Nato-General Laubenthal kritisiert langsame Rüstungsproduktion

Nato-General Laubenthal kritisiert langsame Rüstungsproduktion

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Rüstungsproduktion in Europa: Herausforderungen und Forderungen

Mons () – Die Rüstungsproduktion wird in Deutschland und anderen Nato-Staaten nach Auffassung von Nato-General Markus Laubenthal zu sehr durch Auflagen behindert. „Die Langsamkeit der Rüstungsproduktion, die beileibe nicht nur der Industrie anzulasten ist, ist das größte Risiko für Europas Abschreckung und Verteidigung“, schreibt Laubenthal in einem Gastbeitrag für die FAZ.

Der Westen laufe Gefahr, von seinen Gegnern übertroffen zu werden – in Produktion, Skalierung und Tempo. Europa bremse sich an entscheidenden Stellen immer noch selbst aus. Es brauche weniger Auflagen und Berichtspflichten, dafür mehr Ausnahmegenehmigungen für den schnellen Bau von Produktionsstraßen oder Munitionsanlagen, forderte der General. Verteidigungsrelevante Unternehmen benötigten Rechtssicherheit, um Flexibilisierungen des EU-Arbeitsrechts vollständig zu nutzen und Produktionskapazitäten maximal auszuschöpfen.

Auch verteidigungskritische Rohstoffe und Chemikalien würden weiterhin „mit Regulierungslogiken aus Friedenszeiten“ behandelt. Das verstärke Abhängigkeiten von Lieferketten, deren Stabilität nicht zu kontrollieren sei, bemängelte der General. In der gleichen Logik seien Deutschland und die übrigen Nato-Staaten befangen, wenn es um die Zertifizierung von Systemen gehe, die sich bereits in der Ukraine im Einsatz bewährten. „Das verzögert, wenn nicht die ganze Einführung, zumindest die rasche Ausbildung unserer Streitkräfte“, so Laubenthal.

Es sei nicht damit getan, 250.000 Drohnen zu bestellen und einzulagern, so der General weiter. Die Kapazität dafür müsse vorgehalten werden und jedes Jahr müssten einige Tausend Drohnen für die Truppe zum Üben eingesetzt werden. Das mache Eindruck auf Russland.

Laubenthal ist Chief of Staff SHAPE bei der Nato und damit einer der ranghöchsten deutschen Offiziere in der Allianz. Als Chief of Staff im Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) im belgischen Mons leitet er den Stab des Obersten Alliierten Befehlshabers Europa (SACEuro), der für alle militärischen Operationen der Allianz verantwortlich ist.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Eurofighter Typhoon Triebwerk (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Markus Laubenthal

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Nato, FAZ, EU, Deutschland, Ukraine, Russland, Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE), SACEuro

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Mons, Deutschland, Ukraine.

Worum geht es in einem Satz?

Nato-General Markus Laubenthal kritisiert in einem FAZ-Gastbeitrag die hemmenden Auflagen bei der Rüstungsproduktion in Deutschland und anderen Nato-Staaten, da diese die europäische Verteidigungsbereitschaft gefährden und fordert weniger Regulierung sowie mehr Flexibilität zur Steigerung der Produktionskapazitäten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Langsame Rüstungsproduktion in Europa
  • Hohe Auflagen und Berichtspflichten
  • Mangelnde Rechtssicherheit für Unternehmen
  • Regulierungen aus Friedenszeiten für Rohstoffe und Chemikalien
  • Verzögerung bei der Zertifizierung neuer Systeme
  • Notwendigkeit für schnellere Produktionskapazitäten
  • Abhängigkeiten von instabilen Lieferketten
  • Bedarf an praktischen Trainingsressourcen für Streitkräfte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Langsame Rüstungsproduktion gefährdet Europas Abschreckung und Verteidigung
  • Gefahr, von Gegnern übertroffen zu werden
  • Europa bremst sich selbst aus
  • Bedarf an weniger Auflagen und mehr Ausnahmegenehmigungen
  • Notwendigkeit von Rechtssicherheit für verteidigungsrelevante Unternehmen
  • Verstärkte Abhängigkeiten von instabilen Lieferketten
  • Verzögerungen bei der Zertifizierung von bewährten Systemen
  • Rasche Ausbildung der Streitkräfte wird behindert
  • Notwendigkeit der praktischen Nutzung von Drohnen zur Übung
  • Eindruck auf Russland muss erzeugt werden

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Nato-General Markus Laubenthal zitiert. Er äußert Bedenken, dass die Rüstungsproduktion in Deutschland und anderen NATO-Staaten durch zu viele Auflagen behindert wird, was ein Risiko für Europas Abschreckung und Verteidigung darstellt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert