Wirtschaft & Arbeitsrecht in Bayern
München () – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat beim Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen das neue Ladenschlussgesetz in Bayern eingereicht. Das teilte die Gewerkschaft am Donnerstag mit.
Zur Begründung hieß es, dass das Gesetz, welches im Juli 2025 vom Bayerischen Landtag beschlossen wurde, die grundgesetzlich geschützte Sonn- und Feiertagsruhe erheblich angreife. Bereits im Januar 2026 hatten sieben Kläger, unterstützt von Verdi, eine Popularklage am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht.
Luise Klemens, Verdi-Landesleiterin in Bayern, kritisierte die Deregulierung des Ladenschlussgesetzes als „Generalangriff auf die Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel, auf deren Familien und auf die Gesellschaft“. Sie erklärte, dass die bayerische Staatsregierung die negativen Auswirkungen auf die Beschäftigten ignoriere.
Thomas Gürlebeck, Verdi-Landesfachbereichsleiter für den Handel in Bayern, sagte, die Staatsregierung habe sich mit dem Gesetz zum „Steigbügelhalter der Handelskonzerne“ gemacht. Er warnte vor einem verschärften Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel. Verdi werde sich „mit allen Mitteln gegen dieses rechtswidrige und konzernfreundliche Gesetz wehren“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesverfassungsgericht (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Luise Klemens, Thomas Gürlebeck
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Verdi, Bundesverfassungsgericht, Bayerischer Landtag, Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Verdi-Landesleiterin in Bayern
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Donnerstag statt. Konkreter wird außerdem genannt:
- Das Ladenschlussgesetz wurde im Juli 2025 vom Bayerischen Landtag beschlossen.
- Die Popularklage wurde im Januar 2026 eingereicht.
(Die Beschreibung selbst: Klageeinreichung bei dem Bundesverfassungsgericht „am Donnerstag“.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Bayern (insbesondere: Bayerischer Landtag), München, Bundesverfassungsgericht (Karlsruhe), Bayerischer Verwaltungsgerichtshof
Worum geht es in einem Satz?
Die Gewerkschaft ver.di hat beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das neue Ladenschlussgesetz in Bayern eingereicht, weil sie darin einen erheblichen Angriff auf die Sonn- und Feiertagsruhe sowie nachteilige Folgen für Beschäftigte und die Gesellschaft sieht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verdi reichte beim Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen das neue Ladenschlussgesetz in Bayern ein, das im Juli 2025 vom Bayerischen Landtag beschlossen wurde und die grundgesetzlich geschützte Sonn- und Feiertagsruhe erheblich angreife
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Verdi kritisiert die Deregulierung des Ladenschlussgesetzes und spricht von einem Generalangriff auf Beschäftigte im bayerischen Einzelhandel sowie deren Familien und die Gesellschaft
- Verdi wirft der bayerischen Staatsregierung vor, die negativen Auswirkungen auf Beschäftigte zu ignorieren
- Verdi warnt vor einem verschärften Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel
- Verdi kündigt an, sich mit allen Mitteln gegen das Gesetz zu wehren
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erhebliche Beeinträchtigung der grundgesetzlich geschützten Sonn- und Feiertagsruhe
- Negative Auswirkungen auf Beschäftigte im bayerischen Einzelhandel
- Belastungen für Familien der Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel
- Belastungen für die Gesellschaft
- Verschärfter Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel
- Rechtliche Auseinandersetzung vor dem Bundesverfassungsgericht
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Luise Klemens (Verdi-Landesleiterin) sowie Thomas Gürlebeck (Verdi-Landesfachbereichsleiter Handel) kritisieren bzw. warnen in dem Artikel in Form von direkten Aussagen zur Klage gegen das Ladenschlussgesetz.

