Gesellschaft: Kriegsdienstverweigerung in Köln
Köln () – Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der neuen Bedrohungen auch für Deutschland nehmen immer mehr Menschen ihre Anträge auf Kriegsdienstverweigerung zurück. Das teilte eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ mit.
In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind demnach insgesamt 570 Verzichtserklärungen bei der Kölner Behörde eingegangen – das wären hochgerechnet auf das Gesamtjahr 855 und damit deutlich mehr als die 781 zurückgenommenen Anträge des Vorjahres. 2023 gingen beim Bundesamt 536 Verzichtserklärungen ein, 2024 waren es 626.
Die Sprecherin hob hervor, für den Verzicht müsse lediglich eine formlose, unterzeichnete Erklärung an das BAFzA gesendet werden. „Wird der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung zurückgezogen beziehungsweise der Verzicht erklärt, so gilt die antragstellende Person rechtlich nicht mehr als Kriegsdienstverweigerer und unterliegt im Falle einer Reaktivierung der Wehrpflicht beziehungsweise im Spannungs- oder Verteidigungsfall wieder der uneingeschränkten Wehrpflicht“, so die Sprecherin weiter.
Erst zu Wochenbeginn hatte das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mitgeteilt, dass auch die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung steige – dies allerdings in einem viel größeren Ausmaß. Bis Ende August gingen demnach 12.102 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ein. Das waren bereits mehr als dreimal so viele wie im Gesamtjahr 2025, als es 3.879 Anträge gab.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Es kommen keine Personen mit vollständigen Namen im Text vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA), Redaktionsnetzwerk Deutschland
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Köln, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Sprecherin des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) nehmen angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine und neuer Bedrohungen immer mehr Menschen ihre Anträge auf Kriegsdienstverweigerung zurück—im ersten Halbjahr sogar deutlich mehr als im Vorjahr.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Russischer Angriff auf die Ukraine
- Neue Bedrohungen auch für Deutschland
- Steigende Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien im Artikel beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückkehr zur Wehrpflicht durch rechtlichen Wegfall der Kriegsdienstverweigerer-Eigenschaft
- Wiederunterliegen der Wehrpflicht bei Reaktivierung
- Wiederunterliegen der uneingeschränkten Wehrpflicht im Spannungs- oder Verteidigungsfall
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Es wird eine Stellungnahme einer Sprecherin des BAFzA zitiert („Wird der Antrag … so gilt …“).
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