Polizei- Bilanz beim Münchner Oktoberfest
München () – Die Münchner Polizei hat am Sonntag ihre Abschlussbilanz zum 191. Oktoberfest vorgelegt. Das Polizeipräsidium München teilte mit, dass der Einsatz auf dem Festgelände und im Umfeld von einer gestiegenen Zahl an Einsätzen und angezeigten Straftaten geprägt war.
Insgesamt rückten die Beamten zu 1.851 Einsätzen aus, nach 1.598 im Jahr 2025, ein Anstieg um 15 Prozent. Die Zahl der angezeigten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten stieg auf 845 Delikte, nach 784 im Jahr 2025 und 706 im Jahr 2024. Das Plus von etwa acht Prozent geht vor allem auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zurück. Zugleich besuchten deutlich mehr Menschen das Fest als im Vorjahr. Ein Tötungsdelikt musste nicht verzeichnet werden. Bei den Raubdelikten wurden fünf Fälle registriert, nach einem im Jahr 2025 und keinem im Jahr 2024; die Ermittlungen laufen noch
Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 80 Delikte registriert, nach 72 im Jahr 2025 und 56 im Jahr 2024. In den meisten Fällen handelte es sich um sexuelle Belästigungen, insgesamt 52, nach 47 im Vorjahr. Acht Fälle betrafen Upskirting, nach zwölf im Jahr 2025. Fünf Fälle erfüllten den Tatbestand der Vergewaltigung, ebenso viele wie 2025, nach zwei im Jahr 2024. Im Bereich der Gewaltkriminalität blieben die Anzeigen wegen Körperverletzung mit 237 Fällen nahezu auf dem Vorjahresniveau von 236. Gefährliche Körperverletzungen nahmen auf 95 Fälle zu, nach 75 im Jahr 2025. In 25 Fällen wurde ein Maßkrug als Tatmittel verwendet, nach 24 im Vorjahr. Widerstandshandlungen und tätliche Angriffe gegen Polizeibeamte gingen auf 19 Fälle zurück, nach 25 im Jahr 2025; dabei wurden zehn Beamte verletzt, nach 17 im Vorjahr.
Beim Diebstahl registrierte die Polizei 159 Anzeigen, nach 170 im Jahr 2025. Die Zahl der Taschendiebstähle auf dem Festgelände stieg auf 78 Fälle, nach 55 im Vorjahr. Zehn Tatverdächtige wurden festgenommen, ihnen können meist mehrere Taten zugeordnet werden; in fünf Fällen wird wegen schweren Taschendiebstahls ermittelt. Bei den Betäubungsmittelverstößen wurden 207 Anzeigen erstellt, nach 148 im Jahr 2025, überwiegend wegen Kokain. Die festgestellten Verstöße stiegen um mehr als 30 Prozent. Wegen Cannabis wurden drei Anzeigen erstattet, da das Konsumcannabisgesetz und das Gesundheitsschutzgesetz gelten. Bei Zugangskontrollen wurden acht Personen mit einem Messer festgestellt, angezeigt und die Messer sichergestellt. Im Flugbeschränkungsgebiet gab es 146 Verstöße, nach elf im Jahr 2025; darunter 127 unerlaubte Drohnenflüge, 15 bemannte Luftfahrzeuge und vier sonstige Fälle. Vier Flüge erfolgten über der Theresienwiese, 26 im unmittelbaren Umfeld.
Die Polizei führte 600 freiheitsentziehende Maßnahmen durch, nach 529 im Jahr 2025. In 181 Fällen handelte es sich um Gewahrsamnahmen zur Verhinderung oder Unterbindung von Straftaten, meist durch stark alkoholisierte Personen, nach 163 im Vorjahr. Das Kreisverwaltungsreferat erließ auf Antrag des Polizeipräsidiums 36 Betretungsverbote. Hinzu kamen 30 Personen, die einen Platzverweis für das Festgelände erhielten, der durch ein Aufenthaltsverbot ergänzt wurde. Vorläufig festgenommen wurden 419 Personen, nach 366 im Jahr 2025. Sicherheitsleistungen von 707.007 Euro wurden einbehalten, nach 357.000 Euro im Vorjahr.
Im Verkehr wurden 2.087 Unfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München verzeichnet, nach 1.923 im Jahr 2025. Dabei wurden 27 Personen schwer und 347 Personen leicht verletzt, nach 16 Schwer- und 293 Leichtverletzten im Vorjahr. Verkehrstote gab es nicht. Fahrten unter Alkoholeinfluss gingen auf 382 Fälle zurück, nach 438 im Jahr 2025; davon waren 207 Straftaten und 175 Verkehrsordnungswidrigkeiten. Auf E-Scooter entfielen 232 dieser Fahrten, nach 252 im Vorjahr. Fahrten unter Drogeneinfluss stiegen auf 139 Fälle, nach 112 im Jahr 2025; darunter waren sechs Straftaten und 133 Ordnungswidrigkeiten. Nur 15 Fälle betrafen E-Scooter, nach keinem im Vorjahr. Nach Trunkenheitsfahrten oder Unfällen unter Alkoholeinfluss wurden 80 Führerscheine sichergestellt, nach 291 im Jahr 2025. Die Einsatzkräfte verhinderten 92 Trunkenheitsfahrten, nach 53 im Vorjahr; 69 Fälle betrafen E-Scooter. 31 Unfälle ereigneten sich unter Alkoholeinfluss, nach 23 im Jahr 2025, davon 16 mit Beteiligung von E-Scootern, nach zwölf im Vorjahr. Insgesamt mussten 898 Fahrzeuge abgeschleppt werden, nach 1.187 im Jahr 2025, ein Rückgang um mehr als 20 Prozent.
