EU plant sieben "Gigafactories" für Künstliche Intelligenz

EU plant sieben "Gigafactories" für Künstliche Intelligenz

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Wirtschaft: EU-Start von KI-Gigafabriken in Brüssel

Brüssel () – Die Europäische Union hat eine Ausschreibung für den Aufbau von bis zu sieben sogenannten „KI-Gigafactories“ gestartet. Mit der Initiative solle die technologische Souveränität gestärkt und Europa als führender Standort für Künstliche Intelligenz etabliert werden, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der EU-Kommission. Europa solle der „KI-Kontinent“ werden.

Das Programm soll von der Industrie getragen und mit bis zu 10 Milliarden Euro aus EU- und nationalen Mitteln unterstützt werden. Dadurch sollen zusätzlich mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen mobilisiert werden.

Die neuen KI-Gigafabriken sollen Europas Rechenkapazitäten erheblich erweitern und Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen, der Industrie, Forschungseinrichtungen sowie öffentlichen Verwaltungen Zugang zu leistungsfähiger Infrastruktur für das Training, die Optimierung und den Betrieb moderner KI-Modelle ermöglichen.

Nach Vorstellung der EU sollen die Anlagen hochmoderne KI-Prozessoren, Cloud-Technologien, Software-Plattformen, Hochgeschwindigkeitsnetzwerke und energieeffiziente Rechenzentren kombinieren. Sämtliche in den KI-Gigafabriken entwickelten Anwendungen sollen außerdem den europäischen Vorgaben für Datenschutz, Sicherheit und ethischen Standards entsprechen.

An der veröffentlichten Ausschreibung können Konsortien oder Zweckgesellschaften teilnehmen, die Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Investoren und weitere Partner zusammenbringen. Die Gigafabriken können sowohl an einem Standort in einem Mitgliedstaat als auch verteilt über mehrere Standorte oder grenzüberschreitend errichtet werden.

Die Förderung erfolgt in zwei Ausbaustufen. Im ersten Förderlos werden bis zu vier Projekte mit jeweils bis zu 500 Millionen Euro an EU-Mitteln unterstützt. Im zweiten Förderlos können bis zu drei besonders leistungsstarke Projekte mit jeweils bis zu einer Milliarde Euro gefördert werden. Die beteiligten Mitgliedstaaten sollen die EU-Mittel durch eigene Finanzierungsbeiträge ergänzen.

Parallel dazu hat die Europäische Kommission Absichtserklärungen mit den US-Chipherstellern AMD, Nvidia und Qualcomm unterzeichnet. Damit solle sichergestellt werden, dass die ausgewählten Konsortien Zugang zu der benötigten Hochleistungs-Hardware erhalten.

Die Ausschreibung läuft bis zum 12. November. Nach der Auswahl der Projekte Anfang 2027 soll der Bau der ersten KI-Gigafabriken noch im selben Jahr beginnen. Die Inbetriebnahme soll nach Vorstellung spätestens 18 Monate nach Vertragsunterzeichnung erfolgen. Das wäre den veröffentlichten Angaben zufolge wohl bis 2028, wenn die Unterschrift erst im zweiten Halbjahr 2027 erfolgt könnte es aber auch Frühjahr 2029 werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sitz des Rates der Europäischen Union (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jean-Étienne Michel, AMD, Nvidia, Qualcomm

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Europäische Union, Europäische Kommission, Rat der Europäischen Union, AMD, Nvidia, Qualcomm

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (Start der EU-Ausschreibung für bis zu sieben „KI-Gigafactories“) fand am Donnerstag statt und wurde in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der EU-Kommission beschrieben.

Zeitraum:„am Donnerstag“ (konkretes Datum nicht genannt).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Brüssel, Europäische Union (EU), ein oder mehrere Mitgliedstaaten (Mitgliedstaat(en)), sowie grenzüberschreitend (über mehrere Standorte).

Worum geht es in einem Satz?

Die EU hat eine Ausschreibung für den Aufbau von bis zu sieben KI-Gigafactories gestartet, die Europas Rechenkapazitäten ausbauen, den technologischen Einfluss in der KI stärken und mit bis zu 10 Milliarden Euro aus EU- und nationalen Mitteln sowie zusätzlich mindestens 20 Milliarden Euro privatem Kapital sowie Vorgaben zu Datenschutz, Sicherheit und Ethik finanziert werden sollen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Technologische Souveränität der EU stärken und Europa als führenden Standort für Künstliche Intelligenz etablieren
  • Aufbau zusätzlicher europäischer Rechenkapazitäten für Training, Optimierung und Betrieb moderner KI-Modelle
  • Förderung der Initiative durch Industrie, um die Umsetzung und Infrastrukturentwicklung zu tragen
  • Sicherstellen von Zugang zu benötigter Hochleistungs-Hardware durch Absichtserklärungen mit US-Chipherstellern
  • Umsetzung europäischer Vorgaben für Datenschutz, Sicherheit und ethische Standards bei den entwickelten Anwendungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Nein

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ausbau europäischer Rechenkapazitäten
  • Verbesserter Zugang für Start-ups, KMU, Industrie, Forschungseinrichtungen und öffentliche Verwaltungen zu Infrastruktur für Training, Optimierung und Betrieb moderner KI-Modelle
  • Entwicklung und Bereitstellung von KI-Prozessoren, Cloud-Technologien, Software-Plattformen, Hochgeschwindigkeitsnetzwerken und energieeffizienten Rechenzentren
  • Mobilisierung zusätzlicher privater Investitionen in Höhe von mindestens 20 Milliarden Euro
  • Stärkung der technologischen Souveränität und Positionierung Europas als führender Standort für Künstliche Intelligenz
  • Sicherstellung der Einhaltung europäischer Vorgaben für Datenschutz, Sicherheit und ethische Standards bei den Anwendungen
  • Bedarfsgerechter Zugang der Konsortien zu benötigter Hochleistungs-Hardware
  • Projekte mit gestaffelter Förderung für bis zu vier Vorhaben im ersten Los und bis zu drei besonders leistungsstarke Vorhaben im zweiten Los
  • Bau und Inbetriebnahme neuer KI-Gigafabriken mit geplanter Umsetzung ab 2027 und Inbetriebnahme innerhalb von spätestens 18 Monaten nach Vertragsunterzeichnung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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