Wirtschaft: Fressnapf und Private Equity in Krefeld
Krefeld () – Fressnapf-Gründer Torsten Toeller empfiehlt Familienunternehmern eine Partnerschaft mit Private Equity. Zwei Jahre nach dem Einstieg des Investors Cinven zieht er eine positive Bilanz: „Für uns ist es eine gute Wahl gewesen. Ich würde es wieder machen“, sagte Toeller dem „Handelsblatt“. Er räumte jedoch ein, dass es anfangs eine große Verunsicherung unter den Mitarbeitern gegeben habe. „Wir haben hier viel Erklärungsarbeit geleistet“, sagte er. Cinven ist mit rund 15 Prozent Minderheitsgesellschafter bei dem Tierbedarfshändler.
Toeller sagte, im Zuge der Partnerschaft seien 200 bis 250 Stellen in der Zentrale weggefallen – hauptsächlich wegen eines strategischen Wechsels von einer zentral organisierten Struktur hin zu einer stärker dezentralen Struktur. Kostensenkung durch Stellenabbau sei aber nicht der Beweggrund für den Einstieg von Cinven gewesen. Der Investor bringe vor allem Fokus, Schnelligkeit und klare Governance-Strukturen mit. Als Beispiel nannte Toeller die Einstellung eines eigenen GPS-Trackers für Hunde, den nur 150.000 bis 200.000 der insgesamt 20 Millionen Kunden genutzt hätten.
Der nüchterne Blick des Investors habe sich ausgezahlt: Der operative Gewinn von Fressnapf sei im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 380 Millionen Euro gestiegen. Toeller kündigte an, dass das Unternehmen im September mit einer Eröffnung in Frankreich den 3.000. Markt eröffnen werde. Als Zielgröße nannte er mehr als 150 neue Läden pro Jahr, in Deutschland rund 20. Toeller sagte, er würde Private Equity auch anderen Familienunternehmern empfehlen. Entscheidend sei, den richtigen Partner zu wählen und die Partnerschaft nicht aus der Not heraus einzugehen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Torsten Toeller
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Fressnapf, Torsten Toeller, Cinven, Handelsblatt, Private Equity
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitperiode: „im vergangenen Jahr“ (Gewinnanstieg) und „im September“ (Eröffnung in Frankreich im September).
Für den Zeitpunkt des Einstiegs von Cinven wird genannt: „Zwei Jahre nach dem Einstieg“ (ohne konkretes Datum).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Krefeld
Worum geht es in einem Satz?
Fressnapf-Gründer Torsten Toeller zieht nach dem Einstieg des Private-Equity-Investors Cinven eine positive Bilanz und empfiehlt Familienunternehmern eine solche Partnerschaft, betont jedoch anfangs nötige Erklärungsarbeit, einen strategischen statt kostentreiberischen Stellenabbau sowie dass Cinven vor allem Fokus, Tempo und Governance mitbringt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Einstieg von Cinven als Private-Equity-Partner zwei Jahre zuvor
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Toeller räumt anfangs eine große Verunsicherung unter den Mitarbeitern ein und beschreibt, dass das Unternehmen viel Erklärungsarbeit geleistet habe
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verunsicherung und Erklärungsbedarf bei Mitarbeitern zu Beginn der Partnerschaft
- Wegfall von 200 bis 250 Stellen in der Zentrale im Zuge der Umstellung auf eine stärker dezentrale Struktur
- Operativer Gewinnanstieg um elf Prozent auf 380 Millionen Euro im vergangenen Jahr
- Ausbau der Expansion mit Eröffnung eines neuen Marktes in Frankreich und weiterer internationaler Markterreichung
- Zielorientierte Erhöhung der Anzahl neuer Läden auf mehr als 150 pro Jahr, davon rund 20 in Deutschland
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Torsten Toeller wird mit mehreren direkten Zitaten („Für uns ist es eine gute Wahl gewesen…“, „Wir haben hier viel Erklärungsarbeit geleistet…“) als Stellungnahme zitiert.
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