Wirtschaft in Frankfurt: Märkte im Fokus
Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat sich der Dax kaum verändert. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.106 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
„Zum Wochenstart herrschte wenig Bewegung im Dax“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die gute Nachricht aber ist, dass sich der Index trotz der wieder zunehmenden Unsicherheiten sowohl auf geopolitischer Ebene im Nahen Osten als auch auf wirtschaftspolitischer Ebene mit einer neuen Strafzolltirade aus dem Weißen Haus stabil über 26.000 Punkten hält. Gestützt wurde der Markt sowohl von den schwächeren Rohölpreisen als auch von einem schwächeren Dollar gegenüber dem Euro. Beide Entwicklungen reduzieren die potenziellen Inflationsgefahren und nehmen den Anlegern die Sorgen vor einer Notenbank, die daraufhin geldpolitisch reagieren müsste.“
„Insgesamt aber bleiben die Investoren vor den anstehenden Nvidia-Zahlen, den PCE-Deflator-Daten und dem Notenbankertreffen in Jackson Hole an den Seitenlinien. Das Risiko, bei Enttäuschungen auf dem falschen Fuß erwischt zu werden oder aber bei weiter steigenden Kursen Rendite zu verpassen, ist hoch. Dann lieber die Ereignisse abwarten und sich je nach Ausgang des Events neu positionieren.“
„Die größte Unbekannte sind in dieser Woche ohne Zweifel die Quartalszahlen und der Ausblick des KI-Highflyers Nvidia mit den darin enthaltenen Hinweisen auf die Entwicklung bei den Rechenzentren. Die Skepsis in Bezug auf die hohen Investitionen der KI-Unternehmen in die Infrastruktur in Kombination mit den hohen Anleiherenditen sorgt derzeit für Kaufzurückhaltung bei den Technologietiteln. Zudem führt die aktuelle Dollar-Schwäche zu relativ schwächeren Gewinnen der ausländischen Investoren in US-Aktien. Ein länger anhaltender Abwärtstrend des Greenbacks könnte diese mittel- bis langfristig unattraktiver machen.“
„Auch wenn die Impulse insgesamt also derzeit überschaubar bleiben, haben die wenigen, anstehenden Events viel Überraschungspotenzial in alle Richtungen“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1669 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8570 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.662 US-Dollar gezahlt (+1,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 128,45 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 92,41 US-Dollar, das waren 198 Cent oder 2,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, CMC Markets, Frankfurter Börse, Andreas Lipkow, Nvidia, Weißen Haus, Jackson Hole
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand zum Wochenstart statt, konkret am Montag (Wochenstart) im Xetra-Handel.
Datum: Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main (Frankfurter Börse)
Worum geht es in einem Satz?
Zum Wochenstart blieb der Dax mit +0,1% bei rund 26.106 Punkten weitgehend stabil, gestützt durch schwächere Rohölpreise und einen schwächeren Dollar, während Anleger wegen anstehender Nvidia- und US-Konjunkturdaten sowie dem Jackson-Hole-Treffen vorerst abwarteten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten
- Wirtschaftspolitische Unsicherheiten durch eine neue Strafzolltirade aus dem Weißen Haus
- Erwartung an bevorstehende Nvidia-Zahlen
- Erwartung an PCE-Deflator-Daten
- Erwartung an das Notenbankertreffen in Jackson Hole
- Skepsis wegen hoher Investitionen von KI-Unternehmen in die Infrastruktur bei gleichzeitig hohen Anleiherenditen
- Dollar-Schwäche gegenüber dem Euro
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Wenig Bewegung im Dax zum Wochenstart
- Unsicherheiten auf geopolitischer Ebene und wirtschaftspolitischer Ebene wurden trotz Stabilität über 26.000 Punkten als wieder zunehmende Unsicherheiten beschrieben
- Markt wurde durch schwächere Rohölpreise und schwächeren Dollar gegenüber dem Euro gestützt
- Investoren hielten sich vor bevorstehenden Ereignissen (Nvidia-Zahlen, PCE-Deflator, Notenbankertreffen in Jackson Hole) eher zurück
- Kaufzurückhaltung bei Technologietiteln aufgrund hoher Investitionen der KI-Unternehmen in Infrastruktur und hoher Anleiherenditen
- Risiko von Kursreaktionen bei Enttäuschungen oder verpasster Rendite bei weiter steigenden Kursen wurde als hoch eingeschätzt
- Skepsis und Kaufzurückhaltung wurden als Reaktion der Anleger auf die genannten Faktoren dargestellt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Stabile Entwicklung des Dax über 26.000 Punkten
- Reduzierung potenzieller Inflationsgefahren durch schwächere Rohölpreise und einen schwächeren Dollar
- Verringerte Sorgen vor geldpolitischer Reaktion der Notenbank
- Kaufzurückhaltung bei Technologiewerten aufgrund hoher Investitionen in KI-Infrastruktur und hohen Anleiherenditen
- Relativ schwächere Gewinne für ausländische Investoren in US-Aktien durch Dollar-Schwäche
- Möglichkeit mittel- bis langfristiger Unattraktivität bei anhaltendem Abwärtstrend des Dollars
- Hohe Unsicherheit und potenzielles Überraschungspotenzial der anstehenden Ereignisse in beide Richtungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. In dem Artikel wird eine Stellungnahme von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) zitiert („Zum Wochenstart herrschte wenig Bewegung im Dax …“).
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