Nürnberg: Stellenmarkt kühlt ab
Nürnberg () – Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 auf rund eine Million gesunken. Das teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag mit.
Gegenüber dem Vorquartal lag die Zahl der offenen Stellen um 129.800 oder rund elf Prozent niedriger. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 sank sie um 35.000 beziehungsweise rund drei Prozent. „Mit Ausnahme der Corona-Lockdowns 2020 lag die Arbeitskräftenachfrage seit 2016 nicht mehr auf diesem niedrigen Niveau“, sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.
In Westdeutschland waren im zweiten Quartal 820.400 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland 203.000. Insgesamt waren rund 81 Prozent der Stellen sofort zu besetzen. Bundesweit kamen auf 100 ausgeschriebene offene Stellen durchschnittlich 291 arbeitslos gemeldete Personen. Das waren 14 Arbeitslose mehr als im Vorjahresquartal sowie 27 mehr als im Vorquartal. Der Anstieg der Arbeitslosen-Stellen-Relation war sowohl Folge des Rückgangs der offenen Stellen als auch einer gestiegenen Zahl von Arbeitslosen.
„Internationale Konflikte, aber auch strukturelle Probleme im Inland haben die Personalnachfrage auch im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland deutlich gebremst“, so Kubis. Die anhaltende Schwäche des Arbeitsmarktes spiegele sich auch in einer gestiegenen Zahl an Bewerbungen wider, die Betriebe im Fall einer sozialversicherungspflichtigen Neueinstellung erhalten haben. „So zeigen aktuelle Untersuchungen, dass sich diese Zahl von 2022 bis 2025 von neun auf durchschnittlich 16 Bewerbungen erhöht hat.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alexander Kubis
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Bundesagentur für Arbeit, IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis, dts Nachrichtenagentur, Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand im zweiten Quartal 2026 statt (Quartalserhebung des IAB). Zudem wird erwähnt, dass es sich auch im ersten Halbjahr 2026 fortsetzte.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Deutschland (bundesweit), Westdeutschland, Ostdeutschland, Nürnberg
Worum geht es in einem Satz?
Im zweiten Quartal 2026 sank die Zahl der offenen Stellen in Deutschland auf rund eine Million (−129.800 bzw. ca. −11% zum Vorquartal), was laut IAB mit internationalen Konflikten sowie strukturellen Problemen im Inland und einer schwächeren Arbeitskräftenachfrage zusammenhängt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Internationale Konflikte
- Strukturelle Probleme im Inland
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückgang der Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal 2026
- Verringerung der Arbeitskräftenachfrage gegenüber dem Vorquartal
- Erhöhte Arbeitslosen-Stellen-Relation aufgrund von weniger offenen Stellen und mehr Arbeitslosen
- Anstieg der Anzahl arbeitslos gemeldeter Personen im Verhältnis zu ausgeschriebenen Stellen
- Gestiegene Zahl an Bewerbungen bei sozialversicherungspflichtigen Neueinstellungen
- Strukturelle Probleme im Inland und internationale Konflikte bremsen die Personalnachfrage im ersten Halbjahr 2026 deutlich
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, es wird eine Stellungnahme von IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis zitiert.
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