Politik: Bundeswehr modernisiert Panzer-Drohnen-Systeme
Berlin () – Generalinspekteur Carsten Breuer verwahrt sich gegen die Kritik, das Verteidigungsministerium setze bei der Ertüchtigung der Bundeswehr auf veraltete Technologie. „Es geht bei unserer Beschaffung nicht um die Alternative Kampfpanzer oder Drohne, das ist kein Entweder-Oder, sondern um beides: Kampfpanzer und Drohne, oder besser Panzer mit Drohne“, sagte der ranghöchste Soldat der Bundeswehr der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Moderne Panzer seien heute weitaus mehr als 50 Tonnen Stahl, führte Breuer weiter aus. Sie böten auf dem Gefechtsfeld neben der eigentlichen Waffenwirkung eine vernetzte Sensorplattform, die Drohnen steuere, Daten aufnehme und verteile. Kein System, das heute beschafft werde, sei ohne unbemannte Elemente und ohne Künstliche Intelligenz denkbar, sagte er. „Insoweit läuft die Kritik ins Leere, denn wir machen genau das: Wir investieren in neue Technologien, in zukunftsgerichtete Fähigkeiten.“
Breuer trat auch dem Vorwurf entgegen, die Bundeswehr sei zu langsam bei der Entwicklung von Innovationen. Zwar gelinge es Deutschland noch nicht, das Tempo der Ukraine bei technologischen Entwicklungen zu erreichen, „wir sind aber deutlich schneller geworden“, sagte der Generalinspekteur. So seien Kamikazedrohnen innerhalb von acht Monaten erprobt worden und könnten zeitnah in die Truppe eingeführt werden.
Was die Fertigstellung neu bestellter Waffensysteme angeht, gab Breuer zu, dass auch ihm das „noch zu lange dauert“. Nach jahrzehntelanger Unterfinanzierung der Streitkräfte und nach Jahren, in denen bei Rüstungsvorhaben „quasi im Manufakturbetrieb“ gearbeitet worden sei, müsse nun parallel zu den Bestellungen auch die Rüstungsindustrie wieder wachsen. „Deren Tempo kann mit unseren Aufträgen noch nicht Schritt halten“, sagte Breuer. „Wir brauchen aber bis 2029 einen raschen Aufwuchs und eine hohe Einsatzbereitschaft, um uns und unsere Bündnispartner gegen einen möglichen Angriff Russlands verteidigen zu können – und damit abzuschrecken.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Carsten Breuer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeswehr, Verteidigungsministerium, Generalinspekteur Carsten Breuer, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Ukraine, Russland, Rüstungsindustrie
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Generalinspekteur Carsten Breuer weist die Kritik zurück, das Verteidigungsministerium setze bei der Ertüchtigung der Bundeswehr auf veraltete Technik, betont stattdessen die Kombination aus neuen Panzern und Drohnen samt vernetzter Sensor- und KI-Komponenten sowie eine schnellere Innovationsentwicklung, räumt aber zugleich ein, dass die Fertigstellung bestellter Waffensysteme noch zu lange dauert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik am Einsatz veralteter Technologie bei der Ertüchtigung der Bundeswehr
- Vorwurf, die Bundeswehr entwickle Innovationen zu langsam (insbesondere im Vergleich zur Ukraine)
- Aussage, dass die Bundesregierung/Bundeswehr bei neu bestellten Waffensystemen die Fertigstellung zu lange hinauszögert
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Breuer weist Kritik zurück, das Verteidigungsministerium setze bei der Ertüchtigung der Bundeswehr auf veraltete Technologie
- Er betont, dass Beschaffung nicht als Entweder-Oder von Kampfpanzer oder Drohne gedacht sei, sondern als Kombination
- Er argumentiert, moderne Panzer seien vernetzte Sensorplattformen und unbemannte Elemente sowie KI seien Bestandteil der Beschaffung
- Breuer widerspricht dem Vorwurf, die Bundeswehr sei zu langsam bei Innovationen, und verweist auf schnelleres Entwicklungstempo
- Er räumt ein, dass die Fertigstellung neu bestellter Waffensysteme noch zu lange dauert
- Er begründet die Verzögerungen mit fehlendem industriellem Tempo und macht einen Aufwuchs bis 2029 geltend
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erhöhung der Investitionen in neue und zukunftsgerichtete Technologien zur Modernisierung der Bundeswehr
- Aufbau vernetzter Sensorplattformen, die Drohnen steuern, Daten aufnehmen und verteilen
- Integration von unbemannten Elementen und Künstlicher Intelligenz in beschaffte Systeme
- Beschleunigung von Entwicklungs- und Erprobungsprozessen für Drohnen und ähnliche Technologien
- Potenziell schnellere Einführung erprobter Systeme in die Truppe durch kürzere Test- und Entwicklungszyklen
- Forderung nach einem raschen Aufwuchs bis 2029 zur Erreichung einer hohen Einsatzbereitschaft
- Ausbau der Rüstungsindustrie parallel zu laufenden Bestellungen, um Liefer- und Fertigungszeiten zu verbessern
- Stärkung der Abschreckungsfähigkeit gegenüber einem möglichen Angriff Russlands und Unterstützung der Bündnispartner bei der Verteidigung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Generalinspekteur Carsten Breuer wird mit mehreren Zitaten bzw. Aussagen gegen die Kritik zitiert.
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