Retro oder Futuristisch? Ein Blick auf die größten Brillen-Styles der letzten Jahrzehnte

Retro oder Futuristisch? Ein Blick auf die größten Brillen-Styles der letzten Jahrzehnte

Brillen gibt es natürlich schon viel länger, aber im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden Brillengestelle immer weiter optimiert und dazu wurden sie auch mehr, als nur eine reine Sehhilfe. In der Tat sind sie bis heute ein wichtiger Bestandteil der Mode und ein beliebtes Accessoire. Nachfolgend wird beschrieben, welche Brillen im Laufe der Zeit im Trend waren und aus welchem Jahrzehnt so manche heutige Lieblingsform stammt:

Brillenmode aus den 1920er Jahren

Glamour prägte die goldenen Zwanziger Jahre. Die Menschen waren zwischen zwei Weltkriegen sehr empfänglich für Ablenkung, Spaß sowie Abenteuer. Viele Frauen zeigten ihre Emanzipation und viele Männer zeigten wiederum gerne ihren klassischen Stil. In allen Variationen wurde in dieser Zeit die runde Panto-Form für Brillen als wichtiger Bestandteil der Modewelt entdeckt. Frauen gaben ihrem Outfit damit das gewisse Etwas und Männer wollten damit intellektuell und stilvoll erscheinen. Auch heute noch ist die Panto-Brille eine der bekanntesten Brillenformen und für viele Brillenträger ein gern genommenes Gestell.

Brillenmode in den 1940er Jahren

In den 1940er Jahren kam die Cateye-Form auf den Markt, die damals schon die Menschen begeisterte. Wahre Stilikonen, wie beispielsweise Marilyn Monroe, Audrey Hepburn oder Grace Kelly, machten diese Brillenform noch berühmter und begehrenswerter. Diese Brille betont die Weiblichkeit und einen gewissen Stil, egal ob sie als reine Korrekturbrille oder als Sonnenbrille getragen wird. Ein Vorteil der Cateye-Form besteht darin, dass diese optisch das Gesicht anhebt, sodass die Wangenknochen schmeichelnd betont werden.

Brillenmode aus den 1950er Jahren

In dieser Zeit wurde die Pilotenbrille im zweiten Weltkrieg von den Piloten der US Army getragen. Sie sollte deren Augen vor dem Sonnenlicht schützen. Nach dieser Zeit übernahm die Zivilbevölkerung die Pilotenbrille und man kann sie seitdem als absoluten Dauerbrenner bezeichnen. Einige berühmte Filme haben dazu den Pilotenstil bei Männer und Frauen beliebt gemacht. Schließlich symbolisiert die Pilotenbrille Abenteuerlust und eine gewisse Coolness. Das Sortiment von eyes and more bietet zum Beispiel auch diese Brillenform in ihrem Sortiment an. Kein Wunder, denn für diesen Trend ist bisher kein Ende in Sicht.

Brillenmode aus den 1960er Jahren

In den 60er Jahren kamen die Hornbrillen auf. Zu dieser Zeit bestanden diese Brillen noch aus echtem Horn von Hirschen oder Rindern. Das besondere Material sorgte zusammen mit der charakteristischen Vollrand-Form für den typischen auffälligen Look der Hornbrille. Heute wird für die Hornbrille vereinzelt noch tierisches Horn verwendet. Meist handelt es sich dann um Büffelhorn. In der Regel wird aber für diese Brille zur Herstellung Acetat in Horn-Optik genutzt.

Brillenmode aus den 1970er Jahren

Die Brillen aus der Hippiezeit sollten vor allem große Gläser haben. Dabei war die Form, Farbe oder das Muster eher egal. Wichtig war nur, dass die Brillen übergroß waren. Im Sommer wurden die Brillen als Sonnenbrillen auch von Leuten getragen, die keine Sehschwäche hatten. Zeitgleich gab es dann auch genau das Gegenteil, nämlich die kleinen Nickelbrillen, die man sicherlich von John Lennon kennt.

Brillenmode aus den 1980er Jahren

In den 1980er Jahren waren die Gestelle hauptsächlich auffällig und beeindruckend. Männer und Frauen wollten sich mit gewagten Looks selbstbewusst und passend zur Mode zeigen. Die Brillengläser waren meist groß, und die Gestelle bunt oder sie hatten außergewöhnliche Formen. Hauptsache man war individuell und das sollte man auch anhand der Brille sehen.

Brillenmode aus den 1990er Jahren

Die deutsche Einheit als auch die Love-Parade gaben den Menschen ein ganz neues Freiheitsgefühl, was man auch an der Mode sehen konnte. Knappe Outfits und Tattoos wurden in und die Brillenmode sollte hauptsächlich cool sein. Kleine Gläser und unauffällige Rahmen waren in den 90er angesagt und minimalistische Titanbrillen als auch schlichte Designs mit höherem Tragekomfort gefragt.

Brillenmode aus den 2000er Jahren

Um die Jahrtausendwende herum wurden die Gestelle wieder auffälliger als auch wilder. Es gab wieder große Sonnenbrillen, knallige Farben oder ganz kleine Gestelle. Auf alle Fälle waren Brillen weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Mode.

Brillenmode aus den 2010er Jahren

Auch in dem Jahrzehnt waren die Brillen und Sonnenbrillen groß, bunt und der Piloten-Stil gern genommen. Vor allem die schwarze Ray-Ban Wayfarer wurde als Brille getragen und sie hing gerne wie ein Schmuckstück an T-Shirts oder Halsketten.

Die Brillenmode heutzutage

Zu den aktuellen Brillentrends gehören die minimalistische Metallbrille und die transparente Kunststoffbrille. Die dezenten Metallbrillen kehren in einer ganz neuen Form zurück. Mit ihren speziellen, vieleckigen Formen sind die unauffälligen, schmalen Rahmen richtige Hingucker. Die transparenten, beinahe durchsichtigen Modelle schmeicheln dem Geischt und sind seit Beginn der 2020er Jahre sehr beliebt.

Bild: @ depositphotos.com / OleksandrShatyrov

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