Frankfurter Gericht bestätigt Testamentsvollstreckerin im Württemberger Testament

Rechtsprechung zur Testamentsvollstreckung in Frankfurt

() – Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Beschwerde einer Testamentsvollstreckerin gegen ihre Entlassung stattgegeben. Das Gericht teilte am Freitag mit, dass die vom Nachlassgericht in Königstein angeordnete Entlassung der Frau nicht rechtmäßig gewesen sei.

Die Mutter war von einem ihrer Söhne aus dem Amt entfernt worden.

Die Eheleute hatten in einem gemeinschaftlichen Testament ihre zu Erben eingesetzt, der überlebenden Ehefrau aber einen Nießbrauch am Nachlass eingeräumt und sie zugleich zur Testamentsvollstreckerin ernannt. Diese als ‚Württemberger Testament‘ bekannte Konstruktion sahen die Richter als bewusste Entscheidung der Erblasser an.

Eine Entlassung der Testamentsvollstreckerin komme nur bei grober Pflichtverletzung in Betracht, was hier nicht vorliege.

Die vom Sohn vorgebrachten Vorwürfe, etwa Unzulänglichkeiten bei der Bewirtschaftung von Nachlassimmobilien, rechtfertigten keine Entlassung. Die Erträge stünden ohnehin der Nießbrauchnehmerin, also der Mutter, zu.

Auch für eine Gefährdung der Substanz des Immobilienvermögens habe der Sohn keine hinreichenden Anhaltspunkte dargelegt, so das Gericht. Der Beschluss des 21. Zivilsenats vom 27. November ist unanfechtbar.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justicia (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel sind keine vollständigen Namen von Personen genannt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen in dem Text sind:

Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Nachlassgericht in Königstein, 21. Zivilsenat

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 27. November statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt am Main, Königstein

Worum geht es in einem Satz?

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden, dass die Entlassung einer Testamentsvollstreckerin durch das Nachlassgericht nicht rechtmäßig war und lediglich bei grober Pflichtverletzung erfolgen kann, was in diesem Fall nicht nachgewiesen wurde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Beschwerde einer Testamentsvollstreckerin gegen ihre Entlassung
  • Entlassung vom Nachlassgericht in Königstein angeordnet
  • Gemeinschaftliches Testament der Eheleute
  • Kinder als Erben eingesetzt, Mutter als Testamentsvollstreckerin ernannt
  • Nießbrauch am Nachlass für die überlebende Ehefrau
  • Vorwurf des Sohnes bezüglich Pflichtverletzungen
  • Nachlassimmobilienbewirtschaftung als Streitpunkt
  • Gericht sieht keine grobe Pflichtverletzung
  • Gericht bestätigt, dass Erträge der Nießbrauchnehmerin zustehen
  • Keine ausreichenden Beweise für Gefährdung des Immobilienvermögens

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Entlassung der Testamentsvollstreckerin als unrechtmäßig angesehen
  • keine grobe Pflichtverletzung vorliegend
  • Vorwürfe des Sohnes nicht ausreichend für Entlassung
  • Erträge stehen der Nießbrauchnehmerin zu
  • keine Gefährdung der Substanz des Immobilienvermögens festgestellt
  • Beschluss ist unanfechtbar

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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