Wirtschaft: Dax im Fokus Frankfurt
Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat sich der Dax nur minimal verändert. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.007 Punkten berechnet, lediglich ein Punkt mehr im Vergleich zum Vortagesschluss.
Gefragt waren unter anderem die Aktien von Fresenius, Rheinmetall und Volkswagen. Am unteren Ende der Kursliste fanden sich dagegen Infineon, Hannover Rück und Heidelberg Materials wieder.
„Der Kampf um die Marke von 26.000 Punkten gestaltet sich für den Dax zunehmend schwerer“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC bei Markets. Der Blick der Anleger bleibe auf die Ölpreise gerichtet, bei denen sich die 100-Dollar-Marke als der neuralgische Punkt herausstelle, an dem Investitionsentscheidungen getroffen würden. „Notierungen unterhalb lösen vereinzelte Käufe am Aktienmarkt aus und Kurse oberhalb verderben den Appetit der Anleger auf die Risikopapiere fast vollständig.“
Die steigenden Energiepreise und ihre Folgekosten drückten zum einen auf das Konsumklima und riefen zum anderen die Notenbanken mit Leitzinserhöhungen auf die Agenda. „Beides sind keine Kaufargumente für Aktien – auch und gerade, weil die hohen Anleiherenditen als echte Anlagealternative den Aktienkursen gegenüberstehen. Viele Vermögensverwalter liebäugeln bereits mit Umschichtungen und sorgen so für Mittelabflüsse aus den Aktienmärkten.“
„Die aktuelle geopolitische Gemengelage aus steigenden Energiekosten und Störungen der Lieferketten verhindert eine Fortsetzung der Konjunkturerholung in Europa und speziell in Deutschland. Die Rohstoffabhängigkeit ist hoch und die Unternehmen haben mit fallenden Margen zu kämpfen, die mittelfristig kaum durch weiteren Personalabbau oder andere Kostensenkungsmaßnahmen aufzufangen sind“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1628 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8600 Euro zu haben.
Der Goldpreis ließ leicht nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.401 US-Dollar gezahlt (-0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,67 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 97,88 US-Dollar, das waren 88 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Andreas Lipkow, Markets, CMC, Fresenius, Rheinmetall, Volkswagen, Infineon, Hannover Rück, Heidelberg Materials, Notenbanken
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Dienstag statt (Xetra-Handelsschluss des Dax; außerdem wurden die Werte am Dienstagnachmittag genannt). Ein konkretes Datum wird im Text nicht angegeben.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Am Dienstag stieg der DAX im Xetra-Handel nur minimal auf 26.007 Punkte, während Anleger vor allem auf Ölpreise und die Folgen hoher Energie- sowie Anleiherenditen blickten und die geopolitische Lage die Konjunkturerholung in Europa (besonders Deutschland) belastete.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Der steigende Ölpreis und der Fokus der Anleger auf die 100-Dollar-Marke bei Öl als neuralgischer Punkt für Investitionsentscheidungen
- Steigende Energiepreise und deren Folgekosten, die das Konsumklima belasteten
- Geopolitische Gemengelage aus steigenden Energiekosten und Störungen der Lieferketten
- Fallende Margen der Unternehmen durch Rohstoffabhängigkeit und Belastungen aus den Störungen der Lieferketten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- nicht beschrieben, wie Politik reagiert hat
- nicht beschrieben, wie Öffentlichkeit reagiert hat
- nicht beschrieben, wie Medien reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Steigernde Energiepreise und daraus resultierende Folgekosten belasten das Konsumklima
- Leitzinserhöhungen durch die Notenbanken stehen auf der Agenda
- Hohe Anleiherenditen wirken als Alternative zu Aktien und senken die Attraktivität von Aktien
- Mittelabflüsse aus den Aktienmärkten durch Umschichtungen bei Vermögensverwaltern
- Störungen der Lieferketten verhindern eine Fortsetzung der Konjunkturerholung in Europa und speziell in Deutschland
- Hohe Rohstoffabhängigkeit führt zu zusätzlichen Belastungen für Unternehmen
- Fallende Margen belasten Unternehmen, die Kostenprobleme lassen sich mittelfristig kaum durch Personalabbau oder andere Kostensenkungsmaßnahmen auffangen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Im Artikel werden mehrere Reaktionen/Stellungnahmen zitiert, u. a. von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst CMC bei Markets) mit Aussagen zur Entwicklung des DAX, zu Ölpreisen, Energiepreisen und den Auswirkungen auf Aktienmärkte.
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