Martinslaternen sind nicht nur warme Lichter in der dunklen und tristen Jahreszeit, sondern ebenfalls ein Glückssymbol mit einer langen Tradition. Die älteste Erwähnung ist in Erzählungen zu finden, die noch vor der Entstehung des Christentums entstanden sind. Die Mehrzahl der Menschen bringt die bunten Laternen aber mit dem heiligen Martin von Tours in Verbindung. Sie leuchten am 11. November, dem Todestag des Bischofs im 4. Jahrhundert. Für die Kinder hat diese Laterne noch eine andere Bedeutung: Sie gehen damit durch die Straßen, singen und klingeln an Türen, um etwas Süßes zu bekommen. Zudem wollen sie damit an eine gute Tat erinnern, die mit Martin in Verbindung gebracht wird.
Der Mann mit dem Mantel
Der heilige Martin wurde als Sohn eines hohen Militärtribuns im heutigen Ungarn geboren. Benannt nach dem Kriegsgott Mars, musste sich Martin schon als Kind verpflichten, ebenfalls Soldat zu werden. Seinen Dienst versah er in Gallien, dem heutigen Frankreich, dort musste er auf Patrouille gehen. In einer extrem kalten Nacht traf er auf einen nur in Lumpen gekleideten Mann, der vor Kälte zitterte. Martin stieg vom Pferd, zerteilte mit dem Schwert seinen Mantel und gab dem armen Mann die Hälfte. Der Legende nach soll Martin in der darauffolgenden Nacht Christus erschienen sein, gehüllt in die Hälfte des Mantels. Als er aufwachte, lag auf seinem Bett ein kostbarer Mantel, woraufhin Martin beschloss, sich taufen zu lassen und Christ zu werden.
Martinslaternen haben eine lange Tradition
Früher waren es nur einfache Fackeln, und die Kinder trugen Kerzen in einer ausgehöhlten Rübe in die Kirche. In heutiger Zeit, am Abend des 11. November, leuchten die bunten Laternen aus Papier in vielen Ländern Europas und die Kinder singen zum Gedenken an den Heiligen Martin. Beispielsweise in Italien sind es die Kinder, die im Rahmen der traditionellen Feierlichkeiten in einer Lichterprozession, Fiaccolata di San Martino genannt, mit ihren Martinslaternen durch die Gassen ziehen und Lieder singen, in denen sie an die barmherzige Tat Martins erinnern. Dieser Umzug sowie weitere Feiern stehen traditionell auch für das Ende der Erntezeit.
Laternen, die Glück bringen
Ein lachender Mond, bunte Sterne, lustige Tierfiguren oder niedliche Dinosaurier – die Laternen am Martinstag sind vielfältig, haben aber eines gemeinsam: Sie sollen Glück bringen. Heute basteln viele Kinder die Laternen schon im Kindergarten oder in der Schule, und echte Kerzen wurden mittlerweile von Lämpchen abgelöst, die mit Batterie funktionieren. In vielen Martinsumzügen gibt es noch einen Reiter, der den Zug anführt, und statt den Mantel zu zerteilen, gibt es für die Kinder sogenannte Weckmänner. Das Gebäck ist sehr beliebt und enthält in der Regel in der Mitte eine kleine Pfeife aus Ton.
Fazit
Zum Tag des heiligen Martin gehört neben den Laternen auch das Klingeln an Türen. Wird die Tür geöffnet, dann singen die Kinder ein Lied und bekommen Süßigkeiten. Das Ganze soll daran erinnern, dass die Besitzer des Hauses, wie einst der Soldat und spätere Bischof Martin, etwas mit anderen teilen. Selbst wenn es kein halber Mantel ist, haben Kinder immer noch viel Freude daran, mit ihren Lampions von Haus zu Haus zu gehen, um von der Legende des heiligen Martin zu erzählen.
Bild: @ depositphotos.com / romrodinka
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Martinslaternen sind bunte Laternen, die am 11. November, dem Todestag des heiligen Martin, von Kindern getragen werden. Sie symbolisieren Glück und erinnern an die gute Tat des heiligen Martin. Der St. Martinstag erinnert an den heiligen Martin von Tours, der für seine Nächstenliebe bekannt ist. Kinder ziehen mit Laternen durch die Straßen, um diese Tradition lebendig zu halten. Früher waren Martinslaternen einfache Fackeln oder ausgehöhlte Rüben mit Kerzen. Heute basteln viele Kinder Laternen aus Papier. Die Martinslaterne symbolisiert Glück und die Nächstenliebe, die der heilige Martin verkörperte, indem er seinen Mantel mit einem frierenden Mann teilte. Kinder gehen mit ihren Laternen von Haus zu Haus, singen Lieder und erhalten Süßigkeiten, was an die Tradition des Teilens erinnert. Ja, zu den Feierlichkeiten gehören Weckmänner, die oft eine kleine Pfeife aus Ton in der Mitte haben und bei den Kindern sehr beliebt sind. Martinsumzüge finden in vielen Ländern Europas statt, wobei Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen ziehen und Lieder singen. Moderne Martinslaternen werden häufig aus Papier und mit batteriebetriebenen Lämpchen hergestellt, um Sicherheit zu gewährleisten. Das Klingeln an Türen symbolisiert das Teilen und die Nächstenliebe, ähnlich wie der heilige Martin, der seine Güte mit anderen teilte. Die Legende erzählt, dass Martin seinen Mantel mit einem frierenden Mann teilte und ihm daraufhin Christus erschien, was seine Entscheidung zur Taufe beeinflusste.Häufige Fragen
Was sind Martinslaternen?
Warum feiern wir St. Martin?
Wie wurden Martinslaternen früher hergestellt?
Was symbolisiert die Martinslaterne?
Wie feiern Kinder den Martinstag?
Gibt es spezielle Martinsgebäcke?
Wo finden Martinsumzüge statt?
Welche Materialien werden für Martinslaternen verwendet?
Was ist die Bedeutung des Klingelns an Türen?
Wie ist die Legende des heiligen Martin entstanden?
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