Gesundheit: Herausforderungen und Fortschritte in Genf
Genf () – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die Fortschritte im globalen Gesundheitswesen in Gefahr. Die Welt verfehle ihre Ziele, wobei die Fortschritte ungleichmäßig verliefen, sich verlangsamten und in einigen Bereichen sogar rückläufig seien, heißt es in einem Bericht der WHO, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Trotz bedeutender Verbesserungen im globalen Gesundheitswesen in den letzten zehn Jahren, von denen Millionen Menschen durch bessere Prävention, Behandlung und Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen profitierten, bleibe die Welt auf dem Weg, keines der gesundheitsbezogenen Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 zu erreichen, so die WHO.
Der Bericht hebt hervor, dass die Zahl der neuen HIV-Infektionen zwischen 2010 und 2024 um 40 Prozent gesunken ist. Auch der Tabak- und Alkoholkonsum ging seit 2010 zurück, und die Zahl der Menschen, die Behandlungen für vernachlässigte Tropenkrankheiten benötigen, sank um 36 Prozent. Der Zugang zu Dienstleistungen, die die Gesundheitsergebnisse beeinflussen, hat sich derweil zwischen 2015 und 2024 rapide erweitert. In diesem Zeitraum erhielten 961 Millionen Menschen Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser, 1,2 Milliarden zu sanitären Einrichtungen, 1,6 Milliarden zu grundlegender Hygiene und 1,4 Milliarden zu sauberen Kochmöglichkeiten.
Die WHO-Region Afrika erzielte schnellere Rückgänge bei HIV (-70 Prozent) und Tuberkulose (-28 Prozent) als im weltweiten Durchschnitt. Die Region Südostasien ist unterdessen auf dem besten Weg, ihr für 2025 angestrebtes Ziel zur Malaria-Reduzierung zu erreichen
Trotz dieser Fortschritte bleiben Herausforderungen bestehen. Beispielsweise stieg die Malaria-Inzidenz seit 2015 um 8,5 Prozent, was die Welt weiter von den globalen Zielen entfernt. Präventive Risiken beeinträchtigen weiterhin die Gesundheit und verlangsamen den Fortschritt. Anämie betrifft 30,7 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter, ohne Verbesserung in den letzten zehn Jahren. Die Prävalenz von Übergewicht bei Kindern unter fünf Jahren erreichte 2024 5,5 Prozent. Gewalt gegen Frauen bleibt weit verbreitet, wobei eine von vier Frauen weltweit von Gewalt durch den Partner betroffen ist.
„Diese Daten erzählen eine Geschichte sowohl von Fortschritten als auch von anhaltender Ungleichheit, wobei vielen Menschen – insbesondere Frauen, Kindern und Angehörigen unterversorgter Gemeinschaften – nach wie vor die Grundvoraussetzungen für ein gesundes Leben verwehrt bleiben“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Investitionen in stärkere, gerechtere Gesundheitssysteme, einschließlich widerstandsfähiger Gesundheitsdatensysteme, sind unerlässlich, um gezielte Maßnahmen zu ergreifen, Lücken zu schließen und Rechenschaftspflicht zu gewährleisten.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Genf, WHO-Region Afrika, Südostasien
Worum geht es in einem Satz?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt in einem aktuellen Bericht, dass trotz einiger Fortschritte im globalen Gesundheitswesen die Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 nicht erreicht werden und Ungleichheiten sowie anhaltende Gesundheitsrisiken, insbesondere für Frauen und Kinder, bestehen bleiben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verfehlung globaler Gesundheitsziele
- Ungleichmäßige Fortschritte im Gesundheitswesen
- Verlangsamung der Verbesserungen
- Rückläufige Entwicklungen in bestimmten Bereichen
- Mehr als 30 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter anämisch
- 5,5 Prozent Übergewicht bei Kindern unter fünf Jahren
- Weit verbreitete Gewalt gegen Frauen
- Ungerechte Gesundheitsversorgung für Frauen, Kinder und benachteiligte Gemeinschaften
- Mangelnde Investitionen in Gesundheitssysteme und Dateninfrastrukturen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Gefährdung der Fortschritte im globalen Gesundheitswesen
- Ungleichmäßige Fortschritte
- Verlangsamung der Entwicklungen
- Rückgang in einigen Bereichen
- Verfehlung der gesundheitsbezogenen Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030
- Anstieg der Malaria-Inzidenz
- Vorhandensein präventiver Risiken, die die Gesundheit beeinträchtigen
- Hohe Anämie-Prävalenz bei Frauen im gebärfähigen Alter
- Hohe Prävalenz von Übergewicht bei Kindern unter fünf Jahren
- Weit verbreitete Gewalt gegen Frauen
- Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung
- Fehlende Grundvoraussetzungen für ein gesundes Leben für viele Menschen
- Notwendigkeit von Investitionen in gerechtere Gesundheitssysteme
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des WHO-Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus zitiert, in der er die Fortschritte im Gesundheitswesen sowie bestehende Ungleichheiten anspricht und die Notwendigkeit von Investitionen in Gesundheitssysteme betont.
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