Mecklenburg-Vorpommern: Kritik an Rentenplänen
Berlin () – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) stellt sich gegen ein immer weiteres Hinausschieben des Renteneintritts. Konkret kritisiert sie die von einer Rentenkommission der Bundesregierung vorgeschlagene Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren.
„Ich habe mich von Tag eins an positioniert und gesagt, dass wir das auf gar keinen Fall mitmachen können“, sagte Schwesig im Berlin Playbook Podcast des Magazins Politico .
Mit dieser Position stehe sie bundesweit nicht allein da, so Schwesig weiter.
Es gebe mittlerweile auch sieben Ministerpräsidenten, die das klar sagen, in Ost, West, SPD und CDU. 81 Prozent der Menschen in Deutschland empfänden die Reform als ungerecht.
Die Ungerechtigkeit begründete Schwesig mit den tatsächlichen Beitragsjahren.
Ausgerechnet diejenigen, die 45 Jahre lang arbeiten und einzahlen, seien die, die von allen am längsten in das System einzahlen. Der Durchschnitt liege nur bei 37 Jahren.
Deshalb müssten die Beitragsjahre weiter berücksichtigt werden: „Ich bin ganz klar dafür, dass es bei der Regelung bleibt.“
Besonders hart treffe die Reform Menschen mit körperlich schwerer Arbeit, so Schwesig. Wer glaube denn, dass ein Schweißer, ein Schiffbauer oder ein Elektriker, der knochenharte Arbeit macht und im Schichtsystem arbeitet, das einfach so wegstecke.
Wenn er mit 16 seine Ausbildung beginne, sei er nach 45 Jahren 61. Dann müsse er bis 65 noch vier Jahre draufpacken, also praktisch 49 Jahre arbeiten. Das werde einfach als „mega ungerecht“ empfunden.
Auch pflegende Angehörige dürften nicht benachteiligt werden.
Frauen, die ihre Kinder oder Eltern zu Hause pflegten und damit das System entlasteten, dürften dafür nicht die Rentenpunkte verlieren.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Manuela Schwesig
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, CDU, Bundesregierung, Rentenkommission, Politico
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Mecklenburg-Vorpommern
Worum geht es in einem Satz?
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kritisiert im Podcast „Berlin Playbook“ die geplante Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren, weil sie die Reform als ungerecht ansieht und fordert, dass die Beitragsjahre—insbesondere für Menschen mit schwerer Arbeit sowie für pflegende Angehörige—weiter berücksichtigt werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorschlag der Bundesregierung über eine Rentenkommission zur Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren
- Kritik an der Begründung bzw. Ungerechtigkeitswirkung der Reform für Menschen mit tatsächlich langen Beitragszeiten
- Besonders starke Betroffenheit von Personen mit körperlich schwerer Arbeit sowie im Schichtsystem (z. B. Schweißer, Schiffbauer, Elektriker)
- Benachteiligung von pflegenden Angehörigen (Gefahr von Verlusten bei Rentenpunkten)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Schwesig kritisiert bundesweit das Hinausschieben des Renteneintritts und die vorgeschlagene Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren
- Sie verweist darauf, dass sie damit nicht allein sei
- Es gebe mittlerweile sieben Ministerpräsidenten, die sich gegen die Reform positionieren
- 81 Prozent der Menschen in Deutschland empfänden die Reform als ungerecht
- Die Kritik wird damit begründet, dass insbesondere Menschen mit schweren körperlichen Berufen sowie pflegende Angehörige besonders hart betroffen seien
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 81 Prozent der Menschen in Deutschland empfinden die Reform als ungerecht
- Beitragsjahre sollen weiterhin berücksichtigt werden, weil die Regelung sonst als unfair gilt
- Besonders Menschen mit körperlich schwerer Arbeit wären besonders hart betroffen
- Personen mit 45 Beitragsjahren müssten bis 65 statt nur bis zur Regelgrenze verlängern, was als besonders ungerecht empfunden wird
- Pflegende Angehörige dürften nicht benachteiligt werden
- Frauen, die Kinder oder Eltern zu Hause pflegen und dadurch das System entlasten, dürften dafür keine Rentenpunkte verlieren
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Manuela Schwesig (SPD) wird mit mehreren wörtlichen Aussagen zitiert („Ich habe mich von Tag eins an positioniert…“).
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