Ärzte fordern Abnehmspritze für Kinder und Jugendliche

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Gesundheit: Deutschland fordert Adipositas-Therapien

Berlin () – Ärzte fordern in die Abnehmspritze für und . „Mit diesen Medikamenten haben wir eine völlig neue Situation“, sagte Susann Weihrauch-Blüher, Vizepräsidentin der Deutschen Adipositas-Gesellschaft, dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

In Deutschland leben geschätzt zwei Millionen übergewichtige Kinder und Jugendliche. Von krankhafter Adipositas sind laut Weihrauch-Blüher etwa 800.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland betroffen. Weitere 200.000 seien extrem adipös. Damit einher geht das Risiko für schwere wie Typ-2-Diabetes, Herz- und Kreislaufkrankheiten, hormonelle Störungen, und mehr.

Im vergangenen Jahr hat die Europäische Arzneimittelagentur den ersten Wirkstoff für Kinder ab sechs Jahren zugelassen. „Der Wirkstoff Liraglutid ist ab sechs Jahren für Adipositas zugelassen, Semaglutid ab zwölf Jahren. Eine Zulassungserweiterung für Semaglutid ab sechs Jahren wird erwartet“, sagte Weihrauch-Blüher dem „Focus“.

Um eine Therapie zu ermöglichen, sei deshalb nun die medizinische Leitlinie zur „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ angepasst worden. „Eigentlich hätte die Überarbeitung der Leitlinie erst 2027 angestanden. Es war aus unserer Sicht aber nicht vertretbar, so lange zu warten“, so Weihrauch-Blüher.

„Die Empfehlung gilt für Jugendliche ab zwölf Jahren mit extremer Adipositas und bereits bestehenden Begleiterkrankungen, die trotz intensiver Lebensstilintervention weiter an Gewicht zunehmen. Bei ihnen sind in kurzer Zeit gravierende Folgeerkrankungen wie etwa Diabetes Typ 2 zu erwarten“, sagte die Ärztin, die den Bereich Pädiatrische Endokrinologie und Adipositas an der Universitätsmedizin Halle leitet.

Die Arzneimittel, die zum Einsatz kommen sollen, imitieren das Darmhormon GLP-1. Es senkt den Blutzucker, verstärkt das Sättigungsgefühl und zügelt den Appetit. Die seit dieser Woche auch in Deutschland erhältliche Abnehmpille Wegovy stehe für junge Patienten jedoch bislang nicht zur Verfügung, sie sei erst ab 18 zugelassen.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Susann Weihrauch-Blüher

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Ärzte, Deutsche Adipositas-Gesellschaft, Europäische Arzneimittelagentur (EMA), Focus, Deutsche Leitlinie „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“, Universitätsmedizin Halle

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum des beschriebenen Ereignisses: „im vergangenen Jahr“ (Europäische Arzneimittelagentur: Zulassung des ersten Wirkstoffs für Kinder ab sechs Jahren).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Ärztinnen und Ärzte fordern in Deutschland, die Abnehmspritzen für Kinder und Jugendliche einzusetzen, da bereits Millionen von Übergewicht und Hunderttausende von krankhafter Adipositas betroffen sind und Wirkstoffe wie Liraglutid bzw. Semaglutid nach entsprechenden Zulassungen sowie einer angepassten Leitlinie vor allem bei Jugendlichen mit extremer Adipositas und Begleiterkrankungen das Risiko schwerer Folgeerkrankungen senken sollen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Empfehlungslage und Zulassungen durch die Europäische Arzneimittelagentur für Liraglutid ab sechs Jahren und Semaglutid ab zwölf Jahren
  • Erwartung einer Zulassungserweiterung für Semaglutid ab sechs Jahren
  • Anpassung der medizinischen Leitlinie zur Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter vor dem ursprünglich geplanten Zeitpunkt 2027
  • Erfordernis einer zeitnahen Therapie für Jugendliche ab zwölf Jahren mit extremer Adipositas und bestehenden Begleiterkrankungen trotz intensiver Lebensstilintervention
  • Erkenntnis, dass bei dieser Personengruppe in kurzer Zeit gravierende Folgeerkrankungen wie Diabetes Typ 2 zu erwarten sind

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes
  • Erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislaufkrankheiten
  • Erhöhtes Risiko für hormonelle Störungen
  • Erhöhtes Risiko für Fettleber
  • Erwartung gravierender Folgeerkrankungen innerhalb kurzer Zeit bei Jugendlichen mit extremer Adipositas trotz intensiver Lebensstilintervention
  • Anpassung der medizinischen Leitlinie zur Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter zur Ermöglichung einer medikamentösen Therapie
  • Umsetzung einer medikamentösen Behandlung mit Wirkstoffen, die GLP-1 imitieren, um Blutzucker zu senken, Sättigung zu verstärken und Appetit zu zügeln
  • Einschränkung der Verfügbarkeit der Abnehmpille Wegovy für junge Patienten bis zur vorgesehenen Alterszulassung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja – Susann Weihrauch-Blüher, Vizepräsidentin der Deutschen Adipositas-Gesellschaft, wird im Artikel mit mehreren Stellungnahmen/Reaktionen gegenüber „Focus“ zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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