DIW findet Kopplung von Renteneintritt an Beitragsjahre ungerecht
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Wirtschaft: Debatte zur Rentenreform in Berlin
Berlin () – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat den Vorschlag, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen, als ungerecht bezeichnet. „Ein solches Modell schafft große neue Ungerechtigkeiten im Rentensystem, denn es führt zu einer stärkeren Umverteilung von Arm zu Reich und von Frauen zu Männern“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“. Als Beispiel nannte er die Rente mit 63, von der „vor allem männliche, häufig gut bezahlte Industriearbeiter“ profitiert hätten.
Fratzscher sagte weiter: „Der Vorschlag wird die Altersarmut nicht reduzieren, sondern Ungleichheiten verstärken. Zudem wird er zu einem intensiven Streit über die Frage führen, ob und wann Unterschiede im Renteneintrittsalter berechtigt sind oder nicht.“ Aus Sicht des Wirtschaftswissenschaftlers würden auf diese Weise „Menschen und vor allem Frauen, die viele Jahre ehrenamtlich tätig waren oder sich um die Familie gekümmert haben, schlechter gestellt“ werden.
Der Ökonom Jens Südekum, der auch Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist, hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen.
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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (Archiv)
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, Rheinische Post, Jens Südekum, Lars Klingbeil, SPD
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Marcel Fratzscher, Präsident des DIW, kritisiert den Vorschlag, das Renteneintrittsalter an die Anzahl der Beitragsjahre zu koppeln, als ungerecht, da dies Ungleichheiten verstärken und insbesondere Frauen benachteiligen würde.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Vorschlag zur Verknüpfung des Renteneintritts mit der Zahl der Beitragsjahre
Kritik von Marcel Fratzscher am Vorschlag
Befürchtung von Ungerechtigkeiten im Rentensystem
Beispiel der Rente mit 63 und deren Vorteile für bestimmte Berufsgruppen
Hinweis auf mögliche Verstärkung von Altersarmut
Benachteiligung von Menschen mit ehrenamtlicher oder familiärer Tätigkeit
Stellungnahme von Ökonom Jens Südekum als Befürworter des Vorschlags