Politik: Stadionverbote in Jena kritisiert
Jena () – Der innenpolitische Sprecher der Linken-Fraktion im Thüringer Landtag, Ronald Hande, hat die Praxis von Stadionverboten nach Fußball-Ausschreitungen in Jena scharf kritisiert. Grundlage sind Antworten der Landesregierung auf Kleine Anfragen seiner Fraktion.
Hande teilte mit, die Stadt Jena habe 62 einjährige Hausverbote für das Ernst-Abbe-Sportfeld ausgesprochen, nachdem die Polizei Personalien von Tatverdächtigen weitergegeben habe. Eine eigene Gefährdungseinschätzung der Stadt habe dabei nicht stattgefunden.
Die Verbote stützen sich auf Ermittlungen nach Ausschreitungen beim Regionalligaspiel zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und der BSG Chemie Leipzig am 30. November 2024. Laut Landesregierung wurden 105 Einzelverfahren eingeleitet, von denen bis Mitte September 39 bereits wieder eingestellt wurden.
Gleichzeitig wurden die 62 Hausverbote verhängt. Die Polizei registrierte 64 verletzte Fans beider Vereine sowie neun verletzte, aber dienstfähige Beamte.
Hande wirft den Behörden eine „Vorverurteilung“ und einen Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien vor.
Betroffene seien nicht angehört worden und müssten nun ihre Unschuld beweisen. “ Das ist eine Umkehr der geltenden Unschuldsvermutung und ein Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien“, so der Abgeordnete.
Er forderte, dass Hausverbote nur nach Einzelfallprüfung, Anhörung und nachvollziehbarer Begründung ausgesprochen werden dürften. Bereits im Oktober hatte das Landgericht Gera der Stadt Jena untersagt, weitere Hausverbote zu verhängen.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ronald Hande (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ronald Hande, Carl Zeiss Jena, BSG Chemie Leipzig, Landgericht Gera, Thüringer Landtag.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Linke-Fraktion, Thüringer Landtag, Stadt Jena, Ernst-Abbe-Sportfeld, Polizei, FC Carl Zeiss Jena, BSG Chemie Leipzig, Landesregierung, Landgericht Gera
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 30. November 2024 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Jena, Ernst-Abbe-Sportfeld, Gera.
Worum geht es in einem Satz?
Der innenpolitische Sprecher der Linken-Fraktion im Thüringer Landtag, Ronald Hande, kritisiert die Praxis der Stadt Jena, Stadionverbote nach Fußball-Ausschreitungen ohne vorherige Gefährdungseinschätzung und Anhörung der Betroffenen zu verhängen, wodurch rechtsstaatliche Prinzipien verletzt würden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritische Äußerungen von Ronald Hande zur Praxis von Stadionverboten
- Stadt Jena verhängt 62 einjährige Hausverbote für das Ernst-Abbe-Sportfeld
- Polizei gibt Personalien von Tatverdächtigen weiter
- Keine eigene Gefährdungseinschätzung durch die Stadt
- Ausschreitungen beim Regionalligaspiel FC Carl Zeiss Jena gegen BSG Chemie Leipzig am 30. November 2024
- 105 Einzelverfahren wurden eingeleitet, 39 bereits eingestellt
- 64 verletzte Fans und neun verletzte, dienstfähige Beamte
- Vorwurf der Vorverurteilung und Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien
- Fehlende Anhörung der Betroffenen
- Landgericht Gera untersagt weitere Hausverbote im Oktober
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Ronald Hande kritisiert Stadionverbote scharf
- 62 einjährige Hausverbote für das Ernst-Abbe-Sportfeld nach Ausschreitungen
- Keine eigene Gefährdungseinschätzung der Stadt
- Ermittlungen nach Ausschreitungen beim Spiel am 30. November 2024
- 105 Einzelverfahren eingeleitet, 39 bis Mitte September eingestellt
- 64 verletzte Fans und neun verletzte Beamte
- Vorwurf von "Vorverurteilung" und Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien
- Keine Anhörung der Betroffenen, sie müssen Unschuld beweisen
- Forderung nach Einzelfallprüfung und nachvollziehbarer Begründung für Hausverbote
- Landgericht Gera untersagte der Stadt Jena, weitere Hausverbote zu verhängen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Scharfe Kritik an der Praxis von Stadionverboten
- 62 einjährige Hausverbote ausgesprochen
- Keine eigene Gefährdungseinschätzung der Stadt
- 105 Einzelverfahren eingeleitet
- 39 Verfahren eingestellt
- Vorverurteilung der Betroffenen
- Umkehr der Unschuldsvermutung
- Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien
- Betroffene müssen ihre Unschuld beweisen
- Forderung nach individueller Prüfung von Hausverboten
- Landgericht Gera untersagt weitere Hausverbote
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ronald Hande zitiert, der die Praxis von Stadionverboten scharf kritisiert und die Behörden eine "Vorverurteilung" sowie einen Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien vorwirft.
- Kölns Kaderplaner sieht KI als wichtigen Helfer - 30. Juli 2026
- Baum stürzt am Möhnesee auf Jugendgruppe: Zwei Schwerverletzte - 30. Juli 2026
- CSU-Fraktion fordert nach Gespräch mit Streeck Präventionsoffensive gegen Drogen - 30. Juli 2026

