Berlin bewertet mögliche Rolle Pahlavis im Iran zurückhaltend

Politische Entwicklungen bezüglich Iran in Berlin

() – In der Bundesregierung und unter Außenpolitikern von und SPD wird eine mögliche künftige Rolle des Schah-Sohnes Reza Pahlavi nach einem Ende der Mullah-Herrschaft in Iran zurückhaltend bewertet.

„Wir haben zur Kenntnis genommen, dass Herr Pahlavi seine Bereitschaft erklärt hat, eine etwaige Übergangsregierung zu leiten. Es ist Sache der iranischen Bevölkerung, über ihre Regierung zu entscheiden“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt, wie der „Spiegel“ schreibt.

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, sagte demselben Magazin: „Ich traf Herrn Pahlavi, aber die neue Regierung in Teheran wird nicht und sollte nicht durch Treffen im Ausland geschaffen werden.“ Er stimme dem US-Präsidenten „sehr zu, dass das iranische Volk entscheiden muss, wie es seine Zukunft gestaltet“. Eine Vision für „einen demokratischen, modernen Iran mit inklusiver Mitbestimmung von Frauen und Minderheiten wird sicherlich Unterstützung finden“, so Hardt.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, sagte dem „Spiegel“, man nehme wahr, dass sich aktuell vor allem viele Exil-Iraner, auch in Deutschland, aus Überzeugung oder aus pragmatischen Gründen hinter Reza Pahlavi stellen. „Diese Dynamik ist Teil der aktuellen Oppositionslandschaft.“ Zugleich sei die iranische Opposition insgesamt plural und vielfältig aufgestellt. „Unterschiedliche Akteure und gesellschaftliche Gruppen vertreten verschiedene Vorstellungen darüber, wie ein zukünftiger politischer Transformationsprozess im Iran gestaltet werden könnte“, so der SPD-Politiker. Wichtig bleibe, dass die Entscheidung über die Zukunft des Landes beim iranischen Volk liege.

Der frühere FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai, der von seinen Eltern als Kind aus Iran nach Deutschland zu einem Verwandten geschickt wurde, sagte hingegen zum „Spiegel“: „Die Bundesregierung sollte Herrn Pahlavi als das Gesicht der iranischen Freiheitsbewegung anerkennen. Nur er wird in der Lage sein, den Übergang zur Demokratie in Iran zu organisieren.“

Der älteste Sohn des früheren Schahs lebt seit dem Sturz seines autoritär regierenden Vaters 1979 im Ausland, vornehmlich im US-Exil. Der 65-Jährige wurde einst von seinem Vater zum Kronprinzen ernannt. Während der jüngsten Massenproteste in Iran und dem Beginn des Angriffs der USA und Israel auf Iran beansprucht Reza Pahlavi eine Führungsrolle in der zerstrittenen iranischen Opposition. Jüngst war er Anfang Februar Gast auf der Münchner Sicherheitskonferenz und hielt auch auf einer Großkundgebung der iranischen Opposition vor mehr als 200.000 eine Rede.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Demo für Regime-Wechsel im Iran (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Reza Pahlavi, Jürgen Hardt, Donald Trump, Adis Ahmetovic, Bijan Djir-Sarai

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Union, SPD, Auswärtiges Amt, CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, Donald Trump, SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, FDP, Bijan Djir-Sarai, Reza Pahlavi, Münchner Sicherheitskonferenz.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

- Berlin
- Iran
- München

Worum geht es in einem Satz?

In der Bundesregierung gibt es zurückhaltende Ansichten zur möglichen Rolle von Reza Pahlavi als Führer einer Übergangsregierung im Iran, wobei betont wird, dass die Entscheidung über die zukünftige Regierung dem iranischen Volk obliegt, während einige Exil-Iraner ihn als wichtigen Vertreter der Freiheitsbewegung unterstützen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Sturz des Schahs 1979
  • Mullah-Herrschaft im Iran
  • Aktuelle Massenproteste in Iran
  • Exil-Iraner unterstützen Pahlavi
  • Diskussion über zukünftige Regierung in Teheran
  • Politische Pluralität in der iranischen Opposition
  • Forderung nach demokratischen Reformen
  • Reza Pahlavi als Symbolfigur der Opposition

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesregierung und Außenpolitiker bewerten Reza Pahlavi zurückhaltend.
  • Auswärtiges Amt betont Entscheidungshoheit des iranischen Volkes.
  • Jürgen Hardt (CDU) betont nicht durch Auslandskontakte handeln.
  • Unterstützung für demokratischen Iran mit Mitbestimmung von Frauen und Minderheiten.
  • Adis Ahmetovic (SPD) äußert Wahrnehmung einer Dynamik unter Exil-Iranern.
  • Betont Pluralität der iranischen Opposition mit unterschiedlichen Vorstellungen.
  • Bijan Djir-Sarai (FDP) fordert Anerkennung von Pahlavi als Gesicht der Freiheitsbewegung.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zurückhaltende Bewertung einer Rolle von Reza Pahlavi in der Bundesregierung
  • Entscheidung über zukünftige Regierung liegt beim iranischen Volk
  • Unterstützung für einen demokratischen Iran mit Mitbestimmung von Frauen und Minderheiten
  • Wahrnehmung einer Dynamik unter Exil-Iranern zugunsten von Pahlavi
  • Pluralität und Vielfalt innerhalb der iranischen Opposition
  • Anerkennung Pahlavis als Gesicht der iranischen Freiheitsbewegung gefordert

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Zum Beispiel sagt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, dass die neue Regierung in Teheran nicht durch Treffen im Ausland geschaffen werden sollte und stimmt dem US-Präsidenten Trump zu, dass das iranische Volk entscheiden muss, wie es seine Zukunft gestaltet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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