Gesellschaftliche Herausforderungen im Osten Deutschlands
Berlin () – Mit Blick auf Rechtsextremismus im Alltag sehen Forscher in Deutschland weiterhin ein klares Ost-West-Gefälle.
„Natürlich ist es ein gesamtgesellschaftliches Problem und der Westen ist davon nicht gefeit“, sagte Romy Arnold vom Bundesverband Mobile Beratung am Dienstag in Berlin auf Anfrage der . „Aber man muss auch anerkennen, angesichts der Einstellungsmerkmale der Wahlergebnisse für extrem rechte Parteien, dass es da schon ein starkes Ost-West-Gefälle gibt.“
Matthias Quent, Rechtsextremismus-Forscher an der Hochschule Magdeburg-Stendal, ergänzte, dass in Westdeutschland eine andere politische Kultur, zivilgesellschaftliche Infrastrukturen und auch Parteibindungen viel länger und stabiler gewachsen seien als das in Ostdeutschland der Fall sein konnte. Das extrem rechte Einstellungspotenzial unterscheide sich zwischen Ost und West aber nicht signifikant und „bei jungen Menschen eigentlich überhaupt nicht“. Und auch das Potenzial für Wahlgewinne der AfD sei nicht so unterschiedlich.
Mit Blick auf einen möglichen Unterschied zwischen Stadt und Land, zeigte sich unterdessen Theresa Donner, Mitinitiatorin des sogenannten „Wir-Festivals“ in Halle (Saale), auf dts-Anfrage davon überzeugt, dass Projekte wie ihres auch in kleineren Städten wie zum Beispiel Zeitz funktionieren könnten. Bei dem Festival habe man ein Angebot für die ganze Stadt geschaffen, sagte sie. „In dem Moment, wo es eine aktive Bürgerschaft gibt, die dazu bereit ist, was zu organisieren, bei dem sich viele Menschen dazugehörig fühlen und wo es zu einem Austausch kommt, sehe ich keinen Unterschied, warum das in Zeitz nicht funktionieren sollte.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jahresrückblick 2025: Wie sich Rechtsextremismus im Alltag festsetzt und Engagierte dagegenhalten am 02.12.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Romy Arnold, Matthias Quent, Theresa Donner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband Mobile Beratung, Hochschule Magdeburg-Stendal, AfD, Wir-Festival.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 02.12.2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Magdeburg, Halle (Saale), Zeitz
Worum geht es in einem Satz?
Forscher in Deutschland warnen vor einem klaren Ost-West-Gefälle beim Rechtsextremismus im Alltag und betonen, dass, obwohl die politische Kultur in Westdeutschland stabiler ist, das extrem rechte Einstellungspotenzial zwischen Ost und West ähnlich ist, insbesondere bei jungen Menschen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ost-West-Gefälle im Rechtsextremismus
- Unterschiedliche politische Kulturen in Ost- und Westdeutschland
- Stabilität zivilgesellschaftlicher Strukturen in Westdeutschland
- Similarities im extrem rechten Einstellungspotenzial zwischen Ost und West
- Engagement von Initiativen gegen Rechtsextremismus
- Einfluss von Bürgerschaft und Gemeinschaftsprojekten auf den Zusammenhalt
- Wahlergebnisse extrem rechter Parteien
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ost-West-Gefälle im Rechtsextremismus
- Unterschiedliche politische Kultur in West- und Ostdeutschland
- Stabilere zivilgesellschaftliche Infrastrukturen im Westen
- Ähnliches extrem rechtes Einstellungspotenzial bei Jugendlichen
- Potenzial für Wahlgewinne der AfD ähnlich in beiden Regionen
- Mögliche erfolgreiche Projekte in kleineren Städten bei aktiver Bürgerschaft
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert, darunter die von Romy Arnold, die das Ost-West-Gefälle im Hinblick auf Rechtsextremismus thematisiert.
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