Handwerkspräsident fordert drastische Einsparungen bei Kassen

Handwerkspräsident fordert drastische Einsparungen bei Kassen

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Wirtschaftliche Herausforderungen im Handwerk in Berlin

Berlin () – Handwerkspräsident Jörg Dittrich verlangt von der Bundesregierung viel weitgehendere Einsparungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung als bislang geplant. Das berichtet die „Welt am Sonntag“.

„Halbherzige Schritte bringen uns nicht weiter“, sagte Dittrich der Zeitung. Die Finanzkommission Gesundheit habe im März Sparmaßnahmen mit einem Volumen von 40 Milliarden Euro präsentiert, aufgegriffen worden seien davon nur 16 Milliarden Euro. Die vorgeschlagenen Einsparungen seien notwendig, um die Beiträge spürbar zu senken, so Dittrich. Tiefgreifende strukturelle Eingriffe seien jetzt unvermeidbar.

Die Lohnzusatzkosten lägen bereits bei knapp 43 Prozent, Tendenz weiter steigend. „Wir brauchen dringend das politische Ziel, wieder in Richtung 40 Prozent zu kommen“, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Das lohnintensive Handwerk leide unter steigenden Sozialbeiträgen besonders.

Die Vorschläge der Rentenkommission lobte Dittrich grundsätzlich. Auch die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte sieht er positiv. „Es war der falsche Reflex, aus jedem Einzelfall eine Regel für alle zu machen. Von daher unterstütze ich die Abschaffung der Rente mit 63“, sagte Dittrich, der einen Dachdeckerbetrieb in Dresden führt. Allerdings würden die Vorschläge in der aktuellen Krisenlage kein Wachstum schaffen.

Kritisch äußerte sich Dittrich zum empfohlenen Aus für Minijobs. „Da habe ich die Sorge, dass eine Abschaffung Schwarzarbeit fördert“, sagte er. Über die kleine Gruppe, die dauerhaft nur Minijobs annehme und später auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen sei, könne man reden. Aber deshalb gleich alle Minijobs abzuschaffen, wäre falsch. Viele Minijobber seien Studenten oder Menschen mit einem Hauptjob, die sich etwas dazuverdienen wollten.

Zur Verteidigung des umstrittenen Steuerbonus für Handwerkerleistungen habe sein Verband dem Finanzministerium vorgeschlagen, eine Bagatellgrenze einzuführen und den Bonus digital abzuwickeln, um Verwaltungskosten zu sparen, sagte Dittrich. Zudem könne man zum Beispiel gesetzlich vorgeschriebene Prüfleistungen wie beim Schornsteinfeger herausnehmen. Es gebe keinen Grund, warum diese Ausgaben steuerlich absetzbar sein sollten. Die Abschaffung des Steuerbonus hatte in der Vergangenheit unter anderem der Bundesrechnungshof gefordert, da das Ziel der Bekämpfung von Schwarzarbeit nicht erreicht worden sei.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Zentralverband des Deutschen Handwerks (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jörg Dittrich, Bundesrechnungshof

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Bundesregierung, Finanzkommission Gesundheit, Rentenkommission, Finanzministerium, Bundesrechnungshof.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Dresden.

Worum geht es in einem Satz?

Handwerkspräsident Jörg Dittrich fordert weitreichendere Einsparungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung, um die steigenden Lohnzusatzkosten zu senken und kritisiert aktuelle Reformvorschläge als unzureichend, insbesondere die Abschaffung von Minijobs, die seiner Meinung nach Schwarzarbeit fördern könnte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderung nach höheren Einsparungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Präsentation von Sparmaßnahmen mit einem Volumen von 40 Milliarden Euro
  • Nur 16 Milliarden Euro wurden umgesetzt
  • Hohe Lohnzusatzkosten bei knapp 43 Prozent
  • Notwendigkeit struktureller Eingriffe im Gesundheitswesen
  • Belastungen des lohnintensiven Handwerks durch steigende Sozialbeiträge
  • Kritische Haltung gegenüber der Abschaffung von Minijobs
  • Diskussion über Steuerbonus für Handwerkerleistungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach weitreichenden Einsparungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Notwendigkeit tiefgreifender struktureller Eingriffe
  • Lohnzusatzkosten steigen weiter
  • Politisches Ziel, Lohnzusatzkosten auf 40 Prozent zu senken, erforderlich
  • Kritik an der Abschaffung von Minijobs aufgrund der Gefahr von Schwarzarbeit
  • Vorschläge der Rentenkommission könnten in der aktuellen Krisenlage kein Wachstum schaffen
  • Vorschlag zur digitalen Abwicklung des Steuerbonus zur Einsparung von Verwaltungskosten
  • Forderung nach Abschaffung des Steuerbonus zur Bekämpfung von Schwarzarbeit
  • Ablehnung der pauschalen Abschaffung aller Minijobs

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Handwerkspräsident Jörg Dittrich zitiert, der von der Bundesregierung weitreichendere Einsparungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung verlangt und betont, dass „halbherzige Schritte uns nicht weiterbringen“.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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