DGB pocht auf Ende von Lohnlücke zwischen Ost und West

DGB pocht auf Ende von Lohnlücke zwischen Ost und West

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Arbeitnehmerforderungen und Reformdebatte in Berlin

Berlin () – Vor den Feiern zur Deutschen Einheit fordern die Gewerkschaften die Koalition zu mehr Einsatz für Arbeitnehmer auf. Die FDP verlangt von Schwarz-Rot „große und mutige Reformen“.

„Das Ende der Lohnlücke zwischen Ost und West bleibt ein offenes Versprechen der Deutschen Einheit“, sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi dem „Tagesspiegel“. „Jetzt ist die Bundesregierung gefragt: Mit einem Bundestariftreuegesetz kann sie endlich zeigen, dass sie es ernst meint mit fairen Löhnen.“ Eine höhere Tarifbindung, vor allem auch in Ostdeutschland, sei „ein deutlicher Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit, denn hier verdienen Beschäftigte mit Tarifvertrag im Schnitt rund 700 Euro mehr im Monat als ohne Tarifvertrag“, sagte sie.

Fahimi warnte die Bundesregierung vor einem „fatalen Kürzungskurs“. Eine solche Politik sei mit einem „gerechteren Steuersystem“ nicht nötig, sagte die DGB-Chefin. „Eine Reform der Erbschaftsteuer, eine einmalige Vermögensabgabe und die Wiedereinführung der Vermögensteuer würden nicht nur dem klammen Haushalt zugutekommen, sondern auch die soziale Kluft in diesem Land verringern, die nicht zuletzt auch zwischen den alten und neuen Bundesländern verläuft.“

IG-Metall-Chefin Christiane Benner rief Merz dazu auf, in seiner Rede am Tag der Deutschen Einheit an „schwere Managementfehler“ von Industriebossen zu erinnern. „Ich erwarte, dass Bundeskanzler Merz die Arbeitgeber an ihre Verantwortung für die Menschen in diesem Land erinnert“, sagte Benner der Zeitung. „An der Krise in der Industrie sind nicht die Beschäftigten schuld, sondern allzu oft kurzfristiges Gewinnstreben und schwere Managementfehler. Dennoch sind es die Beschäftigten und ihre Familien, die jetzt um ihre Arbeitsplätze und ihren Lebensstandard bangen. Das darf nicht sein.“

Die Arbeitgeber müssten „in Deutschland investieren und endlich aufhören, den Standort schlecht zu reden“. Manche Unternehmen seien unter Druck und bräuchten Unterstützung, sagte Benner. „Es kann aber nicht sein, dass diese Unternehmen jetzt entlastet werden und gleichzeitig weiter Arbeitsplätze abbauen.“

Der FDP-Vorsitzende Christian Dürr forderte Merz auf, „große und mutige Reformen“ anzugehen. „Friedrich Merz hat bislang viel versprochen – und bis auf Rekordschulden nichts umgesetzt. Sein Versuch, Wachstum mit Schulden zu erkaufen, ist gescheitert“, sagte Dürr der Zeitung. Die Deutsche Einheit stehe für Freiheit, Mut und zeige, dass wirtschaftlicher Aufschwung nach Umbrüchen möglich sei.

„Diese Prinzipien sollten den Bundeskanzler jetzt leiten, den Schalter umzulegen und aus dem Ankündigungsmodus herauszukommen“, sagte Dürr. „Die Menschen sind es leid, vertröstet und hingehalten zu werden. Sie erwarten, dass notwendige Reformen, vor allem beim Sozialstaat, nicht weiter mutwillig verschleppt werden.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Yasmin Fahimi (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Yasmin Fahimi, Christiane Benner, Christian Dürr, Friedrich Merz

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

DGB, FDP, Yasmin Fahimi, IG Metall, Christiane Benner, Christian Dürr, Friedrich Merz

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Vor den Feiern zur Deutschen Einheit fordern Gewerkschaften von der Bundesregierung mehr Engagement für faire Löhne und Tarifbindung, während die FDP größere Reformen anmahnt, um die soziale Kluft zwischen Ost und West zu schließen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderungen der Gewerkschaften nach mehr Einsatz für Arbeitnehmer
  • Offenes Versprechen der Lohnangleichung zwischen Ost und West
  • Notwendigkeit eines Bundestariftreuegesetzes
  • Differenz in Verdiensten mit und ohne Tarifvertrag in Ostdeutschland
  • Warnung vor fatalem Kürzungskurs der Bundesregierung
  • Forderung nach gerechterem Steuersystem, Erbschaftsteuerreform und Vermögensteuer
  • Krisen in der Industrie und Verantwortung der Arbeitgeber
  • Forderungen der FDP nach großen und mutigen Reformen
  • Unzufriedenheit über fehlende Umsetzungen von Versprechen durch die Regierung
  • Erwarten von notwendigen Sozialreformen und weniger Verzögerungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Gewerkschaften fordern mehr Einsatz der Koalition für Arbeitnehmer
  • FDP fordert "große und mutige Reformen" von Schwarz-Rot
  • Yasmin Fahimi warnt vor "fatalem Kürzungskurs"
  • DGB fordert Bundestariftreuegesetz für faire Löhne
  • Höhere Tarifbindung in Ostdeutschland für mehr Gerechtigkeit
  • Christiane Benner kritisiert Managementfehler in der Industrie
  • Forderung nach Verantwortung der Arbeitgeber für Beschäftigte
  • Arbeitgeber sollen in Deutschland investieren, keine Entlastung bei Arbeitsplatzabbau
  • Christian Dürr kritisiert Friedrich Merz für umgesetzte Reformen
  • Mangelnde Umsetzung von notwendigen Reformen angesprochen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach fairen Löhnen
  • Offenbarung der Lohnlücke zwischen Ost und West
  • Warnung vor Kürzungskurs
  • Notwendigkeit eines gerechteren Steuersystems
  • Verringerung der sozialen Kluft
  • Verantwortung der Arbeitgeber für Beschäftigte
  • Druck auf Unternehmen und Bedarf an Unterstützung
  • Kritik an der Entlastung von Unternehmen bei Arbeitsplatzabbau
  • Erwartung an Reformen im Sozialstaat
  • Frustration über unvollendete Versprechen und Ankündigungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme oder Reaktion einer Person zitiert. Yasmin Fahimi, die DGB-Vorsitzende, äußert sich zur Lohnlücke zwischen Ost und West und fordert die Bundesregierung auf, mit einem Bundestariftreuegesetz für faire Löhne zu sorgen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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