Verkehrspolitik und Emissionsdiskussion in Berlin
Berlin () – Die Bundesregierung hat sich auf EU-Ebene dafür eingesetzt, dass auch nach dem Jahr 2035 noch „hocheffiziente Verbrenner“ neu zugelassen werden dürfen, kann jedoch keine Kriterien für diesen Begriff nennen.
„Eine eigenständige Definition oder konkrete Messgrößen hat die Bundesregierung nicht festgelegt und muss diese auch nicht festlegen“, schreibt Christian Hirte (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, in der Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Julian Joswig, über die der „Spiegel“ berichtet. Es handele sich bei den „hocheffizienten Verbrennern“ um einen Begriff, den die Ministerpräsidenten der Länder in ihrer Konferenz im Oktober „eingebracht“ hätten, so Hirte.
Joswig kritisiert die Kommunikation der Regierung. „Statt den Hochlauf der E-Mobilität entschlossen voranzutreiben, übernimmt Friedrich Merz die Sprechpunkte der fossilen Autolobby, ohne erklären zu können, was sie konkret bedeuten oder wie sie mit den Klimazielen vereinbar sind“, sagte der Grünen-Abgeordnete dem Nachrichtenmagazin. Hocheffiziente Verbrenner seien eine „Mogelpackung“, so Joswig.
Laut Agora Verkehrswende liegt der Wirkungsgrad von Elektroautos bei 64 Prozent. Benziner kommen lediglich auf eine Effizienz von rund 20 Prozent. Während Elektrofahrzeuge in der Produktion mehr Treibhausgasemissionen haben, sind sie im Betrieb sparsamer. In der Gesamtbilanz sind E-Autos dadurch klimafreundlicher als Benziner, wenn sie mindestens 60.000 Kilometer gefahren werden, und klimafreundlicher als Diesel-Fahrzeuge, wenn sie mindestens 90.000 Kilometer gefahren werden. Bei einer Lebensfahrleistung von 200.000 Kilometern können so 29 bzw. 22 Prozent der CO2-Äquivalente durch Elektrofahrzeuge eingespart werden. Durch die Nutzung von grünem Strom beim Laden kann die Ersparnis weiter gesteigert werden.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christian Hirte, Julian Joswig, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesregierung, Christian Hirte, CDU, Bundesverkehrsministerium, Julian Joswig, Grünen-Bundestagsabgeordneter, Friedrich Merz, Agora Verkehrswende, dts Nachrichtenagentur, Spiegel
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesregierung setzt sich auf EU-Ebene dafür ein, dass nach 2035 weiterhin "hocheffiziente Verbrenner" zugelassen werden können, hat jedoch keine klaren Kriterien dafür festgelegt, was von der Opposition als unzureichend und irreführend kritisiert wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- EU-Vorgaben für Neuzulassungen ab 2035
- Einführung des Begriffes „hocheffiziente Verbrenner“ durch Ministerpräsidenten
- Fehlende Definition oder Kriterien für „hocheffiziente Verbrenner”
- Kritik an der Kommunikation der Bundesregierung
- Diskussion um Klimaziele und E-Mobilität
- Unterschiedliche Effizienz von Elektroautos und Verbrennern
- Interessensvertretung durch fossile Autolobby
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesregierung setzt sich auf EU-Ebene für hocheffiziente Verbrenner nach 2035 ein
- Keine Kriterien für den Begriff "hocheffiziente Verbrenner" festgelegt
- Christian Hirte (CDU) erklärt in Antwort auf Anfrage, keine eigenständige Definition notwendig
- Begriff stammt von Ministerpräsidenten der Länder
- Julian Joswig (Grüne) kritisiert Regierungscommunication
- Merz übernimmt Punkte der fossilen Autolobby, ohne deren Bedeutung zu erklären
- Joswig nennt hocheffiziente Verbrenner "Mogelpackung"
- Agora Verkehrswende: E-Autos haben Wirkungsgrad von 64%, Benziner 20%
- E-Autos klimafreundlicher bei Fahrleistungen von 60.000 bis 90.000 Kilometern
- Ersparnisse bei CO2-Äquivalenten durch E-Autos bei entsprechender Lebensfahrleistung
- Nutzung von grünem Strom kann Ersparnis erhöhen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Keine klare Definition für "hocheffiziente Verbrenner"
- Kritik an der Kommunikation der Regierung
- Mangelnde Unterstützung für E-Mobilität
- Zweifel an der Vereinbarkeit der Maßnahme mit Klimazielen
- Hocheffiziente Verbrenner als unzureichende Lösung
- Elektroautos klimafreundlicher bei Fahrleistungen über 60.000 bis 90.000 Kilometer
- Potenzieller CO2-Einsparung durch Elektrofahrzeuge bei hoher Lebensfahrleistung
- Erhöhung der Ersparnis durch Nutzung von grünem Strom beim Laden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Christian Hirte (CDU) zitiert, der erklärt, dass die Bundesregierung keine eigenständige Definition für "hocheffiziente Verbrenner" festgelegt hat.
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