Multilateralismus und Frieden in Deutschland
Berlin () – Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag für multilaterale Ansätze zur Friedenssicherung geworben.
„Wenn du Frieden willst, musst du ihn aufbauen und auch bewahren“, sagte Mattarella am Sonntag im deutschen Parlament. „Die Zusammenarbeit zwischen Staaten, Institutionen und Völkern ist die einzige Maßnahme, die die menschliche Würde zu beschützen vermag.“ Es seien die multilateralen Institutionen wie die Vereinten Nationen, der Internationale Strafgerichtshof, die Friedensmissionen und die humanitären Agenturen, die die herausfordernde und faszinierende Mühe auf sich nehmen, ein globales Bewusstsein zu schaffen.
„Multilateralismus ist keine Bürokratie“, so Mattarella. „Er ist das Werkzeug, das Auseinandersetzungen abkühlt und friedliche Lösungen möglich macht. Er ist die Sprache der gemeinsamen Verantwortung.“ Er sei die Stimme, die auf den Wert des Lebens eines jeden einzelnen Menschen verweise, „im Gegensatz zur Arroganz derer, die der Logik einer skrupellosen Staatsräson das Wort reden“.
Der italienische Staatschef war vor der Gedenkstunde von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) zu einem bilateralen Gespräch empfangen worden. Klöckner selbst bezeichnete den Volkstrauertag als „lauten Ruf aus der Vergangenheit“. Er sei eine laute Mahnung an uns im Heute, in einer Zeit wachsender historischer Distanz zu den Schrecken der beiden Weltkriege und gleichzeitiger Kriegsrealität. „Und leider auch gewisser Kriegsnormalität in Europa.“
„Gedenken muss daher mehr heißen als zu erinnern – es muss heißen, zu verstehen und zu handeln: Frieden und auch Demokratie sind keine Zustände, die einfach gegeben sind, die man verwalten kann“, so Klöckner. Sie seien Aufgaben, die jeden Tag neu beginnen und die kein anderer für uns erledige. „Wer die Opfer von Krieg und Gewalt ehrt, wer weiß, wohin Hass und Verblendung führen, der darf nicht schweigen, wenn Frieden und Demokratie bedroht werden – nirgendwo auf der Welt.“
Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Der Gedenktag wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und soll an die Opfer von Gewalt und Krieg aller Nationen erinnern.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sergio Mattarella am 16.11.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sergio Mattarella, Julia Klöckner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Vereinten Nationen, Internationaler Strafgerichtshof, humanitäre Agenturen, CDU
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum oder Zeitraum: 16.11.2025
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Ereignisse finden in Berlin und im Bundestag statt.
Worum geht es in einem Satz?
Italienischer Staatspräsident Sergio Mattarella plädierte während der Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag für multilaterale Ansätze zur Friedenssicherung und betonte die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit zur Bewahrung der menschlichen Würde.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Multilaterale Ansätze zur Friedenssicherung
- Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Staaten, Institutionen und Völkern
- Rolle der Vereinten Nationen und anderer Institutionen
- Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt
- Reflexion über historische Distanz zu den Weltkriegen
- Aktuelle Kriegsrealität und Kriegsnormalität in Europa
- Bedeutung von Frieden und Demokratie als kontinuierliche Aufgaben
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Sergio Mattarella spricht sich für multilaterale Ansätze zur Friedenssicherung aus.
- Betont die Notwendigkeit von Zusammenarbeit zwischen Staaten, Institutionen und Völkern.
- Multilateralismus als Werkzeug zur Konfliktbewältigung und Friedensfindung.
- Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt Mattarella und betont die Bedeutung des Volkstrauertags.
- Klöckner warnt vor wachsender historischer Distanz zu den Schrecken der Weltkriege.
- Gedenken umfasst Verständnis und Handeln für Frieden und Demokratie.
- Volkstrauertag als staatlicher Gedenktag in Deutschland.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Förderung multilateraler Ansätze zur Friedenssicherung
- Schutz der menschlichen Würde
- Schaffung eines globalen Bewusstseins
- Abkühlung von Auseinandersetzungen
- Ermutigung zu friedlichen Lösungen
- Betonung der gemeinsamen Verantwortung
- Wertschätzung jedes einzelnen Lebens
- Mahnung an die heutige Gesellschaft
- Notwendigkeit des aktiven Gedenkens und Handelns
- Erinnerung an die Gefahren von Hass und Verblendung
- Verpflichtung zur Wahrung von Frieden und Demokratie
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Sergio Mattarella zitiert. Er fordert multilaterale Ansätze zur Friedenssicherung und betont, dass Multilateralismus "das Werkzeug" sei, das Auseinandersetzungen abkühlt und friedliche Lösungen ermöglicht.
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