Gabriel fordert EU-Gemeinschaftsschulden für Rüstung

Gabriel fordert EU-Gemeinschaftsschulden für Rüstung

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Sicherheitspolitik in Europa: Sigmar Gabriel’s Vorschläge

Berlin () – Der Vorsitzende der Atlantik-Brücke und frühere Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hält neue EU-Gemeinschaftsschulden für Rüstungsprojekte in Europa für unausweichlich und plädiert zudem für eine direkte Unterstützung Deutschlands bei den Verteidigungsanstrengungen Frankreichs und Polens.

Die Deutschen „dürfen nicht länger die finanzpolitischen Taliban in Europa spielen“, sagte Gabriel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Deutschland sage immer, die Verteidigungsausgaben seien Sache der nationalen Haushalte, aber auch hierzulande könnten sie ja zum großen Teil nur noch über Schulden finanziert werden.

„Der Draghi-Bericht für die EU fordert zu Recht, zur Finanzierung der europäischen Verteidigung auch gemeinschaftlich in Europa Schulden aufzunehmen“, sagte Gabriel. Das sei zwar teuer und berge auch Risiken. „Aber russische Truppen an der Grenze zu Polen sind ein größeres Risiko und übrigens auch teurer.“ Gabriel warnte: „Die Not wird jeden Monat größer, schon wegen der Bedrohungslage. Sollen wir warten, bis die erste Drohne über Berlin fliegt?“

Der Vorsitzende der Atlantik-Brücke schlug zugleich vor, Deutschland solle Frankreich und Polen bei deren Verteidigungsbemühungen unterstützen: „Warum bieten wir den Franzosen nicht an, die Verteidigungsausgaben unserer beiden Länder zusammenzubringen und mit dem deutschen AAA-Rating zu finanzieren?“ Das wäre eine enorme Entlastung für den französischen Haushalt und würde zeigen, dass die deutsch-französische Freundschaft tatsächlich etwas wert seien, meinte der frühere SPD-Vorsitzende. „Stattdessen beschwören wir sie immer nur und schauen zu, wie Frankreich in Echtzeit abrutscht.“

Mit Blick auf Polen meinte Gabriel: Wenn ohnehin dreieinhalb Prozent des Bruttosozialprodukts für Verteidigung ausgegeben werden solle, „warum geben wir nicht 0,5 Prozent davon in die bestehenden Nato-Fonds zur Stärkung der Ostflanke?“ Er mahnte: „Man kann durchaus Fantasie entwickeln, wie man vom großen Gerede zu praktischem Handeln kommt.“

Kritisch äußerte sich Gabriel zu Forderungen nach einer europäischen Atombombe: „Das Richtige zum falschen Zeitpunkt ist in der Regel auch falsch. Wenn man sich nicht mal konventionell verteidigen kann, sollte man nicht dicke Backen bei der Nuklearfrage machen“, sagte der frühere Vizekanzler. Er habe durchaus Zweifel, dass ein US-Präsident bereit wäre, seine Atomwaffen einzusetzen, sollten die Russen das Baltikum angreifen. „Aber die Antwort muss sein, uns in der konventionellen Verteidigung so stark zu machen, dass Putin den Angriff erst gar nicht probiert.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sigmar Gabriel (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Sigmar Gabriel

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Atlantik-Brücke, SPD, Funke-Mediengruppe, Draghi-Bericht, NATO

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Frankreich, Polen.

Worum geht es in einem Satz?

Sigmar Gabriel plädiert für neue EU-Gemeinschaftsschulden zur Finanzierung von Rüstungsprojekten und unterstützt direkte Hilfen für Deutschland bei den Verteidigungsanstrengungen von Frankreich und Polen angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Dringende Bedrohung durch russische Truppen an der Grenze zu Polen
  • Erhöhter Finanzierungsbedarf für europäische Verteidigung
  • Notwendigkeit gemeinsamer Schuldenaufnahme für Rüstungsprojekte in der EU
  • Forderungen nach Unterstützung für Frankreich und Polen bei Verteidigungsanstrengungen
  • Mangelnde finanzielle Flexibilität der nationalen Haushalte
  • Vorhandene Defizite in der konventionellen Verteidigung Deutschlands
  • Politische Diskussionen über die Rolle Deutschlands in der Europäischen Verteidigungspolitik

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Die Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht beschrieben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Neue EU-Gemeinschaftsschulden für Rüstungsprojekte
  • Direkte Unterstützung Deutschlands für Verteidigungsanstrengungen Frankreichs und Polens
  • Risiken durch Schuldenfinanzierung
  • Größere Bedrohungslage durch russische Truppen
  • Notwendigkeit zur schnellen Handlungsfähigkeit
  • Entlastung des französischen Haushalts durch gemeinsame Finanzierung
  • Stärkung der deutsch-französischen Freundschaft
  • Vorschlag zur finanziellen Unterstützung von NATO-Fonds für die Ostflanke
  • Notwendigkeit praktischer Lösungen für Verteidigungsanstrengungen
  • Zweifel an der Einsatzbereitschaft von US-Atomwaffen im Konflikt mit Russland
  • Fokus auf konventionelle Verteidigungsstärkung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Sigmar Gabriel zitiert. Er fordert neue EU-Gemeinschaftsschulden für Rüstungsprojekte und kritisiert Deutschlands Haltung zu Verteidigungsausgaben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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