Frauenhäuser in NRW: Aufnahmegesuche abgelehnt
Düsseldorf () – Frauenhäuser in NRW mussten im vergangenen Jahr in 6.135 Fällen Aufnahmegesuche mangels freier Plätze ablehnen. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Zahlen aus dem „Berichtswesen Frauenhäuser“ des nordrhein-westfälischen Familien- und Gleichstellungsministeriums.
Im Vergleich zu 2023 ist das ein Rückgang: In jenem Jahr habe es noch 7.234 abgelehnte Aufnahmegesuche wegen Überbelegung gegeben.
Das Familienministerium erklärte, dass die Anzahl der abgelehnten Aufnahmegesuche zudem nicht mit der Anzahl der anfragenden Betroffenen gleichgesetzt werden dürfe. Doppel- und Mehrfachzählungen seien möglich, wenn eine Frau in mehreren Frauenhäusern einen Schutzplatz anfrage.
Eine Vertreterin der Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Frauenhäuser, Marion Steffens, deutete den Rückgang bei den abgelehnten Aufnahmegesuchen der „Rheinischen Post“ nicht als Zeichen einer Verbesserung.
Sie erklärte ihn vielmehr damit, dass die Internetseite „Frauen-Info-Netz“ inzwischen bei Hilfesuchenden und Behörden bekannt sei. Auf dieser Website sind komplett ausgelastete Einrichtungen rot markiert.
„Sobald die Häuser auf Rot stehen, ruft im Grunde niemand mehr an. Nicht weil kein Platz benötigt würde, sondern weil sich jede Anfrage erübrigt“, sagte Steffens der Zeitung.
Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) kündigte an, dass die Situation verbessert werden solle.
„Die Landesregierung hat den Gewaltschutz, insbesondere für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen, seit Beginn dieser Legislaturperiode kontinuierlich weiter gestärkt“, sagte sie der „Rheinischen Post“. „Wir fokussieren uns darauf, hier bestehende Schutzlücken zu schließen und den Schutz weiter auszubauen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Marion Steffens, Josefine Paul
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frauenhäuser in NRW, Rheinische Post, Berichtswesen Frauenhäuser, nordrhein-westfälisches Familien- und Gleichstellungsministerium, Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Frauenhäuser, Marion Steffens, Frauen-Info-Netz, Josefine Paul, Grüne.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen (NRW)
Worum geht es in einem Satz?
Im Jahr 2023 mussten Frauenhäuser in NRW 6.135 Aufnahmegesuche wegen Überbelegung ablehnen, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt, jedoch nicht unbedingt auf eine Verbesserung der Situation hinweist, da viele hilfesuchende Frauen aufgrund neuer Informationen über die Auslastung der Einrichtungen keine Anfragen mehr stellen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hohe Anzahl abgelehnter Aufnahmegesuche in Frauenhäusern
- Mangel an freien Plätzen in Frauenhäusern in NRW
- Internetseite „Frauen-Info-Netz“ zeigt Überbelegung an
- Multi-Zählungen durch Anfragen an mehrere Frauenhäuser
- Vermutete Unterberichterstattung von Hilfebedarf
- Anstieg des Bewusstseins über die Website zur Platzverfügbarkeit
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Frauenhäuser in NRW lehnten 6.135 Aufnahmegesuche ab.
- Rückgang im Vergleich zu 2023 (7.234 abgelehnte Gesuche).
- Familienministerium weist auf mögliche Doppelzählung hin.
- Marion Steffens sagt Rückgang sei kein Zeichen der Verbesserung.
- Erklärung: Bekannte Website markiert voll belegte Häuser rot.
- Josefine Paul kündigt Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an.
- Fokus auf Schließen von Schutzlücken und Ausbau des Gewaltschutzes.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 6.135 abgelehnte Aufnahmegesuche in Frauenhäusern
- Rückgang im Vergleich zum Vorjahr
- Keine Verbesserung der Situation
- Bekanntheit des "Frauen-Info-Netz"
- Anfragen laufen aus, wenn Einrichtungen als komplett ausgelastet markiert sind
- Ankündigung zur Verbesserung der Situation durch die Landesregierung
- Fokus auf Schließung von Schutzlücken und Ausbau des Schutzes
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Marion Steffens, eine Vertreterin der Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Frauenhäuser, äußerte sich kritisch zum Rückgang der abgelehnten Aufnahmegesuche, indem sie sagte, dass dieser nicht als Zeichen einer Verbesserung interpretiert werden könne.
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