Nato kann sich laut Pistorius wehren

Nato kann sich laut Pistorius wehren

News - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Verteidigungspolitik in Berlin: Nato und Bundeswehr

Berlin () – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht die Verteidigungsfähigkeit der Nato angesichts der Bedrohung durch Russland als intakt an.

„Wir sollten nicht den Eindruck erwecken, dass die Nato sich nicht wehren könne. Das kann sie. Sie hat ein beachtliches Abschreckungspotenzial. Konventionell, aber natürlich auch nuklear“, sagte Pistorius der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Unabhängig davon müsse die Nato ihre „kampffähigen Streitkräfte noch besser ausstatten“, fügte der Minister hinzu.

Pistorius sieht die Bundeswehr „in einer deutlich besseren Verfassung, als es der Berichterstattung gelegentlich zu entnehmen“ sei. Die Truppe sei „vor allem deutlich besser aufgestellt“ als noch vor einigen Jahren. „Wir sind auf Kurs, wir nehmen Geschwindigkeit auf. Wir haben zum Beispiel viel mehr Verträge für Waffensysteme abgeschlossen als in den Jahren zuvor.“

Auch gebe es einen „klaren Plan für den Aufwuchs bei Personal und Infrastruktur“. Auch die Bewerbungs- und Einstellungszahlen bei der Bundeswehr stiegen schon, bevor der neue Wehrdienst inkraft trete, so Pistorius.

Die Streitkräfte seien „jahrzehntelang vernachlässigt“ worden, die Infrastruktur sei „zum Teil heruntergekommen“ und der Personalbestand „enorm verkleinert“. Alle Parteien der „demokratischen Mitte“ hätten die „Notwendigkeit, entschlossen zu handeln“, aber „verinnerlicht“, sagte Pistorius. „Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam einen Kurswechsel vorgenommen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Wir müssen bei allem, was wir tun, noch schneller werden.“

Mit Blick auf den neuen Wehrdienst sagte Pistorius der FAS, man liege im Zeitplan. „Wir werden die Wehrerfassung wieder einführen, die bei Aussetzung der Wehrpflicht einfach zerschlagen wurde. Sie ist eine Grundvoraussetzung für unsere Verteidigungsfähigkeit, daher brauchen wir sie dringend. Wir werden ab Mitte 2027 flächendeckend mustern, um zu wissen, wen wir in einem Verteidigungsfall einziehen könnten. Wir werden die Reserve schrittweise mit ehemaligen Wehrdienstleistenden aufbauen – und somit unsere Verteidigungsfähigkeit insgesamt stärken.“ Pistorius fügte hinzu: „Wir haben uns schnell zusammengefunden und einen wirklich guten Kompromiss erzielt. Das zählt für mich. Alles andere ist jetzt Schnee von gestern.“

Pistorius wandte sich in der FAS abermals gegen eine sofortige Einführung der Wehrpflicht: „Wo sollen die 350.000 jungen Männer eines Jahrgangs untergebracht werden? Wer soll sie ausbilden? Um eine Wiedereinführung der Wehrpflicht, wie wir sie von früher kennen, kann es derzeit gar nicht gehen. Wir setzen bewusst auf Freiwilligkeit. Wir wollen diejenigen, die motiviert und geeignet sind. Davon haben wir langfristig – auch wenn wir über den Dienst in der Reserve sprechen – viel mehr, als wenn wir die jungen Menschen zum Dienst zwingen.“

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nato-Hauptquartier (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Boris Pistorius

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Nato, Bundeswehr, SPD, Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, FAS.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Nato-Hauptquartier.

Worum geht es in einem Satz?

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius betont die intakte Verteidigungsfähigkeit der NATO angesichts der Bedrohung durch Russland und stimmt einer besseren Ausstattung der Bundeswehr zu, während er gleichzeitig auf die Notwendigkeit eines planvollen Aufwuchses bei Personal und Infrastruktur hinweist.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Bedrohung durch Russland
  • Vernachlässigung der Streitkräfte über Jahrzehnte
  • Abbau der Infrastruktur
  • Reduzierung des Personalbestands
  • Notwendigkeit eines Kurswechsels in der Verteidigungspolitik
  • Erhöhung der Waffensysteme und Verträge in den letzten Jahren
  • Einführung eines neuen Wehrdienstes zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verteidigungsfähigkeit der NATO als intakt wahrgenommen
  • Beachtliches Abschreckungspotenzial der NATO
  • Notwendigkeit zur besseren Ausstattung der kampffähigen Streitkräfte
  • Bessere Verfassung der Bundeswehr
  • Mehr Verträge für Waffensysteme abgeschlossen
  • Klarer Plan für Aufwuchs von Personal und Infrastruktur
  • Steigende Bewerbungs- und Einstellungszahlen bei der Bundeswehr
  • Jahrzehntelange Vernachlässigung der Streitkräfte
  • Dringende Notwendigkeit zur Wiedereinführung der Wehrerfassung
  • Flächendeckende Musterung angekündigt für 2027
  • Aufbau der Reserve mit ehemaligen Wehrdienstleistenden
  • Kompromiss zur Verteidigungsfähigkeit erzielt
  • Ablehnung der sofortigen Einführung der Wehrpflicht
  • Fokus auf Freiwilligkeit bei der Rekrutierung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zitiert, in der er die Verteidigungsfähigkeit der Nato als intakt beschreibt und die Notwendigkeit betont, die kampffähigen Streitkräfte besser auszustatten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert