Wirtschaft in Frankfurt am Main: Dax und Energie im Fokus
Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat der Dax leicht nachgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.006 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
„Ohne Impulse aus New York war heute auch im Dax nicht wirklich viel los“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die Anleger blieben an den Seitenlinien und behielten von dort aus die Preisentwicklungen an den Energiemärkten im Blick. Nach einer Berechnung der Brown-Universität aus den USA hat der Krieg im Iran allein über die gestiegenen Benzinpreise bislang rund 100 Milliarden US-Dollar an Zusatzkosten verursacht. Geld, das dem Konsum entzogen wurde. Nicht eingerechnet: die weiteren Folgen aus Zinserhöhungen und die Preiseffekte aus den gestiegenen Transport- und Logistikkosten.“
„Die Situation rund um den Nahen Osten verschlechtert sich zunehmend, als dass eine Besserung in Sicht ist. Die anziehenden Ölpreise belasten insbesondere die deutschen Industrieunternehmen und beeinflussen das Konsumverhalten der Menschen in Europa negativ. Keine einfache Gemengelage, in der sich die deutsche Wirtschaft noch gut schlagen kann. Die jüngsten Indikationen signalisieren trotz aller Widrigkeiten eine Stabilisierung und kleinere Erholungstendenzen auf niedrigem Niveau. Heute sorgte allerdings die mit einem Rückgang von 1,1 Prozent schwächer als erwartete Industrieproduktion für Molltöne.“
„Bei der aktuellen Ruhe am Aktienmarkt ist zu hoffen, dass dies nicht die Ruhe vor dem Sturm im oft stürmischen Börsenmonat September ist. Einige kleinere Orkane fegen bereits über den Währungsmarkt und haben seit einigen Handelstagen das Währungspaar Dollar zum japanischen Yen am Wickel. Die Bank of Japan nimmt den verzweifelten Kampf gegen etliche Hedgefonds auf, um die Abwertung des Yen zu stoppen. Das scheint aktuell nur über Verkäufe von US-Staatsanleihen finanzierbar zu sein, was wiederum die Renditen anhebt. Eine verzwickte Situation sowohl für Japan als auch für die USA. Denn Japan zählt neben China zu den größten Inhabern von US-Staatsanleihen“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1629 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8599 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.412 US-Dollar gezahlt (-0,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,98 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 97,63 US-Dollar, das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Frankfurter Börse
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CMC Markets, Brown-Universität, Bank of Japan, Hedgefonds, New York, Naher Osten, Deutschland, Europa, September, China, Japan, USA, Dollar, Japanischer Yen
Wann ist das Ereignis passiert?
Ereigniszeitraum: Zum Wochenstart / am Montag, Montagnachmittag (Xetra-Schluss)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Zum Wochenstart gab der Dax leicht nach, während Anleger laut CMC Markets mangels Impulse aus New York vor allem die angespannten Entwicklungen im Nahen Osten, steigende Energiepreise sowie deren Folgen für Industrie und Konsum im Blick behielten; parallel stieg der Ölpreis deutlich, der Goldpreis fiel leicht und der Euro bewegte sich moderat.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fehlende Impulse aus New York
- Anleger halten sich an den Seitenlinien und beobachten vor allem Entwicklungen an den Energiemärkten
- Krieg im Iran mit gestiegenen Benzinpreisen als belastender Faktor für die Kostenlage
- Verschlechterung der Situation im Nahen Osten als Treiber anziehender Ölpreise
- Schwächer als erwartete Industrieproduktion mit einem Rückgang von 1,1 Prozent
- Ruhe am Aktienmarkt als potenzieller Vorgeschmack auf mögliche weitere Volatilität im Börsenmonat September
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine direkten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zusatzkosten für den Konsum aufgrund gestiegener Benzinpreise in Höhe von rund 100 Milliarden US-Dollar
- Geldentzug aus dem Konsum
- Zusätzliche Belastung durch weitere Folgen aus Zinserhöhungen
- Preiswirkungen durch gestiegene Transport- und Logistikkosten
- Belastung der deutschen Industrieunternehmen durch anziehende Ölpreise
- Negative Beeinflussung des Konsumverhaltens der Menschen in Europa durch höhere Energiekosten
- Unsicherheit am Aktienmarkt im Zusammenhang mit Risiken für den Börsenmonat September
- Erhöhter Druck auf den Währungsmarkt durch Bewegungen beim Dollar zum japanischen Yen
- Steigende Renditen von US-Staatsanleihen durch Verkäufe zur Finanzierung zur Stabilisierung des Yen
- Komplexe Auswirkungen für Japan und die USA aufgrund der Rolle Japans als großer Inhaber von US-Staatsanleihen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – der Artikel zitiert Stellungnahmen von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets).
- Wetterbericht für Thüringen (13.09.2026) - 13. September 2026
- Polizei setzt Taser in Frankenthaler Stadtklinik ein - 13. September 2026
- Kommunalwahlen in Niedersachsen gestartet - 13. September 2026

