Wirtschaft und Demokratiehaltung in Ostdeutschland
Berlin () – Viele ostdeutsche Unternehmen sorgen sich um die Demokratie, scheuen sich aber vor politischer Positionierung. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), über die die „Rheinische Post“ berichtet.
Sechs von zehn der ostdeutschen Geschäftsleiter sehen die Demokratie demnach als gefährdet an, im Westen sind es 55 Prozent. Die größere Sorge übersetze sich im Osten jedoch nicht in mehr öffentliche Positionierung, schreibt Studienautor Knut Bergmann.
Im Westen gibt mit fast 65 Prozent ein deutlich größerer Anteil der Geschäftsführer an, es sei Aufgabe von Unternehmen, sich demokratiestabilisierend einzusetzen. In Ostdeutschland teile nicht einmal die Hälfte diese Auffassung. Rund jedes vierte ostdeutsche Unternehmen nennt mögliche Boykotte oder Hasskommentare sowie Konflikte in der Belegschaft als Engagement-Hemmnis. Konflikte mit Kunden und Lieferanten würden etwas häufiger genannt.
Bergmann sagte: „Ostdeutsche Unternehmen zeigten sich schon in der Vergangenheit zurückhaltender in der Positionierung explizit gegen die AfD.“
Im IW-Zukunftspanel wurden 903 Unternehmen befragt, darunter 138 ostdeutsche.
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Institut der deutschen Wirtschaft (IW) (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Knut Bergmann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Rheinische Post, AfD
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sehen zwar viele ostdeutsche Geschäftsführer die Demokratie als gefährdet, engagieren sich aber vergleichsweise zurückhaltend öffentlich, während im Osten etwa Konflikte in der Belegschaft sowie mögliche Boykotte oder Hasskommentare als Hemmnisse genannt werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter 903 Unternehmen, darunter 138 ostdeutsche
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Ostdeutsche Geschäftsleiter sehen die Demokratie häufiger als gefährdet als westdeutsche
- Die stärkere Sorge führt im Osten offenbar nicht zu mehr öffentlicher politischer Positionierung
- Rund jedes vierte ostdeutsche Unternehmen nennt als Hemmnisse mögliche Boykotte oder Hasskommentare sowie Konflikte in der Belegschaft
- Konflikte mit Kunden und Lieferanten werden etwas häufiger als weiteres Hemmnis genannt
- Im Westen befürwortet ein größerer Anteil stärker, dass Unternehmen sich demokratiestabilisierend einsetzen sollen
- Bergmann beschreibt zudem, dass ostdeutsche Unternehmen sich in der Vergangenheit zurückhaltender gegen die AfD positioniert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Viele ostdeutsche Geschäftsleiter sehen die Demokratie als gefährdet an
- Die größere Sorge führt im Osten nicht zu mehr öffentlicher politischer Positionierung
- Ostdeutsche Unternehmen nennen häufiger Hemmnisse für demokratiebezogenes Engagement
- Mögliche Boykotte oder Hasskommentare werden als Engagement-Hemmnis genannt
- Konflikte in der Belegschaft werden als Engagement-Hemmnis genannt
- Konflikte mit Kunden und Lieferanten werden etwas häufiger als Engagement-Hemmnis genannt
- Ostdeutsche Unternehmen waren in der Vergangenheit zurückhaltender bei einer expliziten Positionierung gegen die AfD
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Autor Knut Bergmann wird mit der Stellungnahme zitiert, z.B.: „Ostdeutsche Unternehmen zeigten sich schon in der Vergangenheit zurückhaltender in der Positionierung explizit gegen die AfD.“
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