Wirtschaftliche Standards für Lieferketten in Berlin
Berlin () – Deutsche Unternehmen fordern von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) starke, verlässliche Standards und Transparenz für Lieferketten. Dies sei Basis für langfristige Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft, heißt es in einem gestern versendeten Schreiben, aus dem der Fachdienst „Tagesspiegel Background“ zitiert.
Unterzeichnet ist es von 21 Vorstandschefs, Geschäftsführungen und Führungskräften von Unternehmen wie dem Handelskonzern Otto, Aldi Süd, dem Schokoladenhersteller Alfred Ritter, SMA Solar Technology, Vaude und GLS Bank. Die EU überarbeitet derzeit ihre Lieferkettenrichtlinie CSDDD.
Sie befürworten „starke, verlässliche Standards, die Wettbewerb fair gestalten, Transparenz schaffen und verantwortliches Unternehmertum belohnen – ohne Rückschritte bei Menschenrechten, Umwelt und Rechtssicherheit“. Vergleichbarkeit stärke das Vertrauen von Kunden, Investoren, Kreditinstituten und Geschäftspartnern. Sanktionsmechanismen seien notwendig, um Rechtsverstöße zu ahnden und Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. Für eine praktikable Regulierung schlagen sie mehrere Maßnahmen vor.
Die Gruppe protestiert ausdrücklich gegen das Ansinnen einiger Konzerne, die EU-Sorgfaltspflichtenrichtlinie CSDDD abzuschaffen. Eine Abschaffung verbindlicher und einheitlicher Regelungen wie der EU-Lieferkettenrichtlinie wäre „kontraproduktiv“ und würde den EU-Binnenmarkt gefährden.
Damit beziehen sich die Unternehmen offenbar implizit auf einen im Oktober an Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gesendeten Brief, worin die sofortige Abschaffung der CSDDD verlangt wurde – angeblich „im Namen von 46 CEOs“. Doch schwergewichtige Finanzkonzerne stehen gar nicht hinter dieser Forderung, wie „Tagesspiegel Background“ berichtet – obwohl ihre Namen auf der dem Brief beigefügten Unterstützerliste standen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Alfred Ritter, Emmanuel Macron
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Friedrich Merz (CDU), Lars Klingbeil (SPD), Otto, Aldi Süd, Alfred Ritter, SMA Solar Technology, Vaude, GLS Bank, Emmanuel Macron, Tagesspiegel Background.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, EU (Brüssel).
Worum geht es in einem Satz?
Deutsche Unternehmen fordern von der Regierung starke Standards und Transparenz für Lieferketten, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft zu sichern, und lehnen den Vorschlag ab, die EU-Sorgfaltspflichtenrichtlinie abzuschaffen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderungen nach stärkeren Standards und Transparenz für Lieferketten
- Überarbeitung der EU-Lieferkettenrichtlinie CSDDD
- Unterzeichnung durch 21 Vorstandschefs und Führungskräfte großer Unternehmen
- Ziel: langfristige Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft
- Diskussion um die Abschaffung von Sorgfaltspflichtenrichtlinien
- Bedarf an Vergleichbarkeit, Vertrauen und Verantwortlichkeit im Unternehmertum
- Notwendigkeit von Sanktionsmechanismen gegen Rechtsverstöße
- Implizite Bezugnahme auf Brief an Merz und Macron von Oktober
- Unstimmigkeiten über Unterstützung schwergewichtiger Finanzkonzerne
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nicht beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Forderung nach starken, verlässlichen Standards für Lieferketten
- Transparenz wird als Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit angesehen
- Stärkung des Vertrauens von Kunden, Investoren und Geschäftspartnern
- Notwendigkeit von Sanktionsmechanismen gegen Rechtsverstöße
- Schutz von Menschenrechten, Umwelt und Rechtssicherheit betont
- Vergleichbarkeit soll Wettbewerbsverzerrungen verhindern
- Ablehnung der Abschaffung verbindlicher Regelungen wird geäußert
- Risiko der Gefährdung des EU-Binnenmarktes erkannt
- Vorschläge für praktikable Regulierung werden gefordert
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme von 21 Vorstandschefs und Führungskräften, die starke, verlässliche Standards und Transparenz für Lieferketten fordern, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft zu sichern.
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