Studie: Flat-Tax-Erbschaftsteuer führt zu hohen Mindereinnahmen

Studie: Flat-Tax-Erbschaftsteuer führt zu hohen Mindereinnahmen

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Wirtschaftspolitik zur Erbschaftsteuer in Deutschland

Berlin () – Laut einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) würde eine Flat-Tax-Erbschaftsteuer zu deutlichen Mindereinnahmen für den Staat führen.

Ein Einheitssteuersatz von zehn Prozent würde das Erbschaftsteuer-Aufkommen von derzeit zwölf Milliarden Euro um 4,4 Milliarden Euro oder 36 Prozent schmälern, selbst wenn sämtliche Steuervorteile für Betriebserben wegfallen, heißt es in der DIW-Studie, die von der Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben wurde und über die das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) berichtet.

Angesichts eines bevorstehenden Verfassungsgerichtsurteils diskutiert die Politik seit Monaten über eine Reform der Erbschaftsteuer. Dabei wird von Ökonomen wie Lars Feld oder Ifo-Präsident Clemens Fuest immer wieder eine Flat Tax ins Spiel gebracht. Danach sollen bestehende Steuervorteile für Betriebserben gestrichen und gleichzeitig ein niedriger einheitlicher Steuersatz auf alle Erbschaften in Höhe von maximal zehn Prozent eingeführt werden.

Laut DIW-Studie wäre solch ein Flat-Tax-Tarif aber erst ab einem Steuersatz von 16 Prozent aufkommensneutral. Bei einem pauschalen Steuersatz von 18 Prozent ließen sich Mehreinnahmen von 2,2 Milliarden Euro erzielen, bei einem Steuersatz von 25 Prozent betrügen die Mehreinnahmen 8,3 Milliarden Euro.

„Auf den ersten Blick mag ein einheitlicher Steuersatz einfach wirken“, sagte Grünen-Finanzpolitikerin Katharina Beck. Doch eine Flat Tax von zehn Prozent, die zu deutlichen Mindereinnahmen führe und auch noch kleinere Erbschaften stärker besteuere, „kann definitiv keine Lösung sein“, so Beck.

Das DIW schlägt in der Studie vor, die Steuervorteile für Betriebserben zu streichen, die Belastungen aber abzumildern. So sollen Unternehmen ihre Erbschaftsteuer über lange Zeiträume stunden können. Zudem könne die Einziehung der Steuerforderung vom Unternehmenserfolg abhängig gemacht werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Lars Feld, Clemens Fuest, Katharina Beck

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Grüne-Bundestagsfraktion, Handelsblatt, Lars Feld, Ifo-Institut, Clemens Fuest, Katharina Beck.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass eine Flat-Tax-Erbschaftsteuer von zehn Prozent das staatliche Erbschaftsteueraufkommen um 36 Prozent verringern würde, während ein Steuersatz von 16 Prozent aufkommensneutral wäre.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Auslöser für die Diskussion über Reform der Erbschaftsteuer
  • Bevorstehendes Verfassungsgerichtsurteil
  • Bericht der DIW-Studie über Flat-Tax-Erbschaftsteuer
  • In Auftrag gegeben von Grünen-Bundestagsfraktion
  • Niedriger einheitlicher Steuersatz von zehn Prozent vorgeschlagen
  • Steuervorteile für Betriebserben sollen gestrichen werden
  • Argumente von Ökonomen (z. B. Lars Feld, Clemens Fuest) zur Flat Tax
  • Diskussion über Mindereinnahmen bei niedrigen Steuersätzen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Politische Diskussion über Erbschaftsteuerreform aufgrund bevorstehendem Verfassungsgerichtsurteil
  • Ökonomen schlagen Flat Tax vor, bestehende Steuervorteile für Betriebserben sollen gestrichen werden
  • DIW-Studie zeigt, dass Flattax von 10% zu Mindereinnahmen führt
  • Katharina Beck von den Grünen äußert Bedenken gegen Flattax von 10%
  • Vorschläge des DIW zur Abmilderung der Belastungen für Unternehmen bei Erbschaftsteuer

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Deutliche Mindereinnahmen für den Staat
  • Rückgang des Erbschaftsteuer-Aufkommens um 4,4 Milliarden Euro oder 36 Prozent
  • Erforderlichkeit eines höheren Steuersatzes für Aufkommensneutralität
  • Belastung kleinerer Erbschaften
  • Vorschlag zur Staffelung der Steuerforderung abhängig vom Unternehmenserfolg
  • Möglichkeit der Stundung der Erbschaftsteuer für Unternehmen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Grünen-Finanzpolitikerin Katharina Beck zitiert, die erklärt, dass eine Flat Tax von zehn Prozent keine Lösung sein kann, da sie zu deutlichen Mindereinnahmen führe und kleinere Erbschaften stärker besteuere.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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