Potsdamer Hochwasser-Studie fordert bessere Gefahrenkarten

Potsdamer Hochwasser-Studie fordert bessere Gefahrenkarten

Brandenburg - News - Regional - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Gesellschaft: Hochwasserrisiken in Ahrweiler

Potsdam () – Bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 sind in und Belgien 224 gestorben. Wie die Universität Potsdam am Freitag mitteilte, hat ein Forschungsteam der Hochschule und weiterer Einrichtungen die Orte und Umstände der Todesfälle ausgewertet.

Viele Unglücksorte lagen demnach außerhalb der amtlich kartierten Hochwassergefahrenzonen.

In befand sich die der Todesorte außerhalb der Zonen für ein extremes Hochwasser, in Rheinland-Pfalz drei Viertel. Mehr als die Hälfte der 224 Todesopfer starb im Landkreis Ahrweiler.

Die Studienleiterin Annegret Thieken sagte, die vorhandenen Gefahrenkarten hätten nicht ausgereicht, um die Risiken für die Öffentlichkeit darzustellen. Historische Hochwasser und Worst-Case-Szenarien müssten künftig berücksichtigt werden.

Die Auswertung offenbart auch Schwächen bei Warnungen und Evakuierung.

In Nordrhein-Westfalen starben 14 Menschen in Kellern, während sie Schäden begrenzen oder Pumpen prüfen wollten. Insgesamt 81 Menschen wurden in ihren Häusern von den Wassermassen überrascht.

Die Universität empfiehlt, in Warnmeldungen klarer zu unterscheiden, wann eine Evakuierung noch möglich ist und wann sich Betroffene besser in höhere Stockwerke zurückziehen sollten.

Besonders betroffen waren ältere Menschen: 72 Prozent der Todesopfer waren älter als 60 Jahre. In Rheinland-Pfalz starben zwölf Bewohner eines überfluteten Wohnheims für Erwachsene mit geistiger Beeinträchtigung.

Das internationale Forschungsteam fordert eine Überarbeitung der europäischen Hochwasserrichtlinie, um Worst-Case-Szenarien im Risikomanagement stärker zu berücksichtigen. Die ist in der Fachzeitschrift Earth´s Future erschienen.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Annegret Thieken

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Universität Potsdam, Annegret Thieken, Fachzeitschrift Earth’s Future, europäische Hochwasserrichtlinie

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum: Juli 2021 (Flutkatastrophe)

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Deutschland, Belgien, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Landkreis Ahrweiler.

Worum geht es in einem Satz?

Bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 starben laut einer Auswertung der Universität Potsdam (mit weiteren Einrichtungen) 224 Menschen in Deutschland und Belgien, wobei sich zeigte, dass viele Todesorte außerhalb der amtlich kartierten Gefahrenzonen lagen und Warn- sowie Evakuierungsstrategien sowie die Berücksichtigung von Worst-Case-Szenarien künftig verbessert werden müssen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Vorhandene Gefahrenkarten hätten nicht ausgereicht, um die Risiken für die Öffentlichkeit darzustellen
  • Historische Hochwasser und Worst-Case-Szenarien wurden nicht ausreichend berücksichtigt
  • Schwächen bei Warnungen und Evakuierung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
  • Keine Berichterstattung über Medienreaktionen beschrieben
  • Nur Empfehlungen der Universität zur Warnung und Evakuierung sowie Forderung nach Überarbeitung der Hochwasserrichtlinie genannt

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ein Teil der Todesfälle ereignete sich außerhalb der amtlich kartierten Hochwassergefahrenzonen
  • In Nordrhein-Westfalen lag die Hälfte der Todesorte außerhalb der Zonen für extremes Hochwasser
  • In Rheinland-Pfalz lagen drei Viertel der Todesorte außerhalb der Zonen für extremes Hochwasser
  • Mehr als die Hälfte der Todesopfer stammte aus dem Landkreis Ahrweiler
  • Die vorhandenen Gefahrenkarten reichten offenbar nicht aus, um die Risiken für die Öffentlichkeit angemessen darzustellen
  • Künftig sollen historische Hochwasser und Worst-Case-Szenarien stärker berücksichtigt werden
  • Es wurden Schwächen bei Warnungen und Evakuierung festgestellt
  • 14 Menschen starben in Nordrhein-Westfalen in Kellern, während sie Schäden begrenzen oder Pumpen prüfen wollten
  • 81 Menschen wurden in ihren Häusern von den Wassermassen überrascht
  • In Warnmeldungen soll klarer unterschieden werden, wann eine Evakuierung noch möglich ist und wann ein Rückzug in höhere Stockwerke sinnvoller ist
  • Ältere Menschen waren besonders betroffen, 72 Prozent der Todesopfer waren älter als 60 Jahre
  • In Rheinland-Pfalz starben zwölf Bewohner eines überfluteten Wohnheims für Erwachsene mit geistiger Beeinträchtigung
  • Forderung nach Überarbeitung der europäischen Hochwasserrichtlinie, um Worst-Case-Szenarien im Risikomanagement stärker zu berücksichtigen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Die Studienleiterin Annegret Thieken sagte, die vorhandenen Gefahrenkarten hätten nicht ausgereicht, um die Risiken für die Öffentlichkeit darzustellen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert