Politik in Sachsen-Anhalt: Linke offen für Zusammenarbeit
Magdeburg () – Der Chef der Linken-Fraktion im Bundestag, Sören Pellmann, hat sich offen gezeigt für eine Zusammenarbeit von CDU und Linken in Sachsen-Anhalt. Ein Tolerierungsmodell wie in Thüringen oder Sachsen sei denkbar, sagte Pellmann der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).
„Wir erleben schon heute, dass auf kommunaler Ebene Mehrheiten auch mit Linken und CDU entstehen. Darüber wird nicht gern gesprochen, aber in der Sache passiert es längst, wenn es um konkrete Verbesserungen für die Menschen geht.“ Dafür liege der Ball aber bei der CDU, fügte Pellmann hinzu. „Sven Schulze will ja nicht mit uns reden, wie soll das dann funktionieren? Ich könnte mir gut vorstellen, dass der jetzige Ministerpräsident Sachsen-Anhalts nicht auch der zukünftige sein wird“, sagte der Linken-Politiker.
„Das Parteiensystem ist fragmentierter geworden, klassische Koalitionen sind nicht mehr selbstverständlich“, so Pellmann. „Deshalb wird man stärker darüber nachdenken müssen, wie in Sachfragen demokratische Zusammenarbeit auch jenseits fester Mehrheiten organisiert werden kann.“ Zugleich machte Pellmann deutlich: „Wir werden nicht um jeden Preis einem CDU-Ministerpräsidenten ins Amt verhelfen. Dann wollen wir inhaltlich mitreden – etwa in der Innenpolitik, in der Bildungspolitik oder bei der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum.“
Lobende Worte fand Pellmann zugleich für den neuen Fraktionschef der Union, Thorsten Frei (CDU). „Thorsten Frei ist ein anderer Mensch als Jens Spahn. Zum einen ist er nicht so vorbelastet durch Skandale“, sagte der Linken-Fraktionschef. „Zum anderen habe ich ihn als jemanden kennengelernt, der zwar sehr klare und auch sehr konservative Positionen vertritt, aber dabei gesprächsfähig bleibt. Das ist ein wichtiger Unterschied“, so Pellmann.
Auch als Kanzleramtschef habe Frei „regelmäßig den Dialog gesucht und informiert“. Dagegen habe Jens Spahn mehrfach nicht auf Gesprächsangebote der Linksfraktion reagiert, sagte Pellmann. Ein erneutes Gesprächsangebot seitens der Linken in Richtung von Thorsten Frei sei „nicht ausgeschlossen – wenn dadurch spürbare Verbesserungen erreicht werden können“, sagte Pellmann.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Sören Pellmann am 27.08.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sören Pellmann, Thorsten Frei, Jens Spahn, Sven Schulze
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Linken-Fraktion im Bundestag, Sören Pellmann, CDU, Linken, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Rheinische Post, Sven Schulze, Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Parteiensystem, CDU-Ministerpräsident, Linken-Politiker, Innenpolitik, Bildungspolitik, gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum, Fraktionschef der Union, Thorsten Frei, Union, Jens Spahn, Kanzleramtschef, Linksfraktion
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand in folgendem Zeitraum statt:
Freitagausgabe (konkret: am Freitag, 27.08.2026).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Magdeburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen
Worum geht es in einem Satz?
Sören Pellmann (Linke) plädiert offen für eine mögliche Zusammenarbeit von CDU und Linken in Sachsen-Anhalt – etwa nach dem Vorbild eines Tolerierungsmodells – und betont dabei, dass die Linke inhaltlich mitreden will, ohne „um jeden Preis“ einen CDU-Ministerpräsidenten zu ermöglichen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Dialog- und Gesprächsbedarf zwischen Linken und CDU in Sachsen-Anhalt
- Verweis auf bereits bestehende Mehrheiten mit Linken und CDU auf kommunaler Ebene für konkrete Verbesserungen
- Weigerung bzw. fehlende Gesprächsbereitschaft von Sven Schulze („Sven Schulze will ja nicht mit uns reden“) als Anlass für das Tolerierungsmodell
- Fraktions- und Führungssituation bzw. neue Gesprächsmöglichkeiten durch Thorsten Frei („Thorsten Frei… bleibt gesprächsfähig“)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien wird im Artikel beschrieben
- Lediglich Aussagen von Sören Pellmann zu möglichen Kooperationsmodellen, zur CDU und zu Thorsten Frei bzw Jens Spahn
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Demokratische Zusammenarbeit auch jenseits fester Mehrheiten
- Inhaltliche Mitgestaltung in der Innenpolitik
- Inhaltliche Mitgestaltung in der Bildungspolitik
- Inhaltliche Mitgestaltung bei der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum
- Keine Unterstützung um jeden Preis für einen CDU-Ministerpräsidenten
- Intensivere Prüfung von Tolerierungsmodellen bei entsprechender Mehrheitslage
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Sören Pellmann (Linken-Fraktion) zitiert, der in der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) Aussagen zu einer möglichen Zusammenarbeit von CDU und Linken in Sachsen-Anhalt macht.
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