Erneut weniger neue Ausbildungsverträge

Erneut weniger neue Ausbildungsverträge

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Gesellschaft: Ausbildungszahlen in Deutschland

Wiesbaden () – Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland ist im Jahr 2025 um 2,8 Prozent oder 13.100 auf 461.900 gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen am Donnerstag mit.

Bereits im Jahr 2024 war die Zahl um 1,0 Prozent zurückgegangen. Auffällig ist, dass die Zahl der deutschen Auszubildenden um sechs Prozent oder 25.600 sank, während die der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 Prozent oder 12.400 Personen stieg. Insgesamt befanden sich zum 31. Dezember 2025 deutschlandweit 1.211.800 Personen in einer dualen Berufsausbildung. Das waren 6.100 Personen beziehungsweise 0,5 Prozent weniger als 2024.

Zum 31. Dezember 2025 befanden sich die meisten Auszubildenden in einer Ausbildung im Bereich Industrie und Handel (676.600 oder 56 Prozent), gefolgt vom Handwerk mit 345.700 (29 Prozent). Darauf folgten die freien Berufe mit 112.900 oder neun Prozent der Auszubildenden sowie der öffentliche Dienst mit 42.100 (3 Prozent), Landwirtschaft mit 31.400 (2,6 Prozent) und der Bereich Hauswirtschaft mit 0,3 Prozent oder 3.200 Auszubildenden.

Die Zahl ausländischer Personen, die eine duale Berufsausbildung begannen, lag 2025 um 18 Prozent höher als 2024. Wie schon im Vorjahr lässt sich hierbei ein Anstieg bei Personen mit ukrainischer (+64 Prozent auf 9.500), und vietnamesischer (+36 Prozent auf 9.600) Staatsangehörigkeit feststellen. Zuwächse gab es auch bei Personen mit türkischer oder afghanischer Staatsangehörigkeit mit +48 Prozent beziehungsweise +47 Prozent.

Auch langfristig zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei den Neuverträgen von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Insgesamt hat sich hier die Zahl der Neuverträge in zehn Jahren mehr als verdoppelt. 2015 wurden knapp 38.800 Neuverträge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gemeldet, im Jahr 2025 waren es 82.400. Eher selten finden sich Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in den Bereichen öffentlicher Dienst, Landwirtschaft oder Hauswirtschaft. Anteilig an allen ausländischen Auszubildenden mit Neuvertrag umfassen diese drei Bereiche nur 1,5 Prozent (1.200) der Auszubildenden, unter den deutschen Auszubildenden etwa 7 Prozent (27.000). Ein deutlich größerer Anteil der ausländischen Auszubildenden findet sich im Bereich der freien Berufe mit 17 Prozent (14.300), bei den deutschen Auszubildenden liegt der Anteil bei 8 Prozent (30.500).

Bei Männern lag die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker 2025 weiter auf Platz 1 der häufigsten Ausbildungsberufe mit acht Prozent der Neuverträge (22.300 Personen). Bei den weiblichen Auszubildenden findet sich dieser Beruf auf Platz 27; etwa 1.500 Frauen begannen 2025 eine Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechatronikerin. Frauen wählten hingegen am häufigsten die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten (10 Prozent oder 16.100 Personen), am zweithäufigsten die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (9 Prozent oder 14.900). Auf Platz 3 lag die Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten mit 8 Prozent oder 13.400 Auszubildenden.

Auf Platz 2 und 3 bei den Männern lagen die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 13 900 beziehungsweise 5 Prozent der Neuverträge, dicht gefolgt von der Ausbildung zum Elektroniker mit 13.800 (5 Prozent) Neuverträgen. Bei Männern findet sich der bei Frauen beliebteste Ausbildungsberuf zum beziehungsweise zur medizinischen Fachangestellten nicht unter den 50 häufigsten Berufen. Die Reihenfolge der drei häufigsten Ausbildungsberufe blieb bei den Frauen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Auffällig bei den Männern ist, dass die Ausbildung zum Fachinformatiker 2025 nur noch auf Platz 4 liegt (-2.300 Verträge; 2024: Platz 2). Dadurch stieg die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik auf Platz 2 (+100 Verträge).

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur)

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Statistisches Bundesamt (Destatis), dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Donnerstag statt (genauer: Donnerstag, 6. August 2026). Zudem bezieht es sich auf die Ergebnisse für das Jahr 2025 (u. a. mit Stand 31. Dezember 2025).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Wiesbaden, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Im Jahr 2025 sank in Deutschland die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge um 2,8 Prozent auf 461.900; am 31. Dezember 2025 befanden sich insgesamt 1.211.800 Personen in dualer Berufsausbildung, wobei besonders Auszubildende ohne deutsche Staatsangehörigkeit deutlich zulegten und bestimmte Ausbildungsberufe wie Kraftfahrzeugmechatroniker (v. a. bei Männern) sowie medizinische Fachangestellte (v. a. bei Frauen) weiterhin führend waren.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland 2025 um 2,8 Prozent auf 461.900
  • Rückgang bereits 2024 um 1,0 Prozent
  • Sinkende Zahl deutscher Auszubildender um 6 Prozent bzw. 25.600
  • Steigende Zahl von Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 Prozent bzw. 12.400
  • Langfristiger Anstieg der Neuverträge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit: in zehn Jahren mehr als verdoppelt
  • Veränderte Zusammensetzung nach Bereichen: hohe Anteile in Industrie und Handel sowie Handwerk, geringere Anteile in öffentlichem Dienst, Landwirtschaft und Hauswirtschaft für Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Im Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Jahr 2025 um 2,8 Prozent auf 461.900
  • Rückgang der Zahl der deutschen Auszubildenden im Jahr 2025 um 6 Prozent auf minus 25.600
  • Anstieg der Zahl der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Jahr 2025 um 18 Prozent auf plus 12.400
  • Verringerung der Personen in dualer Berufsausbildung zum 31. Dezember 2025 um 6.100 auf 1.211.800
  • Verschiebungen in der Verteilung der dualen Ausbildung nach Bereichen, insbesondere hohe Anteile in Industrie und Handel sowie im Handwerk
  • Zunahme des Anteils ausländischer Personen, die 2025 eine duale Berufsausbildung begannen, um 18 Prozent gegenüber 2024
  • Langfristig mehr Neuverträge bei Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, in zehn Jahren mehr als verdoppelt
  • Insgesamt geringe anteilige Verteilung von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in öffentlichem Dienst, Landwirtschaft und Hauswirtschaft, verglichen mit deutschen Auszubildenden
  • Unterschiedliche Schwerpunkte bei häufigsten Ausbildungsberufen nach Geschlecht, mit veränderter Rangfolge bei Männern insbesondere beim Fachinformatiker

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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