger, Veronika Grimm
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Bundesregierung, Sachverständigenrat, Veronika Grimm, Familienunternehmer.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 12.11.2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
Wirtschaftsweise Achim Truger fordert eine Krisen-Abgabe für die obersten sieben Prozent der Verdiener in Deutschland, um soziale Kürzungen zu vermeiden und eine drohende Haushaltslücke zu schließen, während er die übermäßige politische Einflussnahme der Reichen kritisiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorschlag von Achim Truger zur Solidaritätsabgabe für Topverdiener
- Drohende Haushaltslücke der Bundesregierung durch steigende Ausgaben
- Diskussion über Erbschaftssteuern und deren Ungerechtigkeit
- Überrepräsentation der Interessen reicher Schichten in der Politik
- Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und Vermeidung von Kürzungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vorschlag einer Krisen-Abgabe für Topverdiener
- Vermeidung sozialer Kürzungen
- Mögliche Haushaltslücke von 200 Milliarden Euro bis 2029
- Gefahr eines sozialen Kahlschlags durch Kürzungen
- Forderung nach gerechterer Besteuerung von Erbschaften
- Diskussion über Überrepräsentation der reichen Interessen in der Politik
- Forderung zur Begrenzung der Macht der Reichen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Achim Truger zitiert, der vorschlägt, dass die Topverdiener in Deutschland eine Krisen-Abgabe zahlen sollten, um soziale Kürzungen zu vermeiden.
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