Bundestag verabschiedet Rentenpaket mit Kanzlermehrheit
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Rentenreform im Bundestag: Entscheidungen und Folgen
Berlin () – Der Bundestag hat das umstrittene Rentenpaket der Bundesregierung mit Kanzlermehrheit verabschiedet.
319 Abgeordnete stimmten am Freitag für den entsprechenden Gesetzesentwurf, 225 dagegen, 53 enthielten sich. Um das Paket hatte es wochenlangen Streit innerhalb der Koalition gegeben. Die Junge Gruppe der Union lehnte eine Absicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent über das Jahr 2031 hinaus strikt ab. Zuletzt hatte die Linksfraktion angekündigt, sich zu enthalten, um „die Rente von über 21 Millionen Menschen in diesem Land“ zu retten.
Mit ihrem ersten Gesetzentwurf will die Bundesregierung das derzeit geltende Rentenniveau von 48 Prozent (Verhältnis der Rente zum Durchschnittsverdienst) über 2025 hinaus verlängern. Außerdem soll die „Mütterrente“ ausgeweitet werden. Zur Begründung heißt es: „Mit der ab dem Jahr 2026 wieder anzuwendenden bisherigen Rentenanpassungsformel würde das Rentenniveau nach Auslaufen der Haltelinie deutlich sinken und ein niedrigeres Alterseinkommen zur Folge haben. Die Renten würden systematisch langsamer steigen als die Löhne.“
Das Gesetz sieht konkret vor, die Haltelinie für das Rentenniveau bis 2031 zu verlängern. Das bedeutet, dass die Abkopplung der Renten von den Löhnen bis dahin verhindert wird. Die sich daraus ergebenden Mehrkosten der Rentenversicherung sollen aus Steuermitteln vom Bund erstattet werden, um Auswirkungen auf den Beitragssatz grundsätzlich zu vermeiden.
Ziel der Ausweitung der für die Rente anrechnungsfähigen Kindererziehungszeiten sei es, mit der Anerkennung von drei Jahren für alle Kinder – unabhängig vom Jahr der Geburt des Kindes – die vollständige Gleichstellung der Kindererziehungszeiten zu schaffen.
Die Kindererziehungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung wird künftig für vor 1992 geborene Kinder um weitere sechs Monate auf insgesamt drei Jahre verlängert. Die Mehrkosten, die sich daraus ergeben, sollen ebenfalls vom Bund erstattet werden.
Außerdem soll Personen, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, die Rückkehr zu ihrem bisherigen Arbeitgeber erleichtert werden. Deshalb soll das Anschlussverbot des Paragrafen 14 im Teilzeit- und Befristungsgesetz für diesen Personenkreis aufgehoben werden. Damit soll in diesen Fällen- auch wiederholt – ein sachgrundlos befristetes Arbeitsverhältnis möglich sein.
Würde die Haltelinie beim Rentenniveau nicht verlängert, hätte dies aufgrund des geltenden Rechts zur Folge, dass durch die Dämpfungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel die Rentenanpassungen und damit das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich geringer ausfallen würden, argumentiert die Regierung. Und weiter: „Im Gegenzug wären vom Bund keine Erstattungen der Mehraufwendungen an die Rentenversicherung zu leisten. Eine Stabilisierung des Leistungsniveaus wäre dann aber nicht mehr gegeben.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel werden keine vollständigen Namen von Personen erwähnt. Es werden überwiegend allgemein gehaltene Begriffe wie "Bundestag", "Regierung" und "Junge Gruppe der Union" verwendet, ohne spezifische Namen zu nennen.
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Bundestag hat ein umstrittenes Rentenpaket verabschiedet, das das Rentenniveau von 48 Prozent bis 2031 sichern und die "Mütterrente" erweitern soll, nachdem es wochenlange Koalitionsstreitigkeiten gab.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Umstrittenes Rentenpaket der Bundesregierung
Wochenlanger Streit innerhalb der Koalition
Ablehnung der Junge Gruppe der Union zur Rentensicherung
Ankündigung der Linksfraktion zur Enthaltung
Ziel: Verlängerung des Rentenniveaus von 48% über 2025 hinaus
Geplante Ausweitung der "Mütterrente"
Befürchtung eines sinkenden Rentenniveaus ab 2026
Notwendigkeit der Finanzierung durch Bund zur Vermeidung von Beitragserhöhungen
Verbesserung der Kindererziehungszeiten
Erleichterung der Rückkehr zu früheren Arbeitgebern für Rentner
Es wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Verlängerung des Rentenniveaus von 48 Prozent bis 2031
Ausweitung der "Mütterrente"
Vermeidung eines sinkenden Alterseinkommens
Verhindern der Abkopplung der Renten von Löhnen bis 2031
Erstattung von Mehrkosten durch Steuermittel
Gleichstellung der Kindererziehungszeiten
Verlängerung der Kindererziehungszeit für vor 1992 geborene Kinder um sechs Monate
Erleichterung der Rückkehr von Personen nach Erreichen der Regelaltersgrenze zu ihrem Arbeitgeber
Aufhebung des Anschlussverbots im Teilzeit- und Befristungsgesetz
Stabilisierung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Die Linksfraktion kündigte an, sich zu enthalten, um "die Rente von über 21 Millionen Menschen in diesem Land" zu retten.