BAGFW: Steigende Mieten setzen soziale Träger unter Druck

Gesellschaft: Mietdruck für soziale Einrichtungen in Berlin

Berlin () – Viele soziale Einrichtungen wissen nicht, ob sie ihre Räume langfristig noch bezahlen können und manche mussten deswegen bereits ihre Angebote kürzen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), die am Donnerstagvormittag veröffentlicht werden soll und über die das Nachrichtenportal „T-Online“ berichtet. Dafür befragte die BAGFW Ende 2025 fast 700 soziale Träger.

Mehr als 80 Prozent der Träger geben an, dass die Mietkosten sie finanziell belasten. Seit 2020 verzeichneten 57 Prozent der kleinen Einrichtungen mit einem Standort mindestens eine Mieterhöhung, ein Viertel von ihnen sogar mehrere. Weitere Erhöhungen sind dabei oft schon eingepreist, denn viele Verträge enthalten Klauseln, die regelmäßig steigende Mieten festschreiben.

Viele Einrichtungen klagen zudem über eine mangelnde Refinanzierung: Nur bei einem knappen Viertel werden die Mietkosten von der öffentlichen Hand komplett übernommen, der Rest muss sie teilweise oder vollständig selbst zahlen. Dadurch wirkten sich Mieterhöhungen direkt auf die Finanzen der Einrichtungen selbst aus, heißt es in der Studie. Der Verband fordert deswegen, dass die Refinanzierung der Miet- und Nebenkosten gesetzlich verankert wird.

Mieterhöhungen stellen soziale Träger vor große Herausforderungen. Sie werden oft aus öffentlicher Hand bezahlt und können nicht einfach die Preise erhöhen – anders als Unternehmen aus der freien Wirtschaft, mit denen sie um die Geschäftsräume konkurrieren. Die Folgen bekommen laut der Studie die Menschen zu spüren, die auf die Angebote angewiesen sind: Träger berichteten, dass sie wegen der hohen Mietkosten Öffnungszeiten kürzen, Gruppen zusammenlegen oder geplante Projekte kürzen oder gar streichen mussten.

BAGFW-Präsident Achim Meyer auf der Heyde schrieb im Vorwort der Studie, soziale Arbeit brauche nicht nur Fachkräfte und Finanzierung, sondern auch dauerhaft bezahlbare Räume. Beratungsstellen, Kitas oder Frauenhäuser könnten ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn ihnen dauerhaft bezahlbare und sichere Räumlichkeiten zur Verfügung stünden. Die BAGFW fordert unter anderem einen verbindlichen Gewerbemietspiegel, einen besseren Mieterschutz für gemeinwohlorientierte Träger sowie die Sicherung von Flächen durch Städte und Kommunen für die soziale Infrastruktur. Meyer auf der Heyde erklärte, wo soziale Einrichtungen verdrängt würden, gingen mit ihnen auch Orte der Begegnung, der Beratung und der sozialen Stabilisierung verloren.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kita (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

BAGFW: Steigende Mieten setzen soziale Träger unter Druck

News - Vermischtes - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Achim Meyer auf der Heyde

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), T-Online, BAGFW-Präsident Achim Meyer auf der Heyde

Wann ist das Ereignis passiert?

Donnerstagvormittag (Veröffentlichung der Umfrage), nach dem Text am Donnerstag — außerdem: Befragung Ende 2025.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Eine Umfrage der BAGFW zeigt, dass über 80 % sozialer Träger in Deutschland ihre Miet- und Nebenkosten finanziell belasten und viele dadurch seit Jahren Angebote kürzen müssen, weil die öffentliche Refinanzierung der Mietkosten nur unzureichend gesichert ist.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ende 2025 Befragung der BAGFW (Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege) von rund 700 sozialen Trägern
  • Mieterhöhungen und Miet- sowie Nebenkostenbelastungen seit 2020
  • Unzureichende gesetzliche Refinanzierung der Miet- und Nebenkosten durch die öffentliche Hand
  • Verträge mit Klauseln, die regelmäßig steigende Mieten festschreiben

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • In dem Artikel wird beschrieben, dass die BAGFW gesetzliche Refinanzierung von Miet- und Nebenkosten fordert
  • Der Verband fordert außerdem verbindlichen Gewerbemietspiegel und besseren Mieterschutz für gemeinwohlorientierte Träger
  • Städte und Kommunen sollen Flächen für soziale Infrastruktur sichern
  • Konkrete Reaktionen von Politik Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Mietkosten belasten viele soziale Träger finanziell deutlich
  • Mietzahlungen müssen teilweise oder vollständig selbst getragen werden
  • Träger kürzen Öffnungszeiten
  • Gruppen werden zusammengelegt
  • geplante Projekte werden gekürzt
  • geplante Projekte werden gestrichen
  • soziale Arbeit kann nicht dauerhaft mit ausreichend bezahlbaren Räumen sichergestellt werden

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: BAGFW-Präsident Achim Meyer auf der Heyde wird mit einer Stellungnahme im Vorwort der Studie zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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