Dax startet vor EZB-Zinsentscheid positiv

Dax startet vor EZB-Zinsentscheid positiv

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Wirtschaft und Börse in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Donnerstagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.820 Punkten berechnet, 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Vorgaben aus den USA und Asien fallen allerdings höchst unterschiedlich aus“, Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die US-Notenbank hat die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen und ihre zuletzt restriktive Tonalität etwas abgeschwächt. Das sorgt zumindest von geldpolitischer Seite für etwas Entspannung. Gleichzeitig zeigen die heftigen Kursreaktionen auf die jüngsten Quartalszahlen, wie nervös die Anleger trotz der freundlichen Börsenentwicklung weiterhin sind.“

„Besonders im Technologiesektor liegen Licht und Schatten eng beieinander. Während die Ergebnisse von Alphabet und ServiceNow auf deutliche Ablehnung stießen, konnten Microsoft und eBay die Anleger überzeugen. Auch in Asien überwog die Skepsis. Selbst die besser als erwartet ausgefallenen von Electronics konnten einen Ausverkauf der Aktie nicht verhindern. Die Botschaft ist eindeutig: Gute Quartalszahlen allein reichen nicht mehr aus. Die Anleger wollen vor allem wissen, ob sich das außergewöhnlich hohe Wachstum der vergangenen Quartale fortsetzen lässt. Die Börsen bewerten zunehmend nicht mehr die Erfolge von gestern, sondern die Risiken von morgen.“

„Für den deutschen Aktienmarkt dürften die unmittelbaren Auswirkungen der Technologieturbulenzen begrenzt bleiben. Hier stehen vielmehr die heutigen Quartalszahlen von Volkswagen, Henkel und Adidas im Mittelpunkt. Auch sie zeichnen ein uneinheitliches Bild und zeigen, wie unterschiedlich die mit dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zurechtkommen. Noch wichtiger dürfte allerdings die anstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank werden.“

„Zwar wird auch von der EZB keine Veränderung der Leitzinsen erwartet, doch angesichts der weiterhin hohen Energiepreise kommt ihrer Kommunikation besondere Bedeutung zu. Die Währungshüter müssen abwägen, wie groß die Gefahr eines erneuten Inflationsschubs ist und wie viel zusätzliche geldpolitische Belastung die ohnehin fragile europäische Konjunktur verkraften könnte. Nach der etwas entspannteren Tonalität der Fed werden die Anleger genau darauf achten, ob auch die EZB vorsichtiger argumentiert oder die Inflationsrisiken stärker in den Vordergrund stellt.“

„Zusätzliche Impulse verspricht der umfangreiche US-Datenkalender. Mit dem Bruttoinlandsprodukt, den Konsumausgaben, der PCE-Kerninflation und den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe stehen gleich mehrere wichtige Konjunkturindikatoren an“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein kostete 1,1141 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8976 Euro zu haben.

Der zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.031 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 116,32 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 114,20 US-Dollar, das waren 111 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Frankfurter Börse

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Frankfurter Börse, dts Nachrichtenagentur, CMC Markets, US-Notenbank (Fed), Alphabet, ServiceNow, Microsoft, eBay, Samsung Electronics, Volkswagen, Henkel, Adidas, Europäische Zentralbank (EZB)

Wann ist das Ereignis passiert?

Donnerstagmorgen, gegen 9:30 Uhr.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt am Main

Worum geht es in einem Satz?

Der Dax ist am Donnerstagmorgen um 0,5 Prozent auf rund 25.820 Punkte gestiegen, während Anleger uneinheitliche Unternehmenszahlen verarbeiten und auf die EZB-Zinsentscheidung sowie wichtige US-Konjunkturdaten warten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Erwartungsgemäß unveränderte US-Leitzinsen und eine weniger restriktive Tonalität der US-Notenbank
  • Uneinheitliche Vorgaben aus den USA und Asien
  • Gemischte Quartalszahlen großer Technologieunternehmen und Zweifel an der Fortsetzung ihres hohen Wachstums
  • Anstehende beziehungsweise veröffentlichte Quartalszahlen von Volkswagen, Henkel und Adidas
  • Warten auf die EZB-Zinsentscheidung und deren Einschätzung zu Inflationsrisiken und schwacher Konjunktur
  • Bevorstehende US-Konjunkturdaten zu Wachstum, Konsum, Inflation und Arbeitsmarkt

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein, der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Etwas Entspannung von geldpolitischer Seite durch die abgeschwächte restriktive Tonalität der US-Notenbank
  • Heftige Kursreaktionen auf die jüngsten Quartalszahlen bei weiterhin nervösen Anlegern
  • Ablehnung der Ergebnisse von Alphabet und ServiceNow, positive Anlegerreaktionen auf Microsoft und eBay
  • Ausverkauf der Samsung-Aktie trotz besser als erwarteter Quartalszahlen
  • Stärkere Ausrichtung der Aktienbewertungen auf künftige Risiken und die Fortsetzung des hohen Wachstums
  • Voraussichtlich begrenzte unmittelbare Auswirkungen der Technologieturbulenzen auf den deutschen Aktienmarkt
  • Gefahr eines erneuten Inflationsschubs angesichts weiterhin hoher Energiepreise

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, kommentiert die uneinheitliche Börsenentwicklung, die Nervosität der Anleger und die Bedeutung der anstehenden EZB-Zinsentscheidung.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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