Dax startet im Minus – Adidas-Aktie bricht ein

Dax startet im Minus – Adidas-Aktie bricht ein

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Wirtschaft in Frankfurt: Börsenstart im Minus

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.368 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Symrise, Brenntag und Infineon, am Ende Heidelberg Materials, Airbus und Adidas.

„Die US-Notenbank hat gestern zwar den Leitzins unverändert gelassen, zugleich aber darauf hingewiesen, dass sie die Preisentwicklung weiterhin kritisch beobachten wird und in den gestiegenen Energiepreisen Inflationsrisiken sieht“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Auch das Abstimmungsverhältnis von neun zu drei gegen eine Zinserhöhung lässt aufhorchen. Damit ist das Thema einer restriktiveren geldpolitischen Gangart der Fed in den kommenden Monaten nicht vom Tisch.“

Zudem gab es Quartalszahlen von Meta und Microsoft. Diese hätten nicht unterschiedlicher ausfallen können, erklärte der Analyst. „Bei der Facebook-Mutter drücken die hohen Kosten und Ausgaben auf das Gesamtergebnis. Der Konzern drängt sich mit aller Macht in die KI-Welt und scheut dabei keine Kosten. Das stößt den Investoren sauer auf“, so Lipkow. „Bei Microsoft fallen die Cloud-Aktivitäten besonders positiv auf und sorgen für Erleichterung bei den verunsicherten Anlegern. Ähnlich wie bei SAP waren die Investoren dem Softwarekonzern gegenüber in den vergangenen Wochen zu pessimistisch eingestellt.“

Im asiatischen Handel zeigten die Aktienmärkte daraufhin erste Anzeichen einer Stabilisierung, erklärte der Analyst. „Auch die sehr guten Quartalszahlen von Samsung Electronics stützen den Handel in Südkorea und Japan. In Deutschland sorgen die Zahlen von Airbus für Aufsehen und zugleich für Gewinnmitnahmen in der Aktie“, so Lipkow. „Das Ergebnis fällt gut aus, kann aber nicht nachhaltig überzeugen. Die Aktien des Flugzeugbauers wurden allerdings bereits im Vorfeld mit Vorschusslorbeeren bedacht.“

Neben der Leitzinsentscheidung der Bank of England stehen am Donnerstag zahlreiche makroökonomische Daten auf der Agenda. „Die Investoren erwarten das Wirtschaftswachstum in der Eurozone, die deutschen Verbraucherpreise und die Arbeitsmarktdaten aus den USA“, erklärte der Analyst. „Zudem werden der PCE-Kerndeflator und das US-BIP veröffentlicht. Abgerundet wird das Zahlenkonvolut durch Quartalszahlen von Apple und Amazon nach Handelsschluss in New York.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1438 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8743 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 92,38 US-Dollar, das waren 1,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Andreas Lipkow, CMC Markets, Symrise, Brenntag, Infineon, Heidelberg Materials, Airbus, Adidas, Meta, Microsoft, Samsung Electronics, Apple, Amazon, Bank of England, Fed, SAP

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum:Donnerstagmorgen (kein konkretes Datum genannt; Ereignisse laufen zudem „am Donnerstag“ insgesamt).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main

Worum geht es in einem Satz?

Der Dax ist am Donnerstagmorgen um rund 0,4% niedriger in den Handel gestartet, belastet vor allem durch die weiterhin kritische Zins- und Inflationssicht der US-Notenbank, während Quartalszahlen von Meta und Microsoft sowie neue makroökonomische Daten (u.a. aus Eurozone/USA sowie Apple und Amazon nach Börsenschluss) die Märkte weiter beschäftigen; zugleich war der Euro schwächer und der Ölpreis deutlich im Plus.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • unveränderte Entscheidung der US-Notenbank bei gleichzeitigem Hinweis auf weiterhin kritische Beobachtung der Preisentwicklung und Inflationsrisiken durch gestiegene Energiepreise
  • Abstimmungsverhältnis der Fed von neun zu drei gegen eine Zinserhöhung als Signal für die Möglichkeit einer restriktiveren geldpolitischen Gangart
  • Quartalszahlen von Meta und Microsoft mit unterschiedlichen Wirkungen auf Investoren (hohe Kosten und Ausgaben bei Meta, positive Cloud-Aktivitäten bei Microsoft)
  • Quartalszahlen von Samsung Electronics als Stütze für Märkte in Südkorea und Japan
  • Airbus-Quartalszahlen mit gutem Ergebnis aber nicht nachhaltig überzeugendem Ausblick sowie Gewinnmitnahmen und Vorschusslorbeeren im Vorfeld
  • Erwartung und Veröffentlichung zahlreicher makroökonomischer Daten (Wirtschaftswachstum Eurozone, deutsche Verbraucherpreise, US-Arbeitsmarktdaten, PCE-Kerndeflator, US-BIP, sowie Apple- und Amazon-Quartalszahlen nach Handelsschluss)
  • schwächerer Euro gegenüber dem US-Dollar
  • deutlicher Anstieg des Ölpreises (Brent)

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
  • Keine Reaktion von Medien beschrieben
  • Kommentare eines Marktanalysten zu Fed-Zinssignalen und Anlegerreaktionen, nicht zu Politik/Öffentlichkeit/Medien

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Belastung durch potenziell restriktivere geldpolitische Erwartungen der US Notenbank in den kommenden Monaten
  • Sensibilität der Anleger für Inflationsrisiken im Zusammenhang mit gestiegenen Energiepreisen
  • Positive Impulse durch Quartalszahlen von Microsoft, insbesondere bei den Cloud Aktivitäten
  • Uneinheitliche Marktreaktion auf Quartalszahlen von Meta, belastet durch hohe Kosten und Ausgaben
  • Stabilisierungstendenzen an den asiatischen Aktienmärkten nach ersten Anzeichen von Entspannung
  • Stützung des Handels in Südkorea und Japan durch sehr gute Quartalszahlen von Samsung Electronics
  • Unterschiedliche Bewegungen bei deutschen Aktien durch Reaktionen auf Airbus Zahlen, begleitet von Gewinnmitnahmen
  • Erwartungsdruck der Investoren vor mehreren makroökonomischen Daten aus Eurozone und USA einschließlich Verbraucherpreise Arbeitsmarkt Daten PCE Kerndeflator und US BIP
  • Zusätzliche Kurstreiber durch Quartalszahlen von Apple und Amazon nach Handelsschluss in New York
  • Schwächere Tendenz des Euro gegenüber dem US Dollar
  • Deutlicher Anstieg des Ölpreises, was als zusätzlicher Faktor für Markt- und Inflationsannahmen wirken kann

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst von CMC Markets) wird mit mehreren kommentierenden Zitaten im Artikel zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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