IG Metall fordert zum Europatag eine echte industriepolitische Offensive der EU

IG Metall fordert zum Europatag eine echte industriepolitische Offensive der EU

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Industriepolitik in Europa: Forderungen aus Hannover

Hannover () – Die IG Metall im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hat zum Europatag eine entschlossene industriepolitische Neuaufstellung der Europäischen Union gefordert. Das teilte der Bezirk am Freitag in Hannover mit.

Angesichts wachsenden Drucks aus dem Wettbewerb jenseits des Atlantiks und aus dem ostasiatischen Raum sowie einer zunehmend volatilen Welthandelsordnung müsse Europa sich seiner eigenen Stärke wieder bewusst werden. „Abhängigkeiten und fehlende Resilienz werden in Deutschland und Europa immer wieder erst in der Krise bemerkt“, sagte Bezirksleiter Thorsten Gröger. „Die Antwort auf eine Welt, in der Zölle zum Erpressungsinstrument geworden sind, kann nicht Schockstarre sein. Sie muss eine industriepolitische Antwort sein – und sie muss vor allem jetzt endlich kommen.“

Im Zentrum der Forderungen steht die konsequente Nutzung des europäischen Binnenmarkts mit rund 450 Millionen Verbrauchern. „Der Binnenmarkt ist das größte wirtschaftspolitische Pfund, das die EU aus eigener Kraft auf den Tisch legen kann“, so Gröger.

Dafür brauche es sowohl eine Stärkung des privaten Konsums als auch eine Kräftigung von Gütern „Made in Europe“. Begleitend dazu fordert die IG Metall, regelbasierten Freihandel mit verlässlichen Partnern zu vertiefen.

Der Abschluss des Mercosur-Abkommens sei ein wichtiges Signal. „Mercosur ist die richtige Richtung. Aber Europa darf nicht dort stehenbleiben“, sagte Gröger.

Es brauche eine strategische Diversifizierung der Handelsbeziehungen – mit Kanada, Australien, Japan, Südkorea, Indien, Mexiko und vor allem mit dem afrikanischen Kontinent.

Die IG Metall erneuert zudem ihre Forderung nach einer verbindlichen „Made in Europe“-Strategie mit klaren Local-Content-Vorgaben in strategischen Sektoren. „Wir dürfen die Grundstoffe dieses Kontinents nicht aus der Hand geben. Stahl, Aluminium, chemische Grundstoffe – wenn wir diese Basis verlieren, verliert Europa seine industrielle Souveränität, und zwar dauerhaft“, warnte Gröger.

Zugleich müsse Europa konsequent in Feldern wie Batteriezellproduktion, Halbleiter und Wasserstofftechnologie Kapazität aufbauen. Mit Blick auf die jüngsten Zahlen des Europäischen Patentamts unterstrich die IG Metall, dass Europa technologisch nicht abgehängt sei.

Mit erstmals über 200.000 Patentanmeldungen in einem Jahr sei ein Rekordwert erreicht worden. „Die Zahlen zeigen, dass es nicht an Erfindungen mangelt. Wir müssen allerdings noch besser darin werden, diese zu industrialisieren“, sagte Gröger.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Industrieanlagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Thorsten Gröger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

IG Metall, Bezirksleiter Thorsten Gröger, Europäische Union, Mercosur, Kanada, Australien, Japan, Südkorea, Indien, Mexiko, Europäisches Patentamt

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Hannover

Worum geht es in einem Satz?

Die IG Metall fordert anlässlich des Europatags eine klare industriepolitische Neuausrichtung der EU, um sich angesichts globaler Wettbewerbsdrucks und instabiler Handelsverhältnisse auf den eigenen Binnenmarkt und die Stärkung europäischer Produktionskapazitäten zu konzentrieren.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wachsende Wettbewerbsdruck aus Nordamerika und Ostasien
  • Zunehmende Volatilität der Welthandelsordnung
  • Erkennen von Abhängigkeiten und fehlender Resilienz bei Krisen
  • Notwendigkeit einer industriellen Antwort auf Handelskonflikte
  • Stärkung des europäischen Binnenmarkts
  • Förderung von „Made in Europe“
  • Abschluss des Mercosur-Abkommens als wichtiges Signal
  • Strategische Diversifizierung der Handelsbeziehungen
  • Forderung nach verbindlicher „Made in Europe“-Strategie
  • Notwendigkeit zum Kapazitätsaufbau in Schlüsseltechnologien

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach industriepolitischer Neuaufstellung der EU
  • Bewusstsein für eigene Stärken in Europa
  • Notwendigkeit zur Behebung von Abhängigkeiten und fehlender Resilienz
  • Stärkung des privaten Konsums
  • Kräftigung von Gütern „Made in Europe“
  • Vertiefung des regelbasierten Freihandels
  • Strategische Diversifizierung der Handelsbeziehungen
  • Verbindliche „Made in Europe“-Strategie mit Local-Content-Vorgaben
  • Erhalt der industriellen Souveränität in Europa
  • Kapazitätsaufbau in Batteriezellproduktion, Halbleiter und Wasserstofftechnologie
  • Verbesserung der Industrialisierung von Erfindungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Bezirksleiter Thorsten Gröger sagte: „Abhängigkeiten und fehlende Resilienz werden in Deutschland und Europa immer wieder erst in der Krise bemerkt.“

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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