Zur Entlastung des Festgeländes wurden am Samstag, 26. September, und am Samstag, 3. Oktober, zeitweise mehrere Eingänge geschlossen, Besucherströme umgeleitet und S-Bahn-Haltestellen nicht mehr angefahren. Die Maßnahmen wirkten nach Darstellung der Polizei, sodass die Wiesn trotz hoher Besucherzahlen an diesen Tagen ohne Zwischenfälle verlief. Die 56 Videokameras auf dem Festgelände unterstützten die Einsatzkräfte in 228 Fällen; 25 Einsätze wurden durch die eigene Wahrnehmung der Videobeobachter ausgelöst. Bodycams kamen ebenfalls zum Einsatz, um zu deeskalieren und Straftaten zu dokumentieren. Die Zahlen beziehen sich auf den Stand 4. Oktober, 5:00 Uhr.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Oktoberfest (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
In dem Artikel kommen keine Personen mit vollständigem Namen vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Münchner Polizei, Polizeipräsidium München, Kreisverwaltungsreferat
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/ Datum: vom 26. September bis zum 3. Oktober (2026) – außerdem beziehen sich die Zahlen auf den Stand „4. Oktober, 5:00 Uhr“.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
München, Festgelände, Umfeld, Theresienwiese, Flugbeschränkungsgebiet, unmittelbares Umfeld, Kreisverwaltungsreferat, (Zuständigkeitsbereich) Polizeipräsidium München, S-Bahn-Haltestellen, Eingänge, Festgelände (Zugangskontrollen), Straßen/Verkehrsbereich (im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums)
Worum geht es in einem Satz?
Die Münchner Polizei hat zum 191. Oktoberfest (Stand 4. Oktober, 5:00 Uhr) eine steigende Einsatz- und Deliktszahl gemeldet: 1.851 Einsätze (+15%) und 845 angezeigte Straftaten/Ordnungswidrigkeiten (+8%), ohne Tötungsdelikt, während besonders Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz, sexuelle Belästigungen sowie Verkehrsunfälle und Alkohol-/Drogenverstöße eine Rolle spielten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- gestiegene Zahl an Einsätzen und angezeigten Straftaten
- deutlich mehr Menschen als im Vorjahr auf dem Fest
- mehr Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz
- höhere Zahl von Straftaten im Bereich der sexuellen Selbstbestimmung
- mehr gefährliche Körperverletzungen
- mehr Taschendiebstähle
- mehr Verstöße im Flugbeschränkungsgebiet
- mehr freiheitsentziehende Maßnahmen (vor allem Gewahrsamnahmen und Vorläufige Festnahmen)
- mehr Unfälle im Verkehr im Zuständigkeitsbereich der Polizei
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Anstieg der Einsätze und angezeigten Straftaten im Umfeld und auf dem Festgelände
- Mehr angezeigte Delikte im Bereich Betäubungsmittelgesetz, insbesondere Verstöße mit Kokain
- Höhere Anzahl an Straftaten und Ordnungswidrigkeiten insgesamt
- Zunahme von Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, darunter mehr sexuelle Belästigungen
- Mehr Fälle im Bereich Upskirting
- Anstieg Gefährlicher Körperverletzungen
- Rückgang von Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen gegen Polizeibeamte
- Mehr Taschendiebstähle, insgesamt weniger Diebstahlsanzeigen als im Vorjahr
- Mehr Betäubungsmittelanzeigen insgesamt
- Feststellungen von Personen mit Messern bei Zugangskontrollen, inklusive Sicherstellungen
- Deutlich mehr Verstöße im Flugbeschränkungsgebiet, vor allem unerlaubte Drohnenflüge
- Mehr freiheitsentziehende Maßnahmen, darunter mehr vorläufige Festnahmen und Gewahrsamnahmen
- Höhere Zahl an Betretungsverboten sowie ergänzenden Aufenthaltsverboten
- Erheblicher Anstieg der einbehaltenen Sicherheitsleistungen
- Mehr Unfälle im Zuständigkeitsbereich, mit mehr schwer und leicht verletzten Personen
- Rückgang von Fahrten unter Alkoholeinfluss, aber weiterhin viele Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
- Anstieg von Fahrten unter Drogeneinfluss
- Mehr sichergestellte Führerscheine nach Trunkenheitsfahrten oder Unfällen unter Alkoholeinfluss
- Mehr verhinderte Trunkenheitsfahrten, mit vielen Fällen auf E-Scootern
- Mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss, insbesondere mit Beteiligung von E-Scootern
- Weniger Abschleppungen von Fahrzeugen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein, im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer namentlich genannten Person oder Organisation zitiert.
- Schulze schließt CDU-Zusammenarbeit mit AfD aus - 4. Oktober 2026
- Merz schließt Gespräch mit Putin bei G20 nicht aus - 4. Oktober 2026
- Motorradfahrer stirbt bei Unfall nahe Pfofeld - 4. Oktober 2026

