Wirtschaft fürchtet Personal-Konkurrenz durch Bundeswehr
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Bundeswehr-Reform und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen
Berlin () – Wer künftig freiwillig zur Bundeswehr geht und sich für mindestens sechs Monate verpflichtet, soll einen Sold von monatlich 2.600 Euro erhalten. In der Wirtschaft wächst damit jedoch „die Sorge, dass sich schon mit dem freiwilligen, in jedem Fall aber mit einem möglichen künftig verpflichtenden Wehrdienst der Wettbewerb um die für die Wirtschaft dringend benötigten Fachkräfte zwischen Wirtschaft und öffentlichem Dienst weiter intensivieren wird“, sagte DIHK-Vize-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks dem „Handelsblatt“.
Grundsätzlich könne die Wirtschaft das Ziel der Bundeswehr-Reform nachvollziehen. Wichtig sei es aber, „Wehrdienst, berufliche Bildung und Arbeitswelt ganzheitlich zu denken“. Fähigkeiten, die Soldaten bei der Truppe erwerben, „könnten ihnen bei der Rückkehr ins zivile Erwerbsleben nutzen – und damit den Wirtschaftsstandort“. Als Beispiel nannte Dercks Führerscheine, Zertifikate oder Berufsorientierungskurse.
Auch Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert eine enge Abstimmung zwischen Regierung, Bundeswehr und Wirtschaft. Sinnvoll wären Kooperationsmodelle, die es Zeitsoldaten erleichtern, nach ihrer Dienstzeit in handwerkliche Berufe einzusteigen, sagte er dem „Handelsblatt“. So könne die Bundeswehr an Attraktivität gewinnen, ohne dass der Wirtschaft dringend benötigte Fachkräfte dauerhaft verloren gingen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Achim Dercks, Holger Schwannecke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeswehr, DIHK, Handelsblatt, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundeswehr plant, freiwilligen Soldaten, die sich für mindestens sechs Monate verpflichten, einen monatlichen Sold von 2.600 Euro zu zahlen, was Bedenken in der Wirtschaft aufwirft, dass der Wettbewerb um Fachkräfte zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft intensiver wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Anstieg des Monatsgehalts für Soldaten auf 2.600 Euro
Wachstum der Besorgnis in der Wirtschaft bezüglich Fachkräftemangel
Intensivierung des Wettbewerbs um Fachkräfte zwischen Wirtschaft und Bundeswehr
Notwendigkeit ganzheitlicher Betrachtung von Wehrdienst, beruflicher Bildung und Arbeitswelt
Forderung nach enger Abstimmung zwischen Regierung, Bundeswehr und Wirtschaft
Vorschläge für Kooperationsmodelle zwischen Bundeswehr und Handwerk
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
DIHK-Vize-Hauptgeschäftsführer äußert Sorge über Wettbewerb um Fachkräfte zwischen Wirtschaft und Bundeswehr
Wirtschaft sieht Ziel der Bundeswehr-Reform grundsätzlich als nachvollziehbar
Fähigkeiten von Soldaten sollen bei Rückkehr ins zivile Leben hilfreich sein
Generalsekretär des ZDH fordert enge Abstimmung zwischen Regierung, Bundeswehr und Wirtschaft
Vorschlag für Kooperationsmodelle, um Übergang in handwerkliche Berufe zu erleichtern
Welche Konsequenzen werden genannt?
Intensivierung des Wettbewerbs um Fachkräfte zwischen Wirtschaft und öffentlichem Dienst
Notwendigkeit von ganzheitlichem Denken zwischen Wehrdienst, beruflicher Bildung und Arbeitswelt
Nutzung erworbener Fähigkeiten für die Rückkehr ins zivile Erwerbsleben
Verbesserung des Wirtschaftsstandorts durch militärisch erworbene Qualifikationen
Forderung nach Kooperationsmodellen zwischen Regierung, Bundeswehr und Wirtschaft
Erleichterung des Einstiegs in handwerkliche Berufe für Zeitsoldaten
Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr ohne dauerhaften Verlust von Fachkräften
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. DIHK-Vize-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks äußert sich zur Sorge der Wirtschaft über den Wettbewerb um Fachkräfte aufgrund des neuen Bundeswehr-Soldes.