Geas: Nur 1,5 Prozent der eingereisten Migranten registriert

Geas: Nur 1,5 Prozent der eingereisten Migranten registriert

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Politik: Migration an deutschen Grenzen

() – Obwohl am 12. Juni das Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) in Kraft getreten ist, ist auch weiterhin der Großteil der Migranten, die an die Grenze kommen, nicht zuvor registriert worden. Das berichtet der „Spiegel“.

Nach Angaben der Bundespolizei wurden in den ersten zwei Monaten mit Geas 7.314 Einreiseversuche registriert. Nur 112 von ihnen, 1,5 Prozent, hatten schon einen Eintrag in der Datenbank Eurodac. Darin sollen unter anderem die Fingerabdrücke und persönlichen Daten aller Geflüchteten gespeichert werden, die irgendwo in Europa aufgegriffen werden oder sich bei melden.

In der hatten sich besonders belastete EU-Außenstaaten offenbar nicht daran gehalten. Damit verhinderten sie, dass die Migranten mit Hinweis auf eine Eurodac-Registrierung zu ihnen zurückgeschickt werden konnten.

Die Bundespolizei wies auf Anfrage darauf hin, dass es noch zu früh sei, um die Auswirkungen der Asylreform auf das Fluchtgeschehen zu bewerten. Der Konstanzer Migrationsforscher Daniel Thym kommentierte, bei aller Vorsicht sei die Zahl zumindest kein Hinweis auf eine Wende durch Geas.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Daniel Thym

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Spiegel, Bundespolizei, Eurodac, Geas (Gemeinsames Europäisches Asylsystem, Gemeinsames Europäisches Asylsystem), EU (Europäische Union), Daniel Thym (Konstanzer Migrationsforscher), dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am 12. Juni statt (das Gemeinsame Europäische Asylsystem trat am 12. Juni in Kraft). Zusätzlich wird ein Zeitraum genannt: in den ersten zwei Monaten nach Inkrafttreten.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin (Deutschland)

Worum geht es in einem Satz?

Laut dem „Spiegel“ wurden trotz Inkrafttreten des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) am 12. Juni in den ersten zwei Monaten an der deutschen Grenze zwar 7.314 Einreiseversuche registriert, aber nur 112 (1,5 %) hatten bereits einen Eurodac-Eintrag, was auf weiterhin nicht vorher registrierte Migranten hindeutet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Am 12. Juni ist das Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) in Kraft getreten, wodurch Migranten bei Einreiseversuchen nicht überwiegend zuvor in der Eurodac-Datenbank erfasst waren.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundespolizei meldete auf Anfrage, es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Asylreform auf das Fluchtgeschehen zu bewerten
  • Migrationsforscher Daniel Thym sagte, die Zahl sei zumindest kein Hinweis auf eine Wende durch Geas

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Weiterhin erschwerter Rückgriff auf Eurodac zur Identifizierung und Weiterleitung von Migranten
  • Verzögerte Möglichkeit, Personen schneller über bestehende Registrierungsdaten an zuständige Stellen zu verweisen
  • Fortgesetzter Mangel an belastbaren Grundlage für die Bewertung und Steuerung der Auswirkungen der Asylreform auf das Fluchtgeschehen
  • Keine erkennbare Trendwende im Fluchtgeschehen aufgrund des Geas in den ersten Monaten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Der Konstanzer Migrationsforscher Daniel Thym kommentiert zur Entwicklung der Zahlen im Zusammenhang mit Geas.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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