Rabbiner und Bischöfe für Antisemitismusschutz in Berlins Verfassung

Rabbiner und Bischöfe für Antisemitismusschutz in Berlins Verfassung

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Berlin: Verankerung gegen Antisemitismus

() – Rabbiner Andreas Nachama, der Berliner katholische Erzbischof Heiner Koch und der evangelische Bischof Christian Stäblein dringen darauf, den Kampf gegen Antisemitismus in der Berliner Landesverfassung zu verankern. „Wir fordern alle auf, für die Aufnahme der Bekämpfung des Antisemitismus in die Landesverfassung Berlins einzutreten. Und zwar jetzt“, schreiben die drei Geistlichen in einem gemeinsamen Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ zum dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel.

Die drei Geistlichen beklagen eine seit dem Angriff weltweit und in gewachsene Zahl antisemitischer Vorfälle. Gerade in Berlin, wo die „industrielle, staatlich-institutionell und historisch unvergleichliche Vernichtung von Jüdinnen und Juden geplant und gesteuert wurde“, sei offen auftretender Antisemitismus nicht hinnehmbar. Eine bloße Wahrnehmung des Problems reiche nicht aus, es brauche „ein unbedingtes Bekenntnis zum Schutz jüdischen Lebens“. Eine Verfassungsänderung verpflichte alle Verfassungsorgane und Parteien, sich für dieses Ziel einzusetzen – von Lehrplänen bis zu Förderrichtlinien.

Nachama, Koch und Stäblein begehen am Jahrestag einen Gedenkgottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Sie erinnerten an die am 7. Oktober 2023 ermordeten , an die Geiseln und an die Opfer in den Tunneln des Gazastreifens. Der Angriff sei „das größte Morden an Jüdinnen und Juden seit der Shoa“ gewesen, heißt es in dem Text. Zugleich betonten die Autoren, ihr Mitgefühl stehe „nicht in Konkurrenz zu anderem Erinnern und zu anderer Trauer“ – es gelte allen Menschen, die an den Folgen des 7. Oktobers und der nachfolgenden Kriege in Nahost litten.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Mahnwache vor der Synagoge (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Nachama, Heiner Koch, Christian Stäblein

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Rabbiner Andreas Nachama, Heiner Koch, Christian Stäblein, Hamas, Israel, Berlin, Berliner Landesverfassung, Handelsblatt, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Gazastreifen, Shoa

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum: Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Worum geht es in einem Satz?

Rabbiner Andreas Nachama, Erzbischof Heiner Koch und Bischof Christian Stäblein fordern anlässlich des dritten Jahrestags des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023, die Bekämpfung des Antisemitismus in die Berliner Landesverfassung aufzunehmen, um jüdisches Leben verbindlich zu schützen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Dritter Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023
  • Zunehmende Zahl antisemitischer Vorfälle weltweit und in Deutschland
  • In Berlin untragbarer, offen auftretender Antisemitismus

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Die drei Geistlichen fordern öffentliche Unterstützung durch alle Parteien für die Aufnahme der Bekämpfung von Antisemitismus in die Berliner Landesverfassung
  • Es wird eine seit dem Hamas-Angriff weltweit und in Deutschland gewachsene Zahl antisemitischer Vorfälle beklagt
  • Es wird betont, dass eine bloße Wahrnehmung des Problems nicht ausreiche, sondern ein unbedingtes Bekenntnis zum Schutz jüdischen Lebens nötig sei
  • Die Verfassungsänderung wird als verpflichtendes Signal an Verfassungsorgane und Parteien dargestellt, das Ziel von Lehrplänen bis zu Förderrichtlinien umzusetzen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Aufnahme der Bekämpfung des Antisemitismus in die Berliner Landesverfassung
  • Verpflichtung aller Verfassungsorgane und Parteien zum Schutz jüdischen Lebens
  • Umsetzung der Ziele in relevanten Bereichen wie Lehrplänen und Förderrichtlinien
  • Verstärkte Einbindung und Verbindlichkeit staatlicher und institutioneller Maßnahmen gegen Antisemitismus

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja — es werden direkte Äußerungen/Schreiben der drei Geistlichen (Rabbiner Andreas Nachama, Erzbischof Heiner Koch und Bischof Christian Stäblein) zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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