Dax legt deutlich zu – EZB-Zinsentscheid beflügelt

Dax legt deutlich zu – EZB-Zinsentscheid beflügelt

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Wirtschaft und Börse in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.040 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

An der Spitze der Kursliste standen die von Adidas, die bis kurz vor Handelsschluss mit einem kräftigen Kurssprung von über sechs Prozent im Plus waren, gefolgt von den Papieren der Deutschen Bank und von Rheinmetall. Am Ende der Kursliste standen dagegen die Anteilsscheine von Vonovia, die bis kurz vor Handelsschluss mit über drei Prozent sehr stark im Minus waren, gefolgt von den Papieren von SAP und von GEA.

„Für Rückenwind sorgen die Notenbanken. Sowohl die US-Notenbank als auch die Europäische Zentralbank haben ihre Leitzinsen unverändert gelassen und sich in ihrer zurückhaltender präsentiert“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Die zuletzt befürchtete weitere Verschärfung der Geldpolitik scheine damit „zumindest kurzfristig“ an Wahrscheinlichkeit verloren zu haben. „Den Anlegern dürfte ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. Denn die Kombination aus hohen Energiepreisen, hartnäckiger Inflation und zusätzlichen Zinserhöhungen hätte die ohnehin fragile Konjunktur erheblich belasten können“, so der Marktanalyst weiter.

Zusätzliche Aufmerksamkeit habe die EZB durch die überraschende Ankündigung eines vorzeitigen Rückzugs ihrer Präsidentin Christine Lagarde erhalten. „Damit rückt neben der weiteren Zinspolitik auch die Frage ihrer Nachfolge in den Mittelpunkt. Die Besetzung dieser Schlüsselposition könnte die geldpolitische Ausrichtung der Eurozone auf Jahre hinaus prägen und dürfte entsprechend intensiv von den Finanzmärkten verfolgt werden“, so Lipkow.

Zudem liefere die laufende Quartalsberichtssaison bislang überwiegend positive Signale. „Einzelne Enttäuschungen werden von den Anlegern relativ gelassen aufgenommen und können die freundliche Grundstimmung kaum beeinträchtigen. Offenbar überwiegt die Erleichterung, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bislang weniger problematisch darstellen als zwischenzeitlich befürchtet“, so der Marktanalyst.

„Die nächste Bewährungsprobe steht allerdings noch bevor. Mit Amazon und Intel legen heute Abend zwei weitere Schwergewichte der US-Technologiebranche ihre Quartalszahlen vor. Ihre Ergebnisse und vor allem die Ausblicke auf die kommenden Monate besitzen das Potenzial, noch einmal erhebliche Kursbewegungen auszulösen. Gerade nach der jüngsten Erholung sind die Erwartungen hoch“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1164 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8957 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.014 US-Dollar gezahlt (-0,9 Prozent). Das entspricht einem von 115,60 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 113,70 US-Dollar, das waren 158 Cent oder 1,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow, Christine Lagarde

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

dts Nachrichtenagentur, Frankfurter Börse, Adidas, Deutsche Bank, Rheinmetall, Vonovia, SAP, GEA, US-Notenbank, Europäische Zentralbank (EZB), CMC Markets, Amazon, Intel

Wann ist das Ereignis passiert?

Am Donnerstag.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt am Main

Worum geht es in einem Satz?

Der Dax legte am Donnerstag dank unveränderter Leitzinsen und überwiegend positiver Quartalsberichte um 1,3 Prozent auf 26.040 Punkte zu, wobei Adidas die Gewinnerliste anführte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Unveränderte Leitzinsen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank
  • Zurückhaltendere Kommunikation der Notenbanken und dadurch geringere Erwartungen weiterer Zinserhöhungen
  • Überwiegend positive Signale aus der laufenden Quartalsberichtssaison
  • Weniger problematische wirtschaftliche Rahmenbedingungen als zwischenzeitlich befürchtet

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein, der Artikel beschreibt keine Reaktionen aus Politik, Öffentlichkeit oder Medien, sondern lediglich Einschätzungen eines Marktanalysten und Reaktionen der Anleger.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Eine weitere Verschärfung der Geldpolitik erscheint zumindest kurzfristig weniger wahrscheinlich.
  • Anleger zeigen sich erleichtert, die freundliche Grundstimmung am Aktienmarkt bleibt bestehen.
  • Die Frage nach Lagardes Nachfolge rückt stärker in den Fokus der Finanzmärkte.
  • Die Besetzung der EZB-Spitze könnte die geldpolitische Ausrichtung der Eurozone auf Jahre hinaus prägen.
  • Die Quartalszahlen und Ausblicke von Amazon und Intel könnten erhebliche Kursbewegungen auslösen.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, wird mit Einschätzungen zur Geldpolitik der Notenbanken, zur EZB-Führung und zu den Auswirkungen der Quartalsberichte auf die Börsenstimmung zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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