Gesundheitspolitik in Berlin
Berlin () – Die Arbeitsgruppe „Postinfektiöse Erkrankungen“ fordert eine bessere Versorgung für Betroffene von Long Covid und anderen postinfektiösen Erkrankungen.
Mediziner Norbert Suttorp, Co-Sprecher der Gruppe, erklärte, dass die bisherigen Versorgungsdefizite bei neuartigen Krankheiten wie Long Covid „wissenschaftliches Neuland“ erforderten. Kleinere Anpassungen im klinischen Ablauf oder die Umnutzung bestehender Medikamente seien nicht ausreichend, um die Herausforderungen zu bewältigen.
Leopoldina-Vizepräsidentin Regina Riphahn ergänzte, dass die Erfahrungen mit Long Covid helfen könnten, sich auf künftige Pandemien vorzubereiten und Strategien für die Versorgung postinfektiöser Erkrankungen zu entwickeln. Langfristig könnten die wirtschaftlichen Kosten solcher Erkrankungen 0,1 bis 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Die Arbeitsgruppe beschreibt die derzeitige Organisation der Patientenversorgung und zeigt Versorgungslücken auf. Probleme bestünden an den Schnittstellen zwischen ambulanter, hausärztlicher und spezialisierter Versorgung sowie bei Akutkliniken und Reha-Zentren.
Um die Diagnostik und Behandlung postinfektiöser Erkrankungen zu verbessern, sei eine bessere Datenlage erforderlich. In Deutschland gebe es zu wenige und nicht ausreichend verknüpfte Daten. Eine verbesserte Dateninfrastruktur könnte helfen, Biomarker für Long Covid zu identifizieren. Die elektronische Patientenakte biete die Chance, eine gute Datengrundlage für die Forschung zu schaffen. Wichtig sei, dass die Datenerhebung auf Grundlage einer breiten Einwilligung der Erkrankten erfolge. Die Mediziner betonten zudem die Rolle der Prävention, da Impfungen nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen, sondern auch vor postinfektiösen Erkrankungen schützen könnten.
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Postinfektiöse Erkrankungen am 01.10.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Norbert Suttorp, Regina Riphahn
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Arbeitsgruppe „Postinfektiöse Erkrankungen“, dts Nachrichtenagentur, Leopoldina, Regina Riphahn, Norbert Suttorp
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 01.10.2026 statt (bzw. bezieht sich auf den Zeitraum am 1. Oktober 2026).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Arbeitsgruppe „Postinfektiöse Erkrankungen“ fordert wegen der Versorgungslücken bei Long Covid und ähnlichen Erkrankungen bessere Versorgungsstrukturen, insbesondere an Schnittstellen, sowie eine verbesserte Datenlage (u. a. über die elektronische Patientenakte) zur Förderung von Diagnostik, Biomarkern und Prävention durch Impfungen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid erfordern nach Ansicht der Arbeitsgruppe eine bessere Versorgung, weil die bisherigen Versorgungsdefizite bei neuartigen Krankheiten „wissenschaftliches Neuland“ darstellen und kleinere Anpassungen im klinischen Ablauf bzw. die Umnutzung bestehender Medikamente nicht ausreichen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel werden keine konkreten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Versorgungsdefizite bei Long Covid und anderen postinfektiösen Erkrankungen erfordern eine bessere Versorgung
- Bisherige Anpassungen im klinischen Ablauf und Umnutzung bestehender Medikamente reichen nicht aus
- Versorgungslücken entstehen vor allem an den Schnittstellen zwischen ambulanter hausärztlicher und spezialisierter Versorgung sowie zwischen Akutkliniken und Reha-Zentren
- Es wird eine bessere Datenlage benötigt, da zu wenige und nicht ausreichend verknüpfte Daten vorhanden sind
- Eine verbesserte Dateninfrastruktur könnte helfen, Biomarker für Long Covid zu identifizieren
- Die elektronische Patientenakte könnte eine Datengrundlage für Forschung schaffen, sofern eine breite Einwilligung der Erkrankten vorliegt
- Impfungen können nicht nur schwere Verläufe verhindern, sondern auch postinfektiöse Erkrankungen reduzieren
- Langfristig können die wirtschaftlichen Kosten postinfektiöser Erkrankungen 0,1 bis 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen
- Erfahrungen mit Long Covid können dazu beitragen, Strategien für die Versorgung postinfektiöser Erkrankungen zu entwickeln und auf künftige Pandemien vorzubereiten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – es werden Stellungnahmen von Mediziner Norbert Suttorp sowie von Leopoldina-Vizepräsidentin Regina Riphahn zitiert.
